Kloster Binsdorf
: Denkmalschutz – 150.000 Euro für neue Fenster

Ehemaliges Dominikanerinnenkloster in Geislingen-Binsdorf wird gefördert. Die Bearbeitung der Fenster sind ein weiterer Schritt zur Wiederherstellung des Bauwerks.
Von
red/dil
Geislingen-Binsdorf
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Kloster Binsdorf

Kloster Binsdorf

Isabel David
  • DSD fördert Fenster am ehemaligen Dominikanerinnenkloster in Binsdorf mit 150.000 Euro.
  • Die Arbeiten an den Fenstern gelten als nächster Schritt zur Wiederherstellung des Bauwerks.
  • Zuvor unterstützte die Stiftung Dach und Fassaden; Ausstattung aus der Barockzeit blieb erhalten.
  • Kloster entstand aus einer „Klause“, wurde 1806 aufgehoben und dient heute als Pfarrhaus.
  • Barocker Garten mit Wegen, Pavillon und Terrassenform ist weitgehend erhalten und besonders.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Für die Überarbeitung und Neuanfertigung der Fenster des ehemaligen Dominikanerinnenklosters in Binsdorf bei Geislingen stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank zahlreicher Spenden 150.000 Euro zur Verfügung. Die Stiftung hatte bereits vor einigen Jahren die Wiederherstellung des Dachs und der Fassaden unterstützt. Das ehemalige Dominikanerinnenkloster von Binsdorf besitzt mit seiner außergewöhnlich gut erhaltenen, qualitätvollen Ausstattung aus der Barockzeit überregionale Bedeutung, wie die Stiftung in ihrer Pressemitteilung schreibt.

Ehemals sogenannte „Klause“

Das Kloster, heute Pfarrhaus, befindet sich am östlichen Rand des Ortszentrums von Binsdorf. 1280 wurde in Binsdorf zunächst ein Beginenhaus gegründet, das man bis 1560 Klause nannte. 1312 unterstellten sich die Beginen dem Schutz des Dominikanerordens. Noch bis Ende desselben Jahrhunderts erbauten sie ein großes Haus, das 1686 stark verändert wurde. Der barocke Klostergarten östlich des Gebäudes wurde um die Mitte des 18. Jahrhunderts angelegt. 1806 wurde das Kloster aufgehoben, die Gebäude überließ man der Kirchenpflege als Pfarrhaus.

Der langgestreckte Klausurtrakt sitzt mit seiner Ostfront auf der ehemaligen Stadtmauer auf. Das 1686 über dem älteren Kern errichtete Gebäude besitzt noch umfangreiche barocke Ausstattungselemente wie den Stuck, Deckengemälde, Raumoberflächen, Türen und hölzerne Ausstattung, Steinfußböden und auch noch den barocken Dachstuhl. Im angrenzenden Garten sind die barocken Wegestrukturen, steinerne Gestaltungselemente sowie ein hölzerner Pavillon nachvollziehbar. Der barocke Klostergarten in Terrassenform ist gleichfalls noch weitgehend erhalten und gilt als eine Besonderheit in der Region.

Das ehemalige Kloster ist eines der heute über 440 Denkmale, die die DSD dank privater Spenden, ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel einer Lotterie allein in Baden-Württemberg fördern konnte.

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