Der Wille, etwas zu gestalten, ist Triebfeder manches Stadtoberhauptes. Der neue Bürgermeister von Ratshausen, Tommy Geiger, wird da keine Ausnahme sein, denn obgleich Ratshausen ein durchaus kleiner und überschaubarer Ort mit 750 Einwohnern ist, gibt es doch genug zu tun. Das wurde während des fairen Wahlkampfs, den Dominik Fischer und Tommy Geiger geführt haben, deutlich. Fischer und Geiger verwiesen unter anderem auf die Modernisierung des Feuerwehrhauses, den Hochwasserschutz, die Förderung der Vereinsarbeit, die Nahversorgung und den Breitbandausbau. Es gibt also viel zu tun, auch in kleineren Orten. Für den bisherigen Amtsinhaber, Heiko Lebherz, war Ratshausen ein gutes Pflaster. Zwölf Jahre führte er unaufgeregt die Geschäfte im Rathaus, ehe er im Oktober bei der Bürgermeisterwahl in Haigerloch antrat und gewann. Haigerloch ist deutlich größer, insofern darf sich Lebherz über einen Karrieresprung freuen. Für die Einwohner Ratshausen wäre es schön, würde es ihr neuer Bürgermeister Tommy Geiger ähnlich halten wie seine Amtsvorgänger, die vor ihren beruflichen Aufstiegen und ihren Wechseln auf bedeutendere Rathaus-Chefsessel in Ratshausen ihre Hausaufgaben gemacht haben und viele Jahre zum Gemeinwohl in ihrem Ort beigetragen haben. Tommy Geiger ist das zuzutrauen. Er gilt als bodenständig und ja: Er hat einen klaren Wahlauftrag.