DLRG Zollernalbkreis
: Auf diese Lebensretter kann man sich verlassen

Im Vorjahr gab es etwa zwei Rettungseinsätze an den Stauseen Schömberg und Unterdigisheim. Die DLRG ehrt Mitglieder und stellt die neu gegründete Wasserrettungsgruppe vor.
Von
Dennis Breisinger
Zollernalbkreis
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Die geehrten Lebensretter

Die DLRG ehrte Mitglieder, die im vergangenen Jahr Menschen nach Badeunfällen gerettet haben.

Dennis Breisinger
  • DLRG Zollernalbkreis ehrte Lebensretter für Einsätze an den Stauseen Schömberg und Unterdigisheim.
  • Neues Wasserrettungsboot „Manne“ getauft und Wasserrettungsgruppe Zollernalb offiziell vorgestellt.
  • 2024 retteten Teams eine Frau erfolgreich, eine 85-Jährige starb trotz Reanimation.
  • WRG Zollernalb besteht seit 2022, umfasst 30 Einsatzkräfte für Bevölkerungsschutz und Zivilschutz.
  • Gruppenleitung: Hechingen (Tanja Böhmler), Balingen (Markus Maucher), Meßstetten (Detlef Wisotzki).

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Zur Ehrung von Lebensrettern bei zwei Badeunfällen im Vorjahr an den Stauseen von Schömberg und Unterdigisheim, zur Taufe des Inflatable Rescue Boats (IRB) durch die Schömberger Bürgermeistergattin Nadja Sprenger und zur Segnung des Vehikels durch den Diakon Oliver Pfaff sowie zur offiziellen Inbetriebnahme der Wasserrettungsgruppe Zollernalb (WRG) luden der Bezirks- und Landesverband der DLRG am Samstag am Schömberger Stausee ein.

Am 10. August 2024 retteten Laura Berger, Markus Deigendesch, Emil Deigendesch, Michaela Götz und Paula Weissenegger eine Frau aus dem Schömberger Stausee, nachdem diese einen Badeunfall erlitten hatte. Die Mitglieder der Schömberger DLRG wurden vom Bezirksvorsitzenden Zollernalb Frank Weber mit Urkunde und Medaille geehrt.

Wichtige Rolle im Zivilschutz

Nicht so glimpflich ging ein Tag später ein Badeunfall einer 85-jährigen Frau am Unterdigisheimer Stausee aus. Nach einer zwischenzeitlichen erfolgreichen Reanimation verstarb die Frau kurze Zeit später. „Die Person wurde lebendig dem Rettungsdienst übergeben und von daher lag nach der Definition eine erfolgreiche Lebensrettung vor“, erläuterte Weber, der deshalb die beteiligten DLRG-Mitglieder Finn Bilger, Michel Seehausen und in Abwesenheit Nina Zirkel auszeichnete.

Vom Tübinger Regierungspräsidenten Klaus Tappeser und dem Präsidenten des DLRG-Landesverbands Württemberg Armin Flohr wurde der Reutlinger Tillmann Steibli für seinen Einsatz beim Unwetter im bayerischen Pfaffenhofen an der Ilm im Juli 2024 ausgezeichnet. „Die DLRG gibt überall ein super Bild ab und ist ganz wichtig beim Bevölkerungsschutz. Es ist einfach beruhigend zu wissen, dass man sich jederzeit auf sie verlassen kann“, meinte Tappeser.

Das neue 30 PS starke IRB wurde auf den Namen „Manne“ getauft, in Anlehnung an den langjährigen DLRG-Ausbilder Manfred Henssler. „Vielen Dank für Ihren Dienst. Möge diese Segnung stets ein Zeichen der Hilfe und des Schutzes sein für alle, die in Not geraten sind“, so Diakon Pfaff.

„Bis 2022 hatten wir nichts“

„Die WRG Zollernalb hat bereits die ersten Einsätze hinter sich, aber mit dieser offiziellen Vorstellung möchten wir zeigen, was wir haben, was wir können und wie wir aufgestellt sind“, erörterte Frank Weber. „Bis 2022 hatten wir in dem Bereich der Wasserrettung im Zollernalbkreis nichts. Mit sehr großer Unterstützung des Landratsamtes und der Reutlinger Kollegen haben wir die WRG Zollernalb auf die Beine gestellt“, meinte Weber. „Wir brauchen einen starken Bevölkerungsschutz und sollte es zum Verteidigungsfall kommen, leisten wir auch einen wichtigen Anteil am Zivilschutz“, sagte Armin Flohr. Er verwies auch auf die zunehmenden Unwetterereignisse in der Region, wie etwa das Hochwasser im Killertal 2008.

Aufgeteilt ist die WRG Zollernalb in drei Bereiche. Das Gebiet rund um Hechingen wird von Tanja Böhmler geleitet, rund um Balingen von Markus Maucher und rund um Meßstetten von Detlef Wisotzki. „Insgesamt verfügen wir über zirka 30 fertig ausgebildete Einsatzkräfte, zu denen unter anderem Rettungskräfte, Wasser- und Strömungsretter und Rettungskräfte gehören“, erklärte Maucher.