Jugendarbeit: Daniel Stamler ist Balingens neuer Streetworker

Daniel Stamler ist der neue Streetworker in Balingen.
Lea Irion- Daniel Stamler ist neuer Streetworker in Balingen und unterstützt seit dem 1. Mai 2025 Lena Mispelhorn.
- Stamler wohnt in Balingen, ist sportlich aktiv und liest gern.
- Er studierte Soziale Arbeit und sammelte vielfältige Erfahrungen in der Branche.
- Nach dem Weggang seines Vorgängers war die Stelle wichtig, um die Jugendarbeit wieder doppelt zu besetzen.
- Stamler möchte Jugendlichen durch seine Arbeit helfen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Daniel Stamler ist jemand, dem die Fürsorge für seine Mitmenschen in die Wiege gelegt wurde. „Ich nehme einfach gerne an Lebensgeschichten teil“, sagt der 39-Jährige, der in der Eyachstadt kein Unbekannter ist. In einem Teilort Balingens wohnt der neue Streetworker, hat dort viele Jahre freizeitlich gekickt und tut es noch immer. Verschrieben ist er aber dem Taekwondo, zweimal die Woche geht er ins Training, sucht dort seinen Ausgleich und liest im Feierabend auch gerne mal ein gutes Buch.
Seit dem 1. Mai 2025 bringt er diese Bodenständigkeit und Empathie nun hauptberuflich auf die Straße: Als neuer Streetworker ist Daniel Stamler in Balingen im Einsatz – für Jugendliche, junge Erwachsene und alle, die jemanden brauchen, der zuhört, hinschaut und einfach da ist. Im Jahr 2009 ging Stamler die ersten Schritte seines späteren Berufs: Er studierte Soziale Arbeit in Ludwigsburg und machte hinterher Halt in verschiedenen Bereichen der Branche.
Balingens Jugendarbeit ist wieder doppelt besetzt
Sei es die Schulsozialarbeit, die Arbeit in Wohngruppen, die Sozial- und Schuldnerberatung, zeitweise auch die Arbeit in einer Psychiatrie – es sind Erfahrungen, die Stamler fürs Leben blieben, und keine davon würde er missen wollen. „Mein Job ist einfach sehr abwechslungsreich. Ich schätze das sehr“, so der Sozialpädagoge. Für andere da sein – Daniel Stamler könnte sich keinen besseren Beruf vorstellen.
Insofern war die Stelle in Balingen eine willkommene Einladung für ihn, auch hinsichtlich seiner Verbundenheit zur Stadt und dem Landkreis. Und gleichzeitig war diese Besetzung aus städtischer Sicht dringend notwendig: Seit Oktober 2024 war Lena Mispelhorn – ihrerseits ebenso Streetworkerin in Balingen, zuletzt mit einem Stellenumfang von 50 Prozent – in der mobilen Jugendarbeit auf sich allein gestellt, nachdem ihr ehemaliger Kollege Gerhard Eppler überraschend den Posten geräumt hatte. Mit Eppler fiel damals eine 100-Prozent-Stelle weg, die ab Dezember 2024 nur provisorisch mit einem Werksstudenten aufgefüllt werden konnte – und zum 31. Januar 2025 ein jähes Ende fand. Nun aber ist diese sozialpädagogische Engstelle erstmal Geschichte: Balingens Jugendarbeit ist wieder doppelt besetzt. Stamlers Stelle umfasst 70 Prozent.
Ihm sei wichtig, dass Jugendliche durch die mobile Jugendarbeit „die Unterstützung bekommen, die sie sonst nirgends erfahren würden“. Und gleichzeitig, das betont Daniel Stamler immer wieder, will er nicht ins Eigenlob verfallen, wenn er über seine Arbeit spricht. „Ich bin nur ein Puzzlestück im Leben dieser jungen Menschen“, sagt er, „und wenn es ihnen durch meine Arbeit irgendwie besser geht, ist das alles, was ich erreichen will“.

