Abschluss an der Philipp-Matthäus-Hahn-Schule
: Lukas Miller sticht mit 1,0 hervor

Die Philipp-Matthäus-Hahn-Schule Balingen verabschiedet ihre Fachschüler für Technik – traditionell mit der Präsentation der Technikerarbeiten und einer Hockete. Insgesamt gab es 22 Belobigungen und sieben Preise
Von
red
Balingen
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„Erfahrungen, neue Fähigkeiten, Selbstvertrauen“: Die staatlich geprüften Techniker und Technikerinnen der Fachschule für Technik Balingen verabschieden sich. (3. von links: der stellvertretende PMH-Schulleiter Heiko Käppel).

„Erfahrungen, neue Fähigkeiten, Selbstvertrauen“: Die staatlich geprüften Techniker und Technikerinnen der Fachschule für Technik Balingen verabschieden sich. (3. von links: der stellvertretende PMH-Schulleiter Heiko Käppel).

Philipp-Matthäus-Hahn-Schule
  • Philipp-Matthäus-Hahn-Schule Balingen verabschiedete Fachschüler der Technik mit Präsentationen.
  • 69 Prüflinge erhielten Abschlusszeugnisse, Klassenschnitte lagen bei 2,0 und 2,1.
  • Bestes Ergebnis: Lukas Miller in Maschinentechnik mit 1,0 – insgesamt 22 Belobigungen, 7 Preise.
  • Projekte reichten von Lasergravur über Ressourceneinsparung bis zu KI-gestützter Kalkulation.
  • Heiko Käppel betonte Weiterbildung als Schlüssel in Zeiten rascher technologischer Veränderungen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

An der Fachschule für Technik haben 69 Prüflinge ihre Abschlusszeugnisse erhalten. Dabei erzielten die Klassen der Fachrichtungen Elektrotechnik und Automatisierungstechnik/Mechatronik sowie Maschinentechnik Notendurchschnitte von 2,0 und 2,1. Das beste Einzelergebnis schaffte Lukas Miller von der Fachrichtung Maschinentechnik (zwei Jahre Vollzeit) mit 1,0.

Wenn sich die Fachschülerinnen und Fachschüler der Philipp-Matthäus-Hahn-Schule (PMHS) Balingen verabschieden, wird der Schulcampus in der Steinachstraße zum Fest- und Messegelände. Nach dem Grußwort der Schulleitung, der Zeugnisausgabe und der Präsentation einzelner Absolventen über ihre Projekte geht es in die Klassenzimmer und Werkräume. Hier haben die frischgebackenen staatlich geprüften Techniker und Technikerinnen Stände aufgebaut, präsentieren und erklären ihre Projektarbeiten.

PMHS verabschiedet ihre Fachschüler für Technik

Bis zu 400 Arbeitsstunden haben sie in ihren Firmen investiert, um Neues zu entwickeln oder Vorhandenes zu optimieren. Ein paar Beispiele zeigen die Bandbreite: „Möglichkeiten von Lasergravieranlagen hinsichtlich Design und Bauteilgeometrie“, „Ermittlung von Produktions- und Haushaltswasser zur Ressourceneinsparung“, „KI-gestützte Zerspanungskalkulation bei Fräsarbeiten“ und „Konstruktion einer Trennvorrichtung für eine minimalinvasive Katheterpumpe“.​

Den diesjährigen Fachvortrag hielt die Elektrotechnikerin Larissa Siegel zu dem Thema ihrer Projektarbeit „Schnittstellenprüfstand für die Pleva Messbox“. Dabei handelt es sich um eine Einheit, die die Signale von Sensoren auswertet, die zum Beispiel in Textil- oder Papiertrocknern verwendet werden. Diese Sensoren messen unter anderem Warentemperatur und Luftfeuchte.

In seiner Rede erklärte der stellvertretende Schulleiter Heiko Käppel die Besonderheit der Fachschule für Technik als Maßnahme der Weiterbildung. „Sie haben sich bewusst dafür entschieden, nach ersten Jahren im Berufsleben beziehungsweise neben Beruf, Familie und Privatleben noch einmal die Schulbank zu drücken.“ Vermutlich hätten sich die Fachschüler bisweilen gefragt, ob sich der Aufwand lohne. „Ich denke, heute kennen Sie die Antwort. Denn Weiterbildung ist längst kein Luxus mehr. Sie ist zu einer der wichtigsten Voraussetzungen geworden, um die Zukunft aktiv gestalten zu können.“

Käppel verwies auf die rasanten technologischen Veränderungen, die derzeit auch zu Herausforderungen und Transformationen bei den Unternehmen und am Arbeitsmarkt führten. „Auch hier im Zollernalbkreis erleben wir diese Veränderungen. Unternehmen müssen ihre Prozesse neu denken, Produktionsabläufe modernisieren und gleichzeitig verliert manch gut ausgebildete Fachkraft ihren Arbeitsplatz.“ Das alles könne Sorge bereiten, aber Käppel zeigt sich zuversichtlich, dass hierin auch eine Chance liege „für gut ausgebildete Technikerinnen und Techniker“. Denn der Fachkräftemangel werde sich in den nächsten Jahren manifestieren und Menschen mit fundiertem technischem und Erfahrungswissen seien gefragt. „