Junge Bläserphilharmonie Zollernalb
: Standing Ovations beim Jubiläum – was geboten war

Ein halbes Jahrhundert bereits gibt es die Junge Bläserphilharmonie Zollernalb. Das wurde am vergangenen Samstagabend mit einem großen Konzert gefeiert.
Von
Sabine Stotz
Geislingen (Zollernalbkreis)
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Beim Stück „Hamburg“ spielte das Akkordeon eine wichtige Rolle.

Sabine Stotz
  • Die Junge Bläserphilharmonie Zollernalb feierte ihr 50-jähriges Jubiläum mit einem großen Konzert.
  • 63 aktuelle Mitglieder spielten unter Leitung von Jürgen Schnitzler Stücke wie „Funiculi – Funicula Rhapsody“.
  • Das Ehemaligen-Orchester unter Thomas Wunder begeisterte mit Stücken von Barnes und Aulio.
  • Beide Orchester musizierten gemeinsam unter Christoph Scheibling, u. a. „Hamburg – das Tor zur Welt“.
  • Tosender Applaus, zwei Zugaben und ein feierlicher Abschluss mit „Guten Abend, Gute Nacht“.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Junge Musikerinnen und Musiker im Alter von 14 bis 27 Jahren, die sich die sinfonische Blasmusik zum Hobby gemacht haben und auch die ehemaligen Philharmoniker begeisterten ihr Publikum in der Schlossparkhalle Geislingen.

Zur Eröffnung spielten zunächst die derzeitigen 63 Jungmusikerinnen und -musiker das Stück „Funiculi – Funicula Rhapsody“ von Luigi Denzo unter der Leitung von Dirigent Jürgen Schnitzler. Er ist bereits seit 2015 Leiter des Musikvereins Engstlatt und seit 2018 Kreisverbandsdirigent. Im Jahr 2022 übernahm er darüber hinaus die Leitung der Jungen Bläserphilharmonie Zollernalb.

Geschichte für alle erlebbar machen

Es folgte das Stück „Libertadores“ von Oscar Navarro, der darin musikalisch den Freiheitskampf vieler Völker Südamerikas umsetzt. „Nur Musik kann Geschichte und Geschichten für alle erlebbar machen“, erklärte Simone Wunder, die Leiterin der Musikschule Zollernalb. Sie hatte die Moderation des Abends übernommen. Die jungen Musikerinnen und Musiker setzten diese Idee hervorragend um und dem Publikum gefiel es: Unter tosendem Applaus zeigte es, wie gut die Darbietung gelungen war.

Nach einer Umbaupause gab es ein kleines Interview mit zwei Musikerinnen aus dem Ehemaligen-Orchester. Die Begeisterung für die Blasmusik hat bei Regine und Maria bis heute nicht nachgelassen. „Wir wollten mit einem riesigen Orchester spielen“, erklärte Regine. Beide hatten die Erfolge der vergangenen Jahre, wie der Sieg beim BW-Musix in Würzburg, als auch der VfB Deutscher Meister im Fußball wurde, noch sehr gut in Erinnerung.

Beide Orchester spielen zusammen

Unter der Leitung von Musikdirektor Thomas Wunder spielte das aus 51 Musikerinnen und Musikern bestehende Ehemaligen-Orchester die „Centennial Celebration Overture“ von James Barnes und „The last dream of the old oak“, also den vertonten letzten Traum der alten Eiche von Maxime Aulio. Mit sprühender Energie begeisterten die Ehemaligen das Publikum. Im dritten Teil des Konzertes wagten die beiden Orchester als ein riesengroßes Orchester unter der Leitung von Oberst Christoph Scheibling, Leiter des Militärmusikdienstes der Bundeswehr, das Zusammenspiel.

Nach dem Stück „Festival Bells“ von Thomas Doss spielten alle gemeinsam das Stück „Hamburg – das Tor zur Welt“ von Guido Rennert. „Es ist eine irre Herausforderung für das Orchester“, das sämtliche Musiker, sowohl die jetzigen als auch die Ehemaligen, hervorragend gemeistert hätten, lobte Scheibling. Im Stück wird die wechselvolle Geschichte der Stadt Hamburg musikalisch interpretiert. Von der Hanse im Mittelalter über die große Auswanderungswelle im 19. Jahrhundert und die Bombardierung der Stadt 1943 bis hin zu Helmut Schmidt und der Ankunft der „Queen Mary“ machte das Stück den Lauf der Hamburger Stadtgeschichte hörbar.

Passend zu Hamburg und dem Seemannsflair spielte Willi Sauter die entsprechenden Passagen auf dem Akkordeon gekonnt. Der Applaus wollte nach dieser gelungenen Darbietung nicht enden, so dass das große Orchester noch zwei weitere Zugaben spielte. Mit dem Stück „Guten Abend, Gute Nacht“ klang der Abend schließlich feierlich aus.