Gerolf Krückels in Rosenfeld investiert: Ein Kompass für den neuen Pfarrer

Gut besucht war der Gottesdienst bei der Einsetzung des neuen Pfarrers in Rosenfeld-Isingen.
Kirchengemeinde- Rosenfeld-Isingen begrüßte Pfarrer Gerolf Krückels mit einem festlichen Gottesdienst.
- Dekan Michael Schneider investierte ihn und gab ihm symbolisch einen Kompass.
- Krückels war 14 Jahre in Brasilien tätig und arbeitete zuletzt in Walddorf-Rohrdorf.
- Er predigte über Mut zum Glauben und stellte sich samt Ehefrau Christina vor.
- Grußworte betonten Zusammenarbeit; Krückels hilft auch als Klinikseelsorger in Balingen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Mit einem Gottesdienst hat die evangelische Verbundkirchengemeinde Rosenfeld-Isingen ihren neuen Pfarrer Gerolf Krückels begrüßt. Die Investitur, also die feierliche Verpflichtung, übernahm Dekan Michael Schneider aus Balingen. Der Posaunenchor Kleiner Heuberg mit dem Isinger Posaunenchor und Mechtild Bürger an der Orgel sorgten für Festtagsmusik.
Angelehnt an das Evangelium des Sonntags, in dem der Spruch „Lazarus, komm heraus“ steht, rief er dem neuen Pfarrer zu: „Gerolf, komm herauf… auf den Kleinen Heuberg – vom tiefen Schwarzwald“, was schon für die ersten Lacher sorgte. Ebenso wie die Aussage, dass große Freude im „Vorparadies Rosenfeld-Isingen“ herrsche. Unter der Leitung von Fritz Arnold sorgten Kirchen- und PopChor vereint für schöne Klänge mit dem Lied „Behutsam leise nimmst du fort“.
Bibel und Gebet statt Nord und Süd
In seiner Ansprache gab Dekan Schneider dem neuen Pfarrer einen Kompass mit. Statt der Himmelsrichtungen empfiehlt er die Bibel, das Gebet, Menschen und Hoffnung als Ausrichtung für das Leben. Dass Gerolf Krückels gerne Fahrrad fährt, hat sich spätestens seit dem ökumenischen Rad-Gottesdienst herumgesprochen. Daher ist ein Kompass ein passendes Utensil, heißt es in einer Pressemeldung der Kirchengemeinde.
Gerolf Krückels stellte sich kurz vor und teilte Auszüge aus seinem Leben und Wirken. Krückels erzählte von der Brasilienmission, die 1927 ihren ersten Missionar wie ein „Brot“ über das Wasser nach Brasilien sandte. Der Geistliche war selbst 14 Jahre in Brasilien und als „Brötchen“ genau dieser Mission zurückgekehrt und Pfarrer in Württemberg geworden. Mit Gerolf Krückels zog auch seine Frau Christina ins Rosenfelder Pfarrhaus ein. Die drei Kinder sind erwachsen und wohnen nicht in der Gegend.
Bei der Schriftlesung wirkte neben Dekan Schneider die Schuldekanin, Amrei Steinfort, mit. Bei der Verpflichtung gaben die Mitglieder des Verbundkirchengemeinderats, respektive das Besetzungsgremium, voller Freude ihr „Ja“ zu diesem neuen Pfarrer. Somit war die Investitur geschehen, und Pfarrer Krückels bestieg den, wie er sagte, in Rosenfeld besonders „schmalen Weg“ zur Kanzel hinauf. In seiner Predigt zum 2. Buch des Timotheus rief er dazu auf, sich für seinen Glauben nicht zu schämen, auch wenn manche Texte heute peinlich wirkten. Er machte Mut, sich für den Glauben einzusetzen und neugierig zu bleiben.
Ein Reigen an Grußworten
Nach dem Gottesdienst läutete die Combo die Grußworte ein mit dem Lied „Das Privileg zu sein“. Bürgermeister Thomas Miller eröffnete den Grußwortreigen kurz und bündig, er schloss seine kurze Ansprache mit den Worten: „…ich habe Lust – und Sie auch“.
Der Ortssprecher von Isingen, Ulrich Enslin, freute sich auf gute Zusammenarbeit und wies bei aller Freude auch auf die Herausforderung hin, die die leeren Kirchenbänke und das veränderte Vereinsverhalten mit sich bringen. Pfarrer Johannes Köhnlein schwärmte vom Waldabenteuer mit Gerolf Krückels und den Konfis und ist froh, dass er nun wieder einen Kollegen hat. Es folgte ein Grußwort des DRK-Ortsvereins-Chefs Siegfried Schüehle, was Gerolf Krückels erfreut haben dürfte, war er doch zuvor lange in der Notfallseelsorge tätig und hilft jetzt mit 25 Prozent als Klinikseelsorger im Zollernalb-Klinikum Balingen mit.
Das Schiff hat wieder einen Kapitän
Ulrike Wößner, die Vorsitzende des Verbundkirchengemeinderats, nahm anschließend in ihrer Ansprache das Bild des Gemeindeschiffs auf, mit Gott als Kapitän und einer guten Crew aus Haupt- und Ehrenamtlichen in der Gemeinde. Sie brachte ihre Freude darüber, dass die Mannschaft komplett ist, zum Ausdruck.
Nach dem letzten Lied „Symbolum“ waren alle Gottesdienstbesucher zu einem Stehempfang in und ums Gemeindehaus eingeladen. So kamen ehemalige Gemeindeglieder aus Walddorf-Rohrdorf, wo Pfarrer Krückels zuletzt im Einsatz war, mit den Gemeindegliedern des Kleinen Heubergs ins Gespräch.
