Klangschalenabend in Dormettingen
: Wie Töne Körper und Seele berühren – ein Klangerlebnis

Zum Klangerlebnis mit Traumreise lud der Arbeitskreis Kultur und Freizeit Dormettingen ein. Die Teilnehmerinnen ließen sich auf die Schwingungen ein – und machten überraschende Erfahrungen.
Von
Jennifer Dillmann
Dormettingen
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Manuela Brudlo (links) und Heike Moosmann bieten neben Klangerlebnissen unter anderem auch QiGong-Kurse, Wellnessmassagen, Reha-Sport und Retreats an.

Manuela Brudlo (links) und Heike Moosmann bieten neben Klangerlebnissen unter anderem auch QiGong-Kurse, Wellnessmassagen, Reha-Sport und Retreats an.

Jennifer Dillmann
  • Klangschalenabend in Dormettingen: Teilnehmerinnen erleben intensive Klangerfahrungen.
  • Manuela Brudlo und Heike Moosmann leiteten das Event, begleitet von Inge Weckenmann.
  • Verschiedene Klangschalen erzeugten vielfältige Töne; persönliche Erlebnisse wurden geteilt.
  • Klangpraktikerinnen arbeiteten früher in der Automobilbranche, bieten jetzt Heilpraktiken an.
  • QiGong-Kurse, Wellnessmassagen, Krankheitsbegleitung im Angebot.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Kirche stellte dem Arbeitskreis Kultur und Freizeit ihren Raum im Pfarrhaus zur Verfügung. Beim Betreten dessen fiel der Blick sofort aufs Zentrum, wo sowohl verschiedene Lichtquellen als auch verschiedenste Klangschalen standen. Manche waren sehr groß und trugen goldene Verzierungen mit spirituellen Zeichen, andere wiederum waren sehr klein und kompakt. Die Yogamatte, eine Decke und ein Kissen unter den Arm geklemmt, durchforstete der Blick im nächsten Moment den Raum für den perfekten Liegeplatz. Man dürfe ruhig näher kommen und den Kopf zu den Klangschalen hinwenden, für ein besonders intensives Klangerlebnis, hieß es.

Wie ein sinkender Stein

„Klang bringt uns relativ schnell in einen tiefen Entspannungszustand, wie ein Stein, der in die Tiefe des Wassers sinkt“, veranschaulichte Manuela Brudlo. Gemeinsam mit Heike Moosmann war sie aus Villingendorf angereist, um das Klangerlebnis anzuleiten. Inge Weckenmann, Mitglied im Arbeitskreis, hatte an einer Klangsitzung teilgenommen und wollte dieses „schöne Erlebnis“ auch in Dormettingen ermöglichen.

Ob die Teilnehmerinnen bereits Erfahrung mit Klangschalen hatten? Tatsächlich hatten schon einige an Entspannungskursen teilgenommen oder hatten ein entsprechendes Exemplar zu Hause stehen. „Abends, wenn ich ins Bett geh, schlag ich erst mal auf die Schale“, so eine Teilnehmerin.

Klangerlebnis im Vordergrund

Auch wenn eine Traumreise verlesen wurde, stand das Klangerlebnis im Vordergrund. Und dann hieß es: Augen zu und loslassen. In die Welt der Klänge abtauchen. Sich nicht wehren, sondern es der Seele und dem Körper gönnen. Sich überraschen lassen. Denn die verschiedenen Klangschalen erweisen sich als äußerst vielschichtig. Manche Töne sind hell, manche wiederum sehr tief. Andere sind sehr einnehmend, fast so wuchtig wie der Schlag des Kirchturms, wieder andere geradezu zart, kaum merklich. Und im Zusammenspiel, Anstimmen und Verklingen halten die erklingenden Schalen einen vielschichtigen Erfahrungsschatz bereit, der auf jeden Menschen anders wirkt.

Klang erleben - mit dem ganzen Körper und nicht nur den Ohren.

Klang erleben – mit dem ganzen Körper und nicht nur den Ohren.

