Fasnets-Fazit im Zollernalbkreis: Polizei kassiert Führerscheine von Betrunkenen

Insgesamt positives Fazit: Das Polizeipräsidium Reutlingen hat in der Fasnetszeit wieder verstärkt Präsenz gezeigt. Was betrunkene Fahrer nun alles erwartet.
© andre/adobe.stock.comDie Faschingsbilanz des Polizeipräsidiums Reutlingen fällt überwiegend positiv aus. Wie die Pressestelle berichtet, hat die Polizei in der Fasnetszeit und insbesondere am Wochenende vor Faschingsdienstag, bei den Veranstaltungen wieder verstärkt Präsenz gezeigt. Die überwiegende Mehrzahl der teils gut besuchten Faschingsveranstaltungen im Zollernalbkreis und auf den Heuberggemeinden im Kreis Sigmaringen verlief friedlich.
Allerdings war aufgrund des erheblichen Alkoholkonsums und damit teilweise einhergehender Aggressivität durchaus immer wieder ein Einschreiten der Einsatzkräfte erforderlich. Vereinzelt mussten betrunkene Streithähne oder Randalierer in Gewahrsam genommen werden. Auch wegen einzelner Schlägereien, anderer Körperverletzungsdelikte, oder sonstigen veranstaltungstypischen Straftaten mussten die Beamtinnen und Beamten einschreiten. Jedoch gab es nach derzeitigem Kenntnisstand keine gravierenden Verletzungen zu beklagen.
Ermittlung wegen Tötungsdelikts
Dagegen erlitt am 11. Februar in Neuhausen a. d. Fildern ein 37-Jähriger bei einer Auseinandersetzung potenziell lebensgefährliche Gesichtsverletzungen, weshalb im Zuge der kriminalpolizeilichen Ermittlungen gegen mehrere Verdächtige sogar das Vorliegen eines versuchten Tötungsdelikts geprüft wird.
Bei den angekündigten, vermehrten Verkehrskontrollen im Umfeld der verschiedenen Veranstaltungen und bei der Aufnahme von Verkehrsunfällen wurden allein zwischen dem Schmotzigen Donnerstag und Faschingsdienstag im Bereich des Polizeipräsidiums Reutlingen 33 Verkehrsteilnehmer angetroffen, die alkoholisiert hinter dem Steuer saßen. Allein acht waren es im Zollernalbkreis.
Mehrwöchige Fahrverbote ausgesprochen
Wegen Fahrens unter Alkoholeinfluss wurden gegen zehn Fahrer Bußgeldverfahren eingeleitet. Sie müssen zudem mit einem mehrwöchigen Fahrverbot rechnen. 15 Verkehrsteilnehmer standen so stark unter Alkoholeinfluss, dass sie wegen Trunkenheitsfahrt bei der jeweiligen Staatsanwaltschaft zur Anzeige gebracht werden müssen. In diesen Fällen sowie von weiteren acht Fahrern, die alkoholisiert einen Unfall verursacht hatten, wurden die Führerscheine an Ort und Stelle einbehalten.
Wie bereits berichtet, waren am Samstag, 10. Februar, in Geislingen sechs Polizeieinsätze wegen Körperverletzungsdelikten und Streitigkeiten verzeichnet worden. Und es gab einen Einsatz in der Nacht von Donnerstag auf Freitag, als ebenfalls in Geislingen Polizeibeamte angegriffen wurden, als sie einen Streit schlichten wollten.

