Nach langem Rechtsstreit
: Bogenschütz sichert sich Müllabfuhr im Zollernalbkreis

Die Entscheidung steht fest: Die „Bogenschütz Entsorgung und Recycling GmbH“ übernimmt ab 2026 die Sammlung von Rest- und Biomüll im Zollernalbkreis.
Von
swp
Zollernalbkreis
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ARCHIV - 21.05.2015, Sachsen, Dresden: In einer braunen Biomülltonne liegen Lebensmittel wie Brot. (zu "Reduzierung von Lebensmittelverschwendung" vom 22.02.2019) Foto: Arno Burgi/ZB/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Unter anderem der Biomüll wird künftig von der „Bogenschütz Entsorgung und Recycling GmbH“ aus Grosselfingen entsorgt. (Symbolfoto)

Arno Burgi/dpa
  • Bogenschütz Entsorgung und Recycling GmbH übernimmt ab 2026 Müllabfuhr im Zollernalbkreis.
  • PreZero zog seine Beschwerde vor dem OLG Karlsruhe zurück, weshalb der Rechtsstreit endete.
  • Hintergrund: Streit über Sondervereinbarung in Höhe von 1,45 Millionen Euro.
  • Landrat stoppte ursprüngliches Vergabeverfahren im Sommer 2024.
  • Müllentsorgung bleibt in lokaler Hand; keine Zusatzangebote berücksichtigt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Das Landratsamt Zollernalbkreis hat die Sammlung von Rest- und Biomüll ab dem 1. Januar 2026 neu vergeben: Der Zuschlag geht an die Bogenschütz Entsorgung und Recycling GmbH aus Grosselfingen. Damit bleibt die Müllabfuhr auch künftig in lokaler Hand.

Dem Vergabeverfahren war ein monatelanger Rechtsstreit vorausgegangen. Nachdem der unterlegene Bieter, der überregional tätige Entsorgungskonzern PreZero, seine sofortige Beschwerde vor dem Oberlandesgericht Karlsruhe zurückgezogen hat, ist das Nachprüfungsverfahren nun abgeschlossen. Der Zuschlag konnte, wie vom Verwaltungs- und Finanzausschuss am 3. Februar 2025 beschlossen, auf das wirtschaftlichste Angebot erteilt werden.

Knappe 1,5 Millionen waren Streitpunkt

Hintergrund des Verfahrens war eine Wiederholung der Ausschreibung: Im Sommer 2024 hatte Landrat Günther-Martin Pauli das ursprüngliche Vergabeverfahren gestoppt. Auslöser war ein Streit über eine Sondervereinbarung in Höhe von rund 1,45 Millionen Euro zwischen dem Landratsamt und dem bisherigen Müllentsorger PreZero.

Im erneuten Vergabeverfahren konnte sich das kleinere, lokal verwurzelte Unternehmen Bogenschütz gegen den Großkonzern PreZero durchsetzen. Zusatzangebote wie sommerliche Zusatzabholungen, die PreZero ins Rennen brachte, spielten bei der Vergabe keine Rolle, da sie nicht Teil der Ausschreibungsvorgaben waren.

Mit der nun erfolgten Vergabe ist sichergestellt, dass die Müllentsorgung im Zollernalbkreis auch über den Jahreswechsel 2025/2026 hinaus reibungslos weiterläuft.