Bauhandwerk: Jona Kärcher auf dem Weg zum Landeswettbewerb

Bauunternehmer Alexander Rupp (r.) ist stolz auf seinen Mitarbeiter Jona Kärcher. Der 23-Jährige avancierte bei der Gesellenprüfung zum Innungs- und dann zum Kammersieger im Bauhandwerk. Vor allem freut Rupp jdeoch, dass der Ofterdinger auf Weiteres als Truppführer in seinem Betrieb bleiben will.
Matthias Badura- Jona Kärcher ist Innungs- und Kammersieger im Maurerhandwerk der Kammer Reutlingen.
- Der 23-Jährige lernte bei der Firma Rupp in Burladingen-Ringingen und bleibt dort Truppführer.
- Die Kammerprüfung: Mauerwerk im Blockverbund mit Rollschicht und Rundbogen – die Jury war überzeugt.
- Am 2. Oktober tritt er beim Landeswettbewerb gegen die Besten aus Baden-Württemberg an.
- Rupp beschäftigt drei Lehrlinge und nimmt weiterhin Bewerbungen an.
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Jona Kärcher malte schon im Kindergarten am liebsten Radlader und Bagger. Die Erzieherin tadelte daraufhin seine Mutter: ob für sie eine Zukunft ihres Sohnes als Bauarbeiter erstrebenswert sei? Heute weiß der frisch gebackene Innungs- und Kammersieger nicht, ob er über die Bemerkung lächeln oder verständnislos den Kopf schütteln soll.
Für den Ofterdinger war immer klar, dass er ins Bauhandwerk einsteigen will. Zunächst machte er jedoch das Abitur, diente anschließend zwei Jahre beim Bund, bevor er sich für die Ringinger Baufirma Rupp als Ausbildungsbetrieb entschied. Warum Rupp? „Das Geschäft ist nicht zu groß und nicht zu klein. Man ist nicht bloß eine Nummer unter vielen, aber es gibt immer wieder interessante Bauwerke und nicht nur Einfamilienhäuser, die man zu bauen hat.“
Verkürzte Lehrzeit
Weil er das Abitur in der Tasche hatte, verkürzte sich seine Lehrzeit auf zwei Jahre. Beendet hat er sie mit Bravour als einer von sechs Innungssiegern der Handwerkskammer Reutlingen. Auf der Ebene der Kammer ließ er die fünf Konkurrenten beim Wettbewerb in Sigmaringen vollends hinter sich und avancierte zum Kammersieger. Die Aufgabe, die er zu absolvieren hatte, lautete: „Ein Mauerwerk in Blockverbund mit Rollschicht und Rundbogen erstellen.“ Die Jury war beeindruckt!
Am 9. Oktober hat Jona Kärcher die Chance, zum Landessieger aufzusteigen. Dann tritt er gegen die sieben Besten der acht Handwerkskammern Baden-Württembergs an.
Der Chef ist stolz auf seinen Mitarbeiter
Wie es auch ausgehen mag, sein Chef Alexander Rupp ist heute schon stolz auf den Gesellen. Und ein wenig auch auf seinen Ausbildungsbetrieb – außerdem darauf, dass Jona Kärcher auf Weiteres im Betrieb bleiben wird. „Ich will erst mal was schaffen, Erfahrung sammeln, bevor ich später auf die Meisterschule gehe“, erklärt Kärcher, der schon heute bei Rupps eigenverantwortlich einen Bautrupp leitet.
Er freut sich auf die kommenden Jahre. Mit dem Bauberuf hat er sich seinen Kindheitstraum erfüllt. „Man ist draußen, es stellen sich immer neue Aufgaben, man trägt Verantwortung und braucht den Kopf bei der Arbeit.“ Der 23-Jährige kann das Bauhandwerk nur empfehlen. „Es ist der schönste Job der Welt.“
Bewerbungen willkommen
Die Firma Rupp beschäftigt derzeit drei Lehrlinge, davon eine junge Frau. Jahrelang suchte man händeringend nach Mitarbeitern und Auszubildenden. Was die Lehrlingssituation angeht, habe sich die Lage etwas gebessert, sagt Alexander Rupp. Er nimmt jedoch jederzeit und weiterhin Bewerbungen entgegen.
Jetzt allerdings drücken er und die Mitarbeiter ihrem Kollegen Jona Kärcher erst einmal die Daumen für den Landeswettbewerb am 2. Oktober.
