Mellifera Rosenfeld
: Naschgärten für Klein und Groß

In der Region entstehen „Gärten der Generationen“. Damit will der Verein Mellifera unter anderem der Vereinsamung in der Gesellschaft entgegenwirken.
Von
swp
Rosenfeld
Jetzt in der App anhören
Gärten der Generationen schaffen in Rosenfeld

Gärten der Generationen entstehen in der ganzen Region.

Mellifera e.V.
  • Mellifera e.V. startet „Gärten der Generationen“ in Rosenfeld, um Vereinsamung zu bekämpfen.
  • Erste Gartenanlagen entstehen in Balingen-Frommern; Crowdfunding-Ziel: 25.000 Euro bis 20. November.
  • Kooperationen mit Seniorenzentren und Kindergärten; erste Zusage von „Hörnleblick“ und Waldorfkindergarten.
  • Gärten fördern den Kontakt zwischen Jung und Alt und bieten Lebensraum für Bestäuber.
  • Mehr Infos und Spenden unter www.mellifera.de/generationen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der Verein Mellifera aus Rosenfeld geht mit einem neuen Projekt an den Start und schafft Sinnes- und Naschgärten, welche Kinder und Senioren zusammenbringen. Das Ziel: Der Vereinsamung älterer Menschen entgegenwirken und gleichzeitig einen Beitrag für die Vielfalt von Bienen, Hummeln, Schmetterlingen und Co. zu leisten. Der erste Garten wird in Balingens Teilort Frommern entstehen. Für die Finanzierung hat der Verein nun ein Crowdfunding gestartet.

Die Welt verändert sich

In einer Welt, die sich immer schneller verändert und digitalisiert, nehmen zwischenmenschliche Beziehungen oft ab. Besonders ältere Menschen sind davon betroffen. Die Einsamkeit im Alter wächst, während gleichzeitig auch der Rückgang bestäubender Insekten dramatisch zunimmt. Mellifera aus Rosenfeld geht mit seinem neuesten Projekt beide Herausforderungen gleichzeitig an: Die „Gärten der Generationen“ bringen Senioren und Kinder zusammen, um blühende Oasen für Biene, Mensch und Natur zu schaffen.

Um möglichst bald die ersten Anlagen angehen zu können, steht der Verein laut Pressemitteilung in Kontakt mit einigen Seniorenzentren und Kindergärten in der Region. Mit der KBF-Seniorenwohnanlage „Hörnleblick“ und dem Waldorfkindergarten in Frommern gibt es auch bereits eine erste fest Zusage für eine Kooperation. Auch das Nicolaus-Cusanus-Haus in Stuttgart hat bereits seine Kooperation zugesagt.

Vom Kleinen Heuberg bis nach Stuttgart

„Wir freuen uns sehr darauf, einen ‚Garten der Generation‘ bei uns anzulegen“, sagt Ingrid Bartenschlager, Leiterin des Seniorenheims „Hörnleblick“ in Balingen-Frommern. Sie war eine der ersten, die eine Zusage für die Umsetzung ihres Projektes gab. „Ich bin fest davon überzeugt, dass unsere Bewohnerinnen und Bewohner von einem gemeinsam gepflegten Garten an unserer Einrichtung profitieren. Zum einen von der Gartenarbeit an sich, aber auch vom Kontakt mit den Kindern.“

Deren Vorfreude ist ebenfalls bereits geweckt, wie Anne Schulze aus dem Waldorfkindergarten in Balingen weiß: „Die Kinder sind immer hellauf begeistert, wenn sie sich in der Natur ausleben dürfen. Dass dabei dann auch noch der Austausch mit der älteren Generation gefördert wird, ist eine tolle Sache, die wir gerne unterstützen.“

Heilung und Verbundenheit im Garten erfahren

Der Verein setzt mit dem Projekt auf die heilende Kraft der Natur und die verbindende Wirkung der Gartenarbeit. Ziel ist es, Seniorenzentren wie Altersheime sowie Einrichtungen des betreuten Wohnens und der Tagespflege mit Beerensträuchern, Naschobst, insektenfreundlichen Stauden und blühenden Kräutern auszustatten. So entstehen naturnahe Gärten, die nicht nur Lebensraum für Bestäuber bieten, sondern auch Orte der Begegnung für Jung und Alt schaffen. In den Gärten sollen außerdem umweltpädagogische Aktivitäten stattfinden.

Neben der kreativen Gestaltung werden hilfreiche Hochbeete aufgestellt, die so konzipiert sind, dass sie für Menschen im Rollstuhl unterfahrbar sind und somit Senioren ein bequemes Gärtnern trotz Gehbehinderung ermöglichen. Bei Interesse können die Einrichtungen auch dazu beraten werden, wie ein Bienenvolk in den Generationengarten einziehen könnte.

Gärtnern trotz Gehbehinderung

Um diese Gärten in die Tat umzusetzen, bedarf es noch finanzieller Unterstützung. Aus diesem Grund hat der Verein ein Crowdfunding – zu deutsch: Massen-Finanzierung – ins Leben gerufen. Mit diesem wird noch bis zum 20. November Geld gesammelt – und anschließend mit der Unterstützung der Baden-Württemberg-Stiftung verdoppelt. 25.000 Euro möchte der Verein so sammeln, um am Ende mit einer Summe von 50.000 Euro möglichst viele „Gärten der Generationen“ entstehen zu lassen.

Um das zu erreichen, ruft der Verein aktuell dazu auf, das Projekt mit aller Kraft zu unterstützen. „Wer sich überlegt hat, in diesem Jahr seine Weihnachtsspende unserem Verein zu überlassen, der sollte diese am besten jetzt schon tätigen“, sagt Michael Slaby, Initiator der „Gärten der Generationen“ und Mellifera-Vorstand.

Crowdfunding: doppelt hilft besser

Der Verein ist fest davon überzeugt, mit genügend Unterstützern die „Gärten der Generationen“ zu einem Erfolg werden zu lassen. Denn die heilende Wirkung der Gartenarbeit sei bereits wissenschaftlich belegt, insbesondere bei Menschen mit Demenz. In einem speziell gestalteten Garten können Betroffene einfache bis anspruchsvolle Tätigkeiten vornehmen oder den Garten als Rückzugsort nutzen. Bekannte Sinneseindrücke wie der Geruch oder Geschmack von Pflanzen wecken oft Erinnerungen an früher und fördern die Aktivität. Studien zeigen, dass Gartentherapie depressive Verstimmungen verringern kann. Nähere Informationen gibt es unter: www.mellifera.de/generationen. Dort kann nicht nur gespendet werden, es finden sich auch viele weiterführende Informationen rund um die „Gärten der Generationen“.

Seit mehr als 35 Jahren aktiv

Der Verein Mellifera mit Sitz in Rosenfeld setzt sich seit mehr als 35 Jahren in ganz Deutschland und dem deutschsprachigen Ausland für eine ökologische und wesensgemäße Bienenhaltung sowie den Schutz der Bienen und ihrer Lebensräume ein. Dazu wurden im Laufe der Jahre unter dem Dach des Vereins verschiedene Initiativen gegründet. Mehr Informationen gibt es auf www.mellifera.de.