Messe in Balingen
: Elektro-Autos sind neu im Fokus

Die Messe Neckar-Alb Regenerativ geht am 15. und 16. März in der Eyachstadt über die Bühne. Neben dem klassischen Schwerpunkt geht es auch um Elektromobilität.
Von
Sebastian Buck
Balingen
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Die Verantwortlichen und Aussteller blicken mit Vorfreude auf die Messe, die am Wochenende in Balingen startet.

Die Verantwortlichen und Aussteller blicken mit Vorfreude auf die Messe, die am Wochenende in Balingen startet.

Sebastian Buck
  • "Neckar-Alb Regenerativ" Messe am 15./16. März in Balingen.
  • Fokus auf Elektromobilität, u.a. mit Elektroautos zur Probefahrt.
  • Über 90 Aussteller aus Energie- und Sanierungssektor.
  • Moderierte Vorträge zu Förderprogrammen und Energiekosten.
  • Kinderbetreuung mit Lego-Speed-Challenge.
  • Erwartet werden rund 5000 Besucher.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Bestens gefüllt ist der kleine Sitzungssaal im Balinger Rathaus an diesem Vormittag. Stadt und Messeorganisation haben Presse und einige Akteure der „Neckar-Alb Regenerativ“ zum Gespräch geladen. Schon seit den 2000er-Jahren findet die Messe statt, anfangs einst in Reutlingen. Dann kam der Umzug nach Balingen – „damals noch in der Stadthalle“, erinnert sich Messeleiter Martin Kiesling an die Anfänge zurück. 2009 war dann die erste große Messe, seither hat sich die Veranstaltung etabliert und erfreut sich auch über den Landkreis hinaus an Zustrom. In diesem Jahr sind wieder mehr als 90 Aussteller mit an Bord. Von der Solar-Firma über Heizungsfachleute bis hin zu Zimmereigeschäften und Banken zwecks Finanzierung ist alles dabei, was sich mit Energie und Sanierung beschäftigt. „Wir sind eine Fachmesse und das ist uns auch wichtig“, betont Kiesling, der hervorhebt, dass am Wochenende viele „gute und renommierte Unternehmen“ auch und gerade aus der Region vertreten sind. Zur thematischen Breite der Aussteller meint der Messeorganisator: „Wir decken im Grunde alle Lebensbereiche ab.“

Ein neuer Bereich ist nun die Elektro-Mobilität, der bei der Messe ausgestellt wird. Unter dem Titel „Alb-Mobility“ wird auf dem Außengelände eine Sonderschau angeboten, zum ersten Mal in diesem Jahr. „Wir bieten da die ganze Bandbreite der neuen Mobilität“, sagt Kiesling. Von Elektro-Roller über Motorräder mit E-Antrieb bis hin zu natürlich Elektroautos wird alles präsentiert. Ein Highlight wird hierbei auf alle Fälle die Möglichkeit, dass die verschiedenen Hersteller Fahrzeuge zur Probefahrt dabei haben werden. Die Automobile können dann direkt auf der öffentlichen Straße getestet werden. „Das ist ein anderes Feeling beim Fahren und daher haben wir für die Besucher die Möglichkeit geschaffen, es selber testen zu können“, so Kiesling. Verschiedenste Marken werden in Balingen ihre Aufwartung machen – von Mercedes-Benz über Tesla bis hin zur chinesischen Marke BYD. Auch Anbieter von Carsharing haben sich einen Messestand gesichert. Mehr als 50 Fahrzeuge werden unterm Strich ausgestellt sein.

Moderierte Bühne mit Vorträgen

Aber nicht nur das ist geboten, auch die bisher klassischen Messeinhalte werden freilich weiter hochgehalten. Auf der Bühne, die mitunter von der Energieagentur moderiert wird, gibt es verschiedene Fachvorträge. Zum Beispiel zu aktuellen Förderprogrammen, Fotovoltaikanlagen, Balkonkraftwerken, Energiekosten oder Sanierungsfragen. „Der Mix macht es aus“, ist Martin Kiesling überzeugt. Bunt gemischt sind auch die Gesprächspartner an diesem Morgen im weiten Rund des kleinen Sitzungssaals. Willi Grieser von der Energieagentur Zollernalb betont beispielsweise, dass seine Institution als neutrale Informationsinstanz vor Ort agiert, berät, ohne im weiteren Schritt auf ein spezielles Produkt zu sprechen zu kommen. Das Erfolgsrezept der Messe liegt für ihn auf der Hand: „Hier treffen etablierte Firmen auf interessierte Bürger.“ Die Energieberater sind vor Ort und beraten eben in diesen Fragen. Nicht unwichtig, gerade beim Blick auf Sanierungen, denn, so sagt es Grieser, liege die Quote der Einfamilienhausbesitzer im Zollernalbkreis mit 55 Prozent recht hoch im Vergleich zum Rest des Bundeslandes.

Auch vor Ort sind die Balinger Stadtwerke. Tamara Sauer betitelt die „Neckar-Alb Regenerativ“ als Pflichttermin für ihre Firma, das lasse man sich natürlich direkt vor der Haustüre nicht nehmen. Ein Highlight, das gezeigt wird, zumindest in digitaler Form, ist der Elina-Bus. Der Elektro-Bus, der induktiv beim Fahren geladen wird, ist inzwischen schon weltberühmt – Delegationen aus Japan oder auch Indien pilgern nach Balingen, um sich das Konzept anzuschauen. Der Bus selbst ist nicht vor Ort, fährt aber ja, wie Oberbürgermeister Dirk Abel anmerkt, direkt an der Messe ab. Eine Spritztour ist also für den interessierten Messebesucher möglich.

Kinder werden betreut

Mit rund 5000 Besuchern an beiden Tagen, also Samstag und Sonntag, rechnen die Veranstalter oder erhoffen sich besser gesagt. Realistisch sei das aber schon, wie der Blick in die Vergangenheit zeige, sagt Kiesling. Für die Industrie und die Betriebe sei eine solche Messe auch immer eine Art „Marktbarometer“, zudem schaffe es Kontaktmöglichkeiten zwischen den Betrieben selbst. Fehlt noch ein letzter Punkt: Für die Kinder gibt es eine Lego-Speed-Challenge. Aus den bunten Plastiksteinen werden kleine Flitzer gebaut und von einer vier Meter langen Rampe heruntergeschickt. So könne man die Kinder auch für eine Weile betreut wissen und in Ruhe Fachgespräche an den Messeständen führen, sagt Kiesling abschließend.

90

Aussteller sind bei der Messe „Neckar-Alb Regenerativ“ in Balingen vor Ort. Das Themenspektrum ist breit, neu dabei sind in diesem Jahr Elektro-Autos.