Ehrungen des DRK: Hoher Einsatz für die Gesellschaft
Seit mehreren Jahrzehnten folgen die Geehrten dem Auftrag des Gründers des Roten Kreuzes, Henry Dunant. Dieser lautet: „Helfen, ohne zu fragen wem!“ Das heißt: Angehörige des DRK fragen nicht, wo ein Mensch herkommt – sie helfen nach dem Maß der Not. Wesentliche Träger dieser großartigen Idee sind die ehrenamtlichen Helfer des DRK.
Einsatz in unterschiedlichen Bereichen
Die Rotkreuz-Lebensläufe der Geehrten zeigen, wie unterschiedlich ehrenamtliches Engagement im DRK aussehen kann: Während die einen im Sanitätsdienst Kranke oder Verunglückte versorgen, engagieren sich die anderen zum Beispiel in der Bergwacht, bei der Rettungshundestaffel, in der Notfallnachsorge oder bei der Organisation und Durchführung von Blutspenden. Wiederum andere übernehmen Aufgaben des Suchdienstes oder blicken auf Katastrophenschutz-Einsätze zurück. Nicht wenige engagieren sich gleich in mehreren Bereichen.
Alles das würdigte die stellvertretende Kreisverbandsvorsitzende und Ehrenkreisbereitschaftsleiterin Helga Krajka in ihrer kürzlich gehaltenen Laudatio im DRK-Forum Balingen, wo für die Geehrten ein festliches Abendessen stattfand. Zuvor hatte Krajka die Grüße des obersten Chefs, Heiko Lebherz, übermittelt. Krajkas besonderer Willkommensgruß galt den vielen Ehrengästen, wie den Präsidiumsmitgliedern Dagmar Spengler-Maute und Harald Schwabenthan, der Kreisbereitschaftsleiterin Heike Rau mit ihrem Stellvertreter Sven Neher, dem Kreisgeschäftsführer René Mey, dessen Stellvertreter Michael Graf, den Fachbereichsleitern Dieter Fecker und Tomislav Galic sowie dem Ehrenkreisbereitschaftsleiter Robert Licht und Christiane Teller als ehemaliges Präsidiumsmitglied.
Insgesamt über 2300 Ehrenamtliche
Von den insgesamt 49 zu Ehrenden war über die Hälfte anwesend. „Was mich an ihnen beeindruckt, ist die Treue und Loyalität zum Roten Kreuz. Sie sind ein Vorbild für alle“, sagte Krajka. Egal ob haupt- oder ehrenamtlich: Alle tragen dazu bei, dass der Kreisverband mit seinen 24 Ortsvereinen und der Bergwacht Zollernalb „breitgefächert dasteht.“ Aktuell opfern mehr als 2300 Ehrenamtliche einen Großteil ihrer Freizeit für den Dienst am Nächsten.
Hauptberuflich tätig sind im Kreisverband Zollernalb rund 200 Personen. Ehrenamtliches Engagement sei, so Krajka weiter, eine unverzichtbare Stütze in der Gesellschaft. „Mit ihrem Einsatz haben sie zum gesellschaftlichen Zusammenhalt beigetragen.“ Gemeinsam hätten die Geehrten „viele Jahrhunderte“ DRK-Arbeit geleistet. Auszeichnungen für 50 Jahre und mehr treue Dienste waren keine Seltenheit. Severin Ritter aus Rangendingen, der dem DRK-Ortsverein Hechingen angehört, brachte es auf sensationelle 65 Jahre. Schon als 16-Jähriger trat er dem DRK bei. Die „Kleine Glasskulptur“, die höchste Auszeichnung des DRK-Kreisverbandes Zollernalb für besondere Verdienste, konnte an diesem Abend fünf Rotkreuzlern verliehen werden.
Gutes Personal unabdingbar
Helga Krajka betonte, dass die Anforderungen im Alltag nicht weniger werden. „Gutes Personal ist unabdingbar“, meinte sie. Daher gelte ein besonderes Augenmerk der Aus- und Weiterbildung. Für die Nachwuchsgewinnung sei das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) ein wichtiger Bestandteil der Personalarbeit. Dass sich ein FSJ beim DRK Zollernalb lohnt, machte Hannah Fischer in ihrem Videoclip deutlich. Auch wenn die Vergütung in einem FSJ spärlich ausfällt, so überwiegen die Vorteile. „Das FSJ beim DRK hat mich menschlich weitergebracht und ich konnte dadurch der Gesellschaft etwas zurückgeben“, sagte die junge Grosselfingerin in dem interessanten Filmbeitrag.
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Jahrzehntelang treu im Dienst für das DRK - die Geehrten im Überblick
Hauptamtlich Tätige: Frank Kleinmann (25 Jahre); Hans-Jürgen Schneider (25).
Ehrenamtlich Tätige:
Ortsverein Balingen: Christine Danisz (25 Jahre); Anita Luise Stehle (25); Daniela Vogel (25); Dieter Wagner (25); Arne Jessen (25); Maria Kleinmann (55); Horst Widmann (60).
Bisingen: Kurt Beck (55).Ringingen: Rainer Maier (25); Matthias Ott (25); Hannelore Schober (40); Marianne Marek (55); Reinhard Skodowski (60); Barbara Steinhart (60).
Geislingen: Stefan Müller (25); Christian Schluck (25).
Haigerloch: Theodor Klingler (60); Lilo Beck (60).
Harthausen: Karl-Heinz Sauter (50); Siegfried Keinath (50).
Hechingen: Michel Heine (55); Severin-Franz Ritter (65).
Laufen-Lautlingen: Sven Kübler (25); Andreas Walz-Stauer (40); Harald Bitzer (40).
Meßstetten: Tatjana Pflieger (25); Anna-Maria Horn (50); Lore Pauline Ast (55).
Nusplingen: Pius Horn (40); Konrad Kleiner (50).
Obernheim-Oberdigisheim: Achim Paul Wäschle (25).
Onstmettingen: Gudrun Schulz (40); Karin Werner (40).
Straßberg: Carina Uhrig (25); Gerhard Otto Neuburger (25); Horst Richter (40).
Tailfingen: René Bohnenberger (25); Hermann Steinhart (40); Hans Peter Renz (60).
Weilstetten-Frommern: Heike Rau (25); Karin Stotz (40); Hans Uhl (55).
Eine Ehrung mit der „Kleinen Glasskulptur“ für „Besondere Verdienste“ – dies ist die höchste Auszeichnung, die der DRK-Kreisverband Zollernalb zu vergeben hat – erhielten:
Wolfgang Lohner, Jens Stingel, Claudia Springer (alle Balingen), Tobias Kopf (Hechingen) und Claus Teller (Haigerloch).
Die Ehrungen führte Helga Krajka, stellvertretende Kreisverbandsvorsitzende und Ehrenkreisbereitschaftsleiterin, im DRK-Forum Balingen durch.


