Neue Tanzschule in Geislingen: Darum geht es bei „La Vida“

Inna Daut und Jörg Friedrich übernehmen die Tanzschule in Geislingen. Diese wurde bisher von Gabriele Dinius geleitet (rechts).
Jennifer Dillmann- Die Tanzschule La Vida in Geislingen eröffnet am 5. Januar unter neuer Leitung von Inna Daut und Jörg Friedrich.
- Die ehemalige Inhaberin, Gabriele Dinius, übergab die Schule aufgrund neuer Interessen.
- Neu im Programm sind Kinder-Kurse, Lady Dance und Discofox mit flexiblem Einstieg.
- Am Eröffnungstag gibt es diverse Workshops und eine Tanzparty.
- Weitere Infos unter www.ts-lavida.de.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
„‚La Vida‘, das ist das Leben, und Tanzen, das ist für mich das Leben“, erläutert Inna Daut. Gemeinsam mit Jörg Friedrich übernimmt sie das ehemalige „Dinius Dance“ in Geislingen, das neuerdings „Tanzschule La Vida“ heißt. Die Neueröffnung verbunden mit dem Tag der offenen Tür am Sonntag, 5. Januar, ermöglicht einen nahtlosen Übergang.
„Als Gabi uns Mitte Oktober mitgeteilt hat, dass sie aufhören will, ist für uns eine Welt zusammengebrochen“, erinnert sich Friedrich. Beide stehen bereits seit vielen Jahren mehrmals pro Woche in Geislingen auf dem Parkett und haben es auch schon auf den Wettkampf-Bühnen weit gebracht (wir berichteten).
Die Geschichte der Geislinger Tanzschule
2010 gründete Gabriele Dinius die Tanzschule in der Vorstadtstraße 59. „Ich erinnere mich noch gut an den Tag, an dem ich mit zehn Jahren angefangen habe, zu tanzen“, berichtet sie, „Was als kleines Hobby begann, wurde schnell zu einer großen Leidenschaft, die mich durch mein ganzes Leben begleitet hat.“ 2008 errang sie den Titel der Landesmeisterin im Lateinamerikanischen Tanz. Die ausgebildete Erzieherin unterrichtete seit dem Jahr 2006 Tanz in Tübingen, Albstadt und Balingen. 2007 schloss sie ihre Ausbildung als Tanzsporttrainerin in Standard und Lateinamerikanischen Tänzen ab. Neben „Dinius Dance“ initiierte sie 2010 außerdem den Tanzsportverein „Tanzmetropole Schwarz Gold Balingen“.
„Nun habe ich das Gefühl, dass alle Ziele erfüllt sind und ich mich neu orientieren möchte“, führt sie aus. Warum ihre Wahl auf Daut und Friedrich gefallen ist? „Weil ich das Gefühl habe, sie haben dieses Licht im Herzen fürs Tanzen und ich weiß, dass ich die beiden sowohl als Tänzer als auch als Lehrer gut ausgebildet habe.“
Ein Neuanfang voller Freude
Die Verwaltungsfachangestellte beim Geislinger Bauamt und der Disponent im Bereich Arbeitsvorbereitung und Maschinenbau hatten zunächst Bedenken, ob sie dieser Aufgabe nebenberuflich gerecht werden könnten. Die kreative Balingerin hatte ihre Entscheidung schnell getroffen: „Das ist so, als müsste ich mein Zuhause verlassen und ich konnte mir nicht vorstellen, woanders zu tanzen.“ Die Gefahr des Ungewissen konnte der rationale Albstädter letztlich mit einer Pro- und Contra-Liste relativieren. Außerdem verspricht Dinius, den frischgebackenen Tanzschul-Chefs in den Anfängen beratend zur Seite zu stehen.
Unter anderem aufgrund einer Verletzung der Inhaberin wurde das Programm zuletzt stark reduziert. Daut und Friedrich wollen das Tanzen in Geislingen wieder aufleben lassen. „Wir wollen das einfach mit Freude angehen und alles geben, was wir geben können“, erklärt Daut. Neu im Programm sind daher Kinder-Kurse, die unter anderem Zumba, Spiele und Mitmachtänze in Verbindung mit musikalischer Früherziehung miteinbeziehen. Auch das zuletzt aufgegebene Lady Dance erfährt ein Revival. Es ist für Frauen gedacht, die keinen Tanzpartner haben, aber dennoch tanzen wollen. Der entsprechende Schnupperkurs beginnt im Januar.

Die Tanzschule und ihre Mitglieder erreichten in der Vergangenheit bereits zahlreiche Erfolge.
