Kuriosum in Weilen u.d.R.
: Eine Elster nistet im Maibaum – wie geht es nun weiter?

Üblicherweise wird der Maibaum bereits Ende Mai abgebaut. Unter Umständen kann das in Weilen u.d.R. erst im August erfolgen.
Von
Jennifer Dillmann
Weilen unter den Rinnen
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"Achtung! Hier brütet eine Elster", besagt das Schild, das die Verwaltung am Maibaum angebracht hat.

„Achtung! Hier brütet eine Elster“, besagt das Schild, das die Verwaltung am Maibaum angebracht hat.

Jennifer Dillmann
  • Eine Elster nistet im Maibaum von Weilen u.d.R., der normalerweise Ende Mai abgebaut wird.
  • Die Brutzeit der Elster dauert bis zu August, daher bleibt der Maibaum stehen.
  • Bürgermeisterin Silke Edele verspricht, das Nest vor dem Abbau zu überprüfen.
  • Die Brutzeit der Elster liegt zwischen April und Juni, mit einer Setzzeit von bis zu 24 Tagen.
  • Bürger wurden informiert, dass der Abbau verschoben wird.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Am 20. Mai trudelte im Weilener Rathaus ein Schreiben vom Landratsamt ein. Paraphrasierter Inhalt: Glückwunsch, bei Ihnen nistet eine Elster! Der Maibaum bleibt stehen. Mutmaßlich ein aufmerksamer Bürger hatte sich kurioserweise nicht direkt an die Weilener Verwaltung gewandt, sondern ist direkt zum Amt für Bauen und Naturschutz im Landratsamt gegangen.

Brutzeit abwarten

Die Brut- und Setzzeit ist nun also abzuwarten – und die kann generell bis in den August hinein reichen. Doch keine Panik, denn ganz so lange muss es nicht unbedingt gehen; die Verwaltung muss nur sicherstellen, dass der Vogel ungestört brüten kann.

Allgemein liegt die Brutzeit der Elster zwischen April und Juni. Vier bis acht Eier werden vom Weibchen bis zu 18 Tage lang bebrütet. Die Fütterung der Küken im Nest erfolgt bis zu weiteren 24 Tagen.

Geduld ist angesagt

Mit dem bloßen Auge ist das Nest vom Gehweg aus nicht auszumachen. Üblicherweise wird das Schmuckstück vor dem Rathaus bereits Ende Mai abgebaut. Der Jahrgang der 20er, die diesen Brauch in Weilen unter den Rinnen pflegen, wurden darüber informiert, dass damit noch zu warten ist.

„Wir werden reinschauen, bevor das Nest wegkommt“, verspricht Bürgermeisterin Silke Edele. Ob dafür extra die Drehleiter der Feuerwehr anrücken muss oder sich entsprechendes Gerät bei einem Unternehmer im Ort finden lässt, ist noch nicht klar. Jetzt heißt es fürs Erste aber: abwarten und beobachten.