Jennifer Dillmann

Eine Teilnehmerin zeigte sich im Nachgang „mehr erfrischt als erwartet“. „Ich bin sehr überrascht, was so Töne mit einem machen können“, beschreibt eine andere und weiter: „Die hellen sind schöner. Bei den tieferen kommt manches hoch, was man nicht unbedingt möchte.“ Eine Frau sei nicht reingekommen, „ich musste zu viel denken“, während eine weitere durch und durch verblüfft war: „Ich finde es krass, wie viel Vibration in einem Raum sein kann. Ich fühle mich leer, so ausgeschwungen, aber positiv.“

Teilnehmerin: „Ich fühle mich leer“

Es zeigt sich eine reiche Bandbreite an unterschiedlichen Erfahrungen, eins haben jedoch alle gemeinsam: Keine blieb vom Klang unberührt. Um begreifbar zu machen, was den Frauen an diesem Abend widerfahren ist, hatten die Klangpraktikerinnen einen Luftballon dabei. Man hielt ihn in beiden Händen, eine Klangschale wurde angestimmt und ein Aha-Erlebnis stellte sich ein: Die Vibration, die der Luftballon intensiv veranschaulichen und spürbar machen konnte, war zuvor durch die Körper der Teilnehmerinnen geflossen. „So ein Klang kann Tür und Tor öffnen. Da kann einiges hochkommen. Manche Töne können aber auch schwer machen und die Luft rauben“, so Brudlo.

Danach war Zeit für Selbsterfahrung, denn: „So eine Schale kann auch nicht lügen. Verspannungen und Probleme werden bereits durch den Ton angezeigt, der in seiner Schwingung entsprechend variiert.“ Man konnte sich an verschiedenen Schalen ausprobieren, sie einfach nur auf die Handfläche stellen oder auf den Bauch oder die Brust und sie selbst anschlagen. Bei Klangmassagen werden beispielsweise sieben Schalen entsprechend der sieben Chakren eingesetzt. Wer etwa während der Periode Krämpfe durchleiden muss, kann sind eine Sakralschale zulegen. Das Chakra steht für Weiblichkeit, Kreativität und Sexualität.

Klang als „Zuckerle oben drauf“

Die Klangpraktikerinnen arbeiteten früher gemeinsam in der Automobilbranche, doch die eigene Lebensgeschichte hielt einen anderen Weg für sie bereit. Brudlo erlitt wegen ihrer Wechseljahre massive Schlafprobleme. Die Klangerlebnisse schafften Abhilfe. Gleichzeitig hatte ihre Mutter in der Zeit mit Nervenschmerzen zu kämpfen, war jedoch während einer Klangsitzung immer schmerzfrei. Auch Moosmann hatte körperliche und psychische Probleme und äußert: „QiGong hilft fühlen, der Klang ist das Zuckerle obendrauf.“

Die Klangschalenmediation kam in Dormettingen sehr gut an.

Die Klangschalenmediation kam in Dormettingen sehr gut an.

Jennifer Dillmann

Ein Anliegen der beiden ist es, ihre Erfahrung der Heilung zu teilen. Daher sind sie das ganze Jahr über unterwegs, um Gutes zu tun. Unter anderem wird QiGong im Grünen auf Spendenbasis angeboten. Aber sie begleiten auch kranke und sterbende Menschen kostenlos, um die Situation erträglicher zu machen. So durften sie etwa Moosmanns Tante begleiten, die an Krebs erkrankt war. Aufgrund des Leidens an ihrer Bauchspeicheldrüse fand sie unter anderem keine Ruhe wegen des röchelnden Atmens. Die Klangerlebnisse brachten ihr „eine unheimliche Erleichterung, nicht nur beim Atmen, sondern auch überzutreten“. Als besondere Ehre nahmen die engagierten Frauen die Gelegenheit an, die Klangschalen bei der Beerdigung zu spielen.

Zur Förderung des Wohlbefindens

Manuela Brudlo und Heike Moosmann bieten in Villingendorf verschiedene Praktiken an, um Körper, Geist und Seele sowohl Wellness als auch Entspannung zu ermöglichen. Zum Angebot gehören QiGong-Kurse, Wellnessmassagen, progressive Muskelentspannung, Reha-Sport, Klangsitzungen, Workshops, Retreats und Personal Training. Eine Krankheits- sowie Sterbebegleitung durch Klangschalen ist auf Anfrage auch möglich. Weitere Informationen zu Brudlo und Moosmann gibt es auf der jeweiligen Homepage.