Müllchaos im Zollernalbkreis: Jetzt wagt das Landratsamt eine vorsichtige Prognose für Oktober

Rest- und Biomüll wurden im Zollernalbkreis bislang von „PreZero“ abgeholt. Doch damit gab es zuletzt herbe Schwierigkeiten.
Sabine Hegele- Müllkrise im Zollernalbkreis: Abholung verzögerte sich monatelang, Ursache war ein Fahrzeugausfall.
- Unternehmen „PreZero“ war bis zu 6 Tage im Verzug, jetzt liegen Verzögerungen bei 2 Tagen.
- Unterstützung durch Bogenschütz und Extraschichten sollen Abholung bis Mitte Oktober stabilisieren.
- Störung der Abfall-App verschärfte Probleme, Beschwerden erreichten bis zu 700 Anrufe täglich.
- Ab 2026 übernimmt Bogenschütz dauerhaft die Müllentsorgung, „PreZero“ wird abgelöst.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Lisa Tillinger musste selbst schmunzeln, als sie am Montagabend (29. September 2025) vor den Ausschuss für Umwelt und Technik trat. Wie alle wüssten, eröffnete die Leiterin des Amts für Abfallwirtschaft, gebe es „leichte Probleme“ mit der Müllabfuhr im Zollernalbkreis. Und, ja, diese dauerten noch immer an, seit Monaten. Doch jetzt soll sich das Chaos – man möge dreimal auf Holz klopfen – dem Ende zuneigen.
Aktuell stünde man laut Tillinger bei einer verzögerten Abfuhr von noch zwei Tagen. Zu Beginn dieser geruchsintensiven Tortur war das Unternehmen „PreZero“ noch fünf bis sechs Tage im Verzug. Schuld war der Ausfall eines Abfuhrfahrzeugs, dessen Reparatur sich um Wochen hinzog. Durch viele Extraschichten wurden die Rückstände inzwischen aufgearbeitet. Und auch dank des Grosselfinger Unternehmens Bogenschütz, das „PreZero“ mittlerweile wieder samstags unter die Arme greift und dem Landkreis bei der Bewältigung des Chaos hilft.
Tillinger geht davon aus, dass man Mitte Oktober wieder im Rhythmus sei. „PreZero“ hatte bereits im August die Prognose gewagt, im September wieder auf Spur zu sein. Daraus wurde bekanntermaßen nichts.
Das Chaos neigt sich (hoffentlich) dem Ende zu
Erschwerend hinzu kam in den vergangenen Wochen eine Störung der Abfall-App des Landkreises, worüber die Behörde eigentlich über alternative Abfuhrtermine informieren wollte. „Wir haben Verständnis für den Ärger“, betonte Landrat Günther-Martin Pauli. Aber man möge bedenken, dass das Landratsamt nicht die Schuld am Chaos trage. Die nämlich lag bei „PreZero“. Die Beschwerdeanrufe – zwischenzeitlich bis zu 700 pro Tag – landeten dennoch beim Abfallwirtschaftsamt.
Nun also hoffen alle Beteiligten auf Mitte Oktober und damit dem endgültigen Ende eines Durcheinanders, das so manchem Bürger im Zollernalbkreis beinahe den letzten Nerv gekostet hätte: Vor kurzem kam wie berichtet noch eine Petition für eine kreiseigene Müllentsorgung auf. Die jedoch sammelte bis dato gerade mal 174 Unterschriften – und ab 2026 wird ohnehin wieder Bogenschütz sowohl den Rest- als auch den Biomüll abholen, und damit „PreZero“ endgültig ablösen.

