Narrenbaumstellen in Balingen: Ein paar kräftige „Hau ruck“ – und schon steht der Baum

Bei so viel geballter Manpower und Zuschauern, die die Jungs an den Stangen kräftig anfeuerten, konnte gar nichts schiefgehen. Der Balinger Narrenbaum war binnen kurzer Zeit aufgerichtet und steht nun bis zum 4. März auf dem Marktplatz.
Andrea Maute- In Balingen wurde ein 17 Meter hoher Narrenbaum auf dem Marktplatz errichtet.
- Der Baum bleibt bis zum 4. März stehen, begleitet von verschiedenen Narrenzünften.
- Die Tradition des Narrenbaums ist umstritten; Theorien reichen bis ins 15. Jahrhundert zurück.
- Am 22. Februar findet ein Fackelumzug und am 28. Februar ein Narrensprung statt.
- Trotz kaltem Wetter verlief das Aufstellen reibungslos.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Was seine Geschichte betrifft, streiten sich Narren wie Gelehrte. Eine Theorie besagt, dass der Narrenbaum als Stammbaum aller Narren im 15. Jahrhundert als Nachfolger des Blockziehens bei Umzügen geboren wurde. Eine andere, dass er sich aus dem Brauch des Maibaums entwickelte. Unabhängig davon, was letztlich stimmt: Der Narrenbaum ist und bleibt das Herrschaftssymbol der Narren.
Der letzte Schwung wird vom Klatschen der Zuschauer begleitet
Die ersten Exemplare wurden in der Region bereits an Dreikönig aufgestellt. Seit dem vergangenen Wochenende ragt er nun auch auf dem Balinger Marktplatz in die Höhe: Ein Narrenbaum, dessen bunte Bänder im Wind flattern.
Apropos Wind: Der Narrenzunft Balingen war der Wettergott am Aufstelltag gewogen. Es war zwar eisig kalt, dafür machten den Akteuren aber keine Sturmböen das Leben schwer. Am Dreikönigstag hatte das noch anders ausgesehen. Eine gute Wahl war da die geschmückte Birke der Narrenfreunde aus Engstlatt, die dem Wind nur wenig Angriffsfläche bietet.

Huckepack lassen sich die Fahnen gut am Baum befestigen. Dieser signalisiert, dass nun die Narren das Regiment führen.
Andrea MauteNeben Feuerhexen und Loable, den Eyachhexen und Binsenhexen gehörten die Engstlatter Sandsäcke am Samstag ebenfalls zur bunten Narrenschar, die der Vorsitzende der Balinger Narrenzunft, Andreas Hebrank, mit dem jeweiligen Narrenruf begrüßte. Das zahlreich erschienene Publikum bat er, die Jungs an den Stangen, die sich bereits für das Aufstellen des Baumes positioniert hatten, kräftig anzufeuern.

In Engstlatt ist der Narrenbaum auch heuer wieder eine Birke.
Andrea MauteUnter der Regie von Jürgen Wolf wuchs dieser Stück für Stück in die Höhe. Der letzte Schwung wurde vom Klatschen der Zuschauer begleitet. Es lief, so kann man mit Fug und Recht sagen, wie am Schnürchen. Anschließend wurden noch die Narrenfahnen am Baum befestigt, der nun bis zum 4. März seinen Platz vor der Stadtkirche hat.
Wie viele Meter das Balinger Exemplar misst, weiß Jürgen Wolf. „17“, sagt er. „Das ist eine gute Höhe für einen Narrenbaum – auch wegen der Hebelfunktion.“
17
Meter hoch ist der Narrenbaum, der auf dem Marktplatz die Herrschaft der Balinger Narren verkündet. Am 22. Februar ist in der Eyachstadt Fackelumzug und am 28. Februar Narrensprung.