Jennifer DillmannDarüber hinaus stehen auch die klassischen Einheiten einer Tanzschule auf dem Programm, also die Latein- sowie Standard-Kurse, in denen alle zehn Tänze nacheinander aufgebaut werden: Langsamer Walzer, Foxtrott, Slow Foxtrott, Wiener Walzer sowie Tango (Standard) sowie Cha Cha Cha, Rumba, Jive, Samba und Pasodoble (Latein).
Vielfältiges Programm
Die Modeerscheinungen Bachata und Salsa kommen bei den Latino-Kursen zum Zug. Der Discofox war in den 80ern eine Modeerscheinung, entwickelt von den Deutschen, der sich zwischenzeitlich jedoch etabliert hat. Häufig entsteht bei Discofox eine Abspaltung zwischen Fortgeschritten und Anfänger, was einen Kurseinstieg erschwere, so die Beobachtung der frischgebackenen Tanzschulinhaber. Um dem entgegenzuwirken, werden die Discofox-Kurse in Geislingen in folgendem Konzept angeboten: Vier Unterrichtseinheiten befassen sich jeweils mit einer Grundfigur, die auf der Homepage bekannt gegeben wird. Das ermöglicht einen Einstieg jederzeit, ohne dass das Warten auf einen neuen Anfängerkurs erforderlich wäre.
In ihrer Freizeit müssen die zwei langjährigen Turniertänzer fürs Erste jedoch die Tanzschuhe im Schrank stehen lassen, denn die Pflicht ruft: Es stehen Fortbildungen in Themen wie etwa Buchhaltung und Website an sowie viele Stunden einer sinnvollen Kursplanung. Mit der Zeit sollen auch Weiterbildungen im tänzerischen sowie pädagogischen Bereich folgen, denn: „Stehenbleiben ist keine Option.“ Den Anfang macht derweilen Dauts Tochter Jastina, die selbst schon an Turnieren teilnimmt und eine Ausbildung als Trainerin für Kinderzumba durchläuft.
Mit Vorurteilen aufräumen
Daut und Friedrich hoffen außerdem darauf, dass sich ihre Liebe zum Turniertanz auch auf einige Kursteilnehmer überträgt und die Tanzschule schon bald gut vertreten auf den Wettkmapfbühnen ist. Wer nun Leistungsdruck befürchtet, liegt jedoch falsch. Alles kann, nichts muss. „Bei uns steht nicht nur das Tanzen im Vordergrund, sondern auch das Miteinander“, skizziert Daut.
Friedrich nutzt die Gelegenheit, um mit einem hartnäckigen Vorurteil aufzuräumen: „Tanzen ist kein Frauensport, auch wenn Männer oft etwas Überwindung brauchen bis der Ehrgeiz einsetzt.“ Immerhin gehöre das Tanzen auch zum kulturellen Verständnis dazu. Daher ist übrigens eine Teilnahme am Geislinger Kulturfest geplant, das traditionell im Sommer veranstaltet wird.
Das kulturelle Verständnis soll auch durch Tanzpartys gefördert werden. Tanzpaare haben hierbei die Gelegenheit, andere Tänzer kennenzulernen und ihre Leidenschaft in ungezwungener Atmosphäre zum Ausdruck zu bringen. Gelegenheit hierzu fand sich bisher eher Richtung Reutlingen, Böblingen und Stuttgart. Der Zollernalbkreis hatte wenig an Tanzpartys zu bieten – bis jetzt.
Tag der offenen Tür
Am Sonntag, 5. Januar, öffnet das ehemalige „Dinius Dance“ ab 15 Uhr seine Tore und präsentiert sich als „Tanzschule La Vida“ in der Vorstadtstraße 59 in Geislingen. Inna Daut und Jörg Friedrich übernehmen das Zepter und gewähren allen Neugierigen Einblicke in die Welt des Tanzes. Angeboten werden in Geislingen Standard/Latein, Discofox, Lady Dance, Kinder- sowie Latinokurse und auch die beliebten Hochzeitskurse.
Los geht es mit einem entspannten Sektempfang und einer kleinen Willkommensrede. Es folgen Kinderschminken und Kinderdisco. Danach zeigen die Ladies, was sie können, gefolgt von einer Bachata-Einlage. Für Discofox-Begeisterte sowie Neulinge gibt es um 17 Uhr einen Workshop. Beim folgenden Workshop um 18 Uhr wird Walzer getanzt. Auch eine Mädchenformation sowie Cha Cha Cha werden aufgeführt. Der Abend gipfelt ab 19 Uhr in eine Tanzparty.
Weitere Informationen gibt es unter www.ts-lavida.de oder auf dem Instagramaccount tanzschule_lavida.
