AKE Knebel ist Top-Innovator: Innovation made in Balingen: Auszeichnung für AKE Knebel

Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar (Mitte) verleiht das „TOP 100-Siegel“ an Matthias Seemann (Leiter Marketing & Produktmanagement) und Alexander Knebel (Geschäftsführender Gesellschafter) von der AKE Knebel GmbH & Co. KG.
KATRIN SPANNBLOECHLBalinger Unternehmen machen mit Spitzenleistungen von sich reden. Nach dem Mittelstandspreis für #imländle erhielt nun auch die AKE Knebel GmbH & Co. KG eine Auszeichnung. Auf dem Deutschen Mittelstands-Summit in Weimar gratulierte Ranga Yogeshwar zum „TOP 100-Siegel“ – dem Wirtschafts-Preis für die innovativsten Mittelständler Deutschlands.
Zusammen mit Christian Wulff begleitet der Wissenschaftsjournalist den Innovationswettbewerb, der 1993 von der compamedia ins Leben gerufen wurde, als Mentor.
Top-Innovator
Was zeichnet Unternehmen, die das „Top 100-Siegel“ erhalten, aus? Erste Anhaltspunkte, ob sie das Zeug zum Top-Innovator haben, gibt der „Innocheck“, bei dem es unter anderem Fragen nach dem Anteil innovativer Produkte/Dienstleistungen am Umsatz oder nach der Förderung innovativer Aktivitäten der Mitarbeiter zu beantworten gilt.
Im Wettbewerb werden die Top-Innovatoren, zu denen nunmehr auch AKE Knebel zählt, durch ein unabhängiges, wissenschaftliches Benchmarking ermittelt.
In welchen Kategorien konnte das Balinger Unternehmen im wissenschaftlichen Auswahlverfahren in der Größenklasse C (über 200 Mitarbeiter) ganz besonders überzeugen? Vor allem in der Kategorie „Innovationsförderndes Top-Management.“
International erfolgreich
Das anlässlich der Auszeichnung veröffentlichte „TOP 100“-Unternehmensporträt gewährt einen informativen Einblick in die Unternehmensphilosophie. „Außerhalb gewohnter Bahnen denken, neuen Ideen Raum geben – damit ist der Werkzeugspezialist AKE Knebel seit 64 Jahren erfolgreich“, heißt es darin. Und weiter: „Alexander Knebel, Geschäftsführer in zweiter Generation des Familienbetriebs, ist es wichtig, die Ideen seiner Mitarbeiter zu hören und ihnen für deren Entwicklung genügend Zeit einzuräumen. So konnte sich der mittelständische Sägeblatt- und Fräswerkzeughersteller auch international behaupten.“
Als erfolgreiches Beispiel für das Denken „outside the box“ wird beispielhaft das Sägeblatt „SuperSilent“ genannt, das beim Sägen um rund 75 Prozent leiser ist als herkömmliche Blätter.
„Alexander Knebel kam dabei auf eine völlig neue Idee: Abweichend von der Lehrmeinung ließ er zwischen den Sägezähnen keinen Raum zum Abführen der entstehenden Sägestäube, sondern designte stattdessen den Randbereich des Sägeblatts dünner. So können die Holzstäube in diesem Chip-Belt abgeleitet werden, anstatt über die Zahnzwischenräume. Zudem reduziert das neue Design die Verletzungsgefahr. Dieses Prinzip wurde mittlerweile auch auf Fräswerkzeuge adaptiert.“
Regelmäßig tauscht sich der Geschäftsführer mit Universitäten und Verbänden aus, um frische Trends mitzubekommen oder neue Materialien und Verfahren kennenzulernen. Unterstützt wird er dabei von der vierköpfigen Abteilung „Innovation und Qualität“ sowie von der Fachabteilung „Anwendungstechnik.“
Offen für Ideen der Mitarbeiter
Eine große Rolle spielen im Prozess außerdem das Wissen und die langjährige Erfahrung der Mitarbeiter, auf die sich das Top-Management stets verlässt. „Verbesserungen im Mikrometerbereich können bei uns etwa einen enormen Leistungsboost bringen“, verdeutlicht Alexander Knebel und ergänzt: „Im Fertigungsprozess gehen wir völlig neue Wege.“
Dies überzeugte am Ende auch die Jury, die die Innovationsleistung der AKE Knebel GmbH & Co. KG mit dem „TOP 100-Siegel“ würdigte.
"TOP 100" - mehr Informationen zum Wettbewerb
Seit 1993 vergibt compamedia das „TOP 100-Siegel“ für besondere Innovationskraft und überdurchschnittliche Innovationserfolge an mittelständische Unternehmen. Die wissenschaftliche Leitung liegt seit 2002 in den Händen von Prof. Dr. Nikolaus Franke. Franke ist Gründer und Vorstand des Instituts für Entrepreneurship und Innovation der Wirtschaftsuniversität Wien. Mentor von „TOP 100“ ist der Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar. Projektpartner sind die Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung und der BVMW. In der aktuellen Runde hatten sich insgesamt 388 Unternehmen beworben. Mehr Informationen zum Wettbewerb und zu den Preisträgern gibt es im Internet unter www.top100.de.