Rathaussturm und Narrenbaumstellen: So war der Schmotziga auf dem Kleinen Heuberg

Trübe Aussichten für Autofahrer in Schörzingen. Der Wegezoll betrug ein Rußgesicht.
Jennifer Dillmann- Schmotziga Donnerstag: Narren übernehmen Kleiner Heuberg und Schlichemtal.
- Rosenfeld: Rathaussturm mit Hexen, Guggamusik und Lompakapell; Narrenfreiheit ausgerufen.
- Bürgermeister Thomas Miller symbolisch entmachtet; Steueramt „auf Eis“, Straßen den Narren.
- Schörzingen: Rußlumpen-Hexen treiben ihr Unwesen; Wegezoll: ein Rußgesicht.
- Dormettingen: Narrenbaum vom Elferrat gestellt; Weiberfasnet im Gemeindesaal belebt.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
„Scho' wieder isch a Jahr vorbei und viele sind wieder dabei“, hieß es beim Rathaussturm in Rosenfeld. Mit von der Partie: Molkekär-Kälble Isingen, Harzklumpen Heiligenzimmern, Horga Hexa Heiligenzimmern, Liacht-Hexa Täbingen, Weinberghexen Rosenfeld, Guggamusik Heiligenzimmern und Lompakapell Rosenfeld. Allesamt bestens gelaunt. Kein Wunder, wie Florian Weckenmann von den Weinberghexen erklärte: „Auf den Festen ist Trinken wichtig, mit Brauerei vor Ort sind wir bierpflichtig.“
Gemeinsam mit seinen Fasnetskollegen las er dem Amt enthobenen Bürgermeister alias Discokönig Thomas Miller die Leviten: „Liebe, Lebe', Politik – fass ich jetzt in meinen Blick“, verkündete Molkekär-Kälble Anna Luisa Dreher. Bis die Horga-Hex' Jan Kotz die ab sofort gültigen Regeln verlas: Narrenfreiheit für alle Bürger, Steueramt wird auf Eis gelegt und die Straßen gehören ab heute den Narren. Der obligatorische Hexenhaufen durfte auch schon vormittags um elf nicht fehlen.
Rathausstürme allerorts
Verregnetes Sauwetter? Da fühlen sich die Hexengruppen mit ihren Rußlumumpen in Schörzingen erst richtig wohl. Mit entstellten Gesichtern, löchrigen Regenschirmen und gurrenden, knurrenden Stimmen trieben sie ihr Unwesen. Sie lauerten sowohl unschuldig durch die Gassen spazierenden Bienchen als auch in Furcht versetzten Autofahrern auf.
In Dormettingen hielt Hästrägerin Inge Weckenmann eine besondere Trophäe in Händen: „Ich bin ja schon lange dabei, aber eine Polizeikrawatte? Die werd' ich in Ehren halten.“ Bürgermeister Horst Lehmann wurde offensichtlich nicht nur der Rathausschlüssel abgeknöpft. Auf dem Dorfplatz stellte der Elferrat eigenhändig den Narrenbaum auf, musikalisch angefeuert durch die Abordnung der Mexikaner.
Weiberfasnet mit neuer Heimat
Zur Freud' aller Weiber wird seit einigen Jahren am Schmotziga-Nachmittag in den katholischen Gemeindesaal eingeladen. „Früher gab es im ganzen Flecka die Weiberfasnet“, erinnert sich Christa Bosch vom veranstaltenden Förderverein St. Ulrich. „Aber immer mehr Wirtschaften haben geschlossen, dann hatten wir keine Heimat mehr. Der Förderverein füllt diese Lücke.“ Unterhalten von ortseigenen und fasnets-erprobten Musikanten feiert man nun in der Sonnenstadt Fasnet im alten Stil mit buntem Programm und Besuch der Narrenzunft. Eine Etage weiter oben fand sich die Jugend zum Bierpong ein.
























