Kinderpaten in Balingen
: Spielen, stärken, begleiten

In Balingen begleiten 20 Ehrenamtliche Kinder mit besonderem Unterstützungsbedarf. Durch regelmäßige Spielzeiten stärken sie Selbstvertrauen und soziale Fähigkeiten – ein Angebot mit wachsender Bedeutung.
Von
Sophie Holzäpfel
Balingen
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Kindergarten - Kindergärten - Kita - Kindertagesstätte - Betreuung von Kindern in den Einrichtungen - Debatte um sexualpädagogisches Konzept - Gewaltschutzkonzept - in Schwäbisch Hall - Symbolfoto Erziehung - Kinder spielen in einer Einrichtung der katholischen Kirche in Schwäbisch Hall (Kindergartne St. Johannes Baptist) in Steinbach.

Die Kinderpatenschaften sind ein Angebot mit ehrenamtlichen Mitarbeitern, um Kindern die Möglichkeit zu bieten, außerhalb ihrer Herkunftsfamilie positive Erfahrungen zu sammeln.

Thumilan Selvakumaran (Symbolbild)
  • In Balingen begleiten 20 Ehrenamtliche Kinder mit besonderem Unterstützungsbedarf.
  • Wöchentlich trifft ein Pate sein Kind für eine Stunde – Fokus auf Spiel ohne Leistungsdruck.
  • Ziel ist mehr Selbstvertrauen, soziale Stärke und besserer Umgang mit schwierigen Situationen.
  • Fachkräfte schulen und begleiten die Patinnen; rechtliche Absicherung ist vorhanden.
  • Spenden ermöglichen Projekte wie Bildungsteilhabe, Patenschaften und den KinderKleiderLaden.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Im Landkreis Balingen engagieren sich derzeit 20 Kinderpatinnen und Kinderpaten – und unterstützen ebenso viele Kinder. Einmal in der Woche verbringen sie eine Stunde mit „ihrem“ Kind beim gemeinsamen Spiel. Dabei verfolgen sie ein klares Ziel: Die Kinder sollen gestärkt werden, mehr Selbstvertrauen entwickeln und lernen, mit schwierigen Situationen besser umzugehen.

Dass dieses Konzept wirkungsvoll sei, zeigten die bisherigen Erfahrungen, sagt die Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin Margrit Weinmann-Mayer, die das Programm entwickelt hat. Doch wie kann Spielen solche Effekte haben? Antworten darauf geben die Fachkräfte des Kinderschutzbundes: die beiden Heilpädagoginnen Tanja Giese und Regine Wagner, die Sozialpädagogin Heinke Grieshaber sowie Weinmann-Mayer.

„Die Treffen zwischen Paten und Kindern sind weit mehr als bloßes Spielen“, sagt die Therapeutin. Zwar wirke es nach außen wie eine ganz normale Begegnung – doch bei genauerem Hinsehen zeigten sich entscheidende Unterschiede. „Das Spiel ist frei von Leistungsdruck, orientiert sich an den Stärken des Kindes und findet in einer wertschätzenden, geduldigen und verlässlichen Atmosphäre statt.“

Bildungsteilhabe und Patenschaften

Der Kinderschutzbund Balingen ist für seine Arbeit zur Unterstützung von Kindern und Familien im Zollernalbkreis auf Spenden angewiesen. Neben Geldspenden werden auch Sachspenden (gut erhaltene Kinderartikel) für den KinderKleiderLaden angenommen. Die Mittel fließen in Projekte wie Bildungsteilhabe, Kinder- und Familienpatenschaften und den KinderKleiderLaden. Mehr Informationen gibt es auf der Webseite.

Geschützter Raum für Kinder

So entstehe für die Kinder ein geschützter Raum – eine Art kleine Insel im oft herausfordernden Alltag. Hier können sie zur Ruhe kommen, Vertrauen aufbauen und sich emotional stabilisieren. Als „einen sicheren, emotional stabilisierenden Ort für Kinder, die in der Regel oft aus einem Alltag kommen, der sie wütend und aggressiv gemacht hat, der sie hat verstummen lassen oder sie über die Maßen schüchtern hat werden lassen“ beschreibt sie die Patenschaften.

Die Kinderpatinnen treffen Kinder, bei denen Eltern, Lehrkräfte oder Erzieherinnen einen besonderen Unterstützungsbedarf sehen. Im oft eng getakteten Schul- und Kindergartenalltag fehle es nicht selten an Zeit für genau diese individuelle Zuwendung. Damit die Patinnen ihre Aufgabe gut erfüllen können, werden sie umfassend geschult und kontinuierlich von Fachkräften begleitet. Auch rechtlich ist ihr Einsatz abgesichert.

Ein solches Angebot erfordert finanzielle Mittel, betont Weinmann-Mayer – und wirft die Frage auf, ob diese nicht breiter eingesetzt werden könnten. Die Verantwortlichen sind jedoch überzeugt: Die gezielte Unterstützung einzelner Kinder kann langfristig große Wirkung entfalten – für die Kinder selbst und für die Gemeinschaft.

Familie

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