Balinger Tafel: Der neue Marktleiter ist da – dieser Kommunalpolitiker übernimmt jetzt

Von links nach rechts: Peter Blechmann, Nathalie Hahn, Erwin Feucht, Lina Notter.
Privat- Trägerwechsel: Seit Beginn des Jahres führt „Domiziel Sozialkaufhaus Zollernalb“ die Tafel.
- Neuer Marktleiter: Erwin Feucht übernimmt die Balinger Tafel in der Olgastraße 8–10.
- Rund 50 Ehrenamtliche tragen den Betrieb; klare Strukturen und Verlässlichkeit im Fokus.
- Spenden: Geldspenden künftig an den Förderverein Balinger Tafel e.V. (foev-tafel.de).
- Geplant: Abläufe optimieren, Standards sichern, Spendernetzwerke stärken; langfristige Stabilität.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Seit Beginn des Jahres liegt die Trägerschaft beim Domiziel: Die Marktleitung übernimmt nun Erwin Feucht. Für viele Menschen in Balingen ist die Tafel ein unverzichtbarer Bestandteil der sozialen Infrastruktur. Sie steht für konkrete Hilfe, Verlässlichkeit und gelebte Solidarität. „Ich kenne unsere Stadt und viele der Menschen hier seit Jahren. Gerade deshalb ist mir diese Aufgabe nicht nur organisatorisch wichtig, sondern auch persönlich“, sagt Feucht. „Die Tafel ist ein Stück soziale
Verantwortung für Balingen – und dieser Verantwortung stelle ich mich mit voller Überzeugung.“
Teil einer bundesweiten Bewegung
Die Balinger Tafel ist Teil einer starken Gemeinschaft: Mehr als 970 Tafeln verfolgen in Deutschland eine gemeinsame Mission – Lebensmittel retten und armutsbetroffenen Menschen helfen. Die Tafeln retten Lebensmittel, die im Handel nicht mehr verkauft werden können, und geben sie an Menschen weiter, die sich eine ausgewogene Ernährung oft nicht leisten können.
Mit rund 77.000 Helferinnen und Helfern zählen die Tafeln zu den größten sozial-ökologischen Bewegungen in Deutschland. Pro Jahr werden rund 265.000 Tonnen Lebensmittel gerettet und an etwa 1,5 Millionen Menschen weitergegeben. Organisiert sind die Tafeln im Dachverband Tafel Deutschland. „Wir sind hier in Balingen Teil dieser großen Bewegung – aber unsere Verantwortung beginnt direkt vor der eigenen Haustür“, so Feucht.
Klare Struktur – starke Ehrenamtliche
Rund 50 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer tragen die tägliche Arbeit der Balinger Tafel. Ihnen gilt besonderer Dank, insbesondere für ihren Einsatz in der Phase ohne feste Leitung, so der neue Marktleiter. „Das Ehrenamt ist das Herz der Tafel. Meine Aufgabe ist es, diesem Engagement klare Strukturen, Verlässlichkeit und organisatorische Sicherheit zu geben.“ Der Standort in der Olgastraße 8–10 bleibt unverändert bestehen.
Unterstützung willkommen
Die Tafeln leben vom Engagement der Gesellschaft. Wer die Balinger Tafel unterstützen möchte, kann dies mit Zeit, Lebensmitteln oder Geld tun – jede Hilfe ist wertvoll. Durch den Trägerwechsel sind Geldspenden künftig ausschließlich an den Förderverein Balinger Tafel e.V. zu richten. Die Bankverbindungen finden Sie unter: https://www.foev-tafel.de.
Für Kundinnen und Kunden ändert sich lediglich die organisatorische Zuständigkeit bei der Vergabe der Tafelausweise. Der dreiköpfige Vorstand des „Domiziel Sozialkaufhaus Zollernalb“ – Nathalie Hahn, Peter Blechmann und Lina Notter – sieht im Neustart eine wichtige Weichenstellung. Peter Blechmann betont: „Mit der hauptamtlichen Marktleitung schaffen wir die notwendige Professionalität, um die Tafel langfristig stabil zu führen.“ Nathalie Hahn erklärt: „Der Trägerwechsel
ermöglicht klare Entscheidungswege und stärkt die organisatorische Basis.“ Lina Notter ergänzt: „Uns ist wichtig, dass bei aller strukturellen Weiterentwicklung der menschliche Gedanke im Mittelpunkt bleibt. Die Tafel ist und bleibt ein Ort der Solidarität.“
Was für 2026 geplant ist
In den kommenden Monaten stehen Stabilisierung und Weiterentwicklung im Mittelpunkt. Geplant
sind unter anderem die Optimierung der Abläufe, die Sicherstellung hygienischer und rechtlicher Standards sowie die Stärkung der Spender- und Partnernetzwerke.
Langfristig verfolgt die Marktleitung nach eigenen Angaben das Ziel einer möglichst wirtschaftlich stabilen und verantwortungsvollen Führung. „Die Tafel ist kein abstraktes Projekt“, sagt Erwin Feucht. „Sie ist Ausdruck dessen, wie wir als Stadt füreinander einstehen.“ Mit klarer Struktur,
starkem Ehrenamt und enger Zusammenarbeit mit dem neuen Träger blickt die
Balinger Tafel damit in eine stabile und zukunftsorientierte Zukunft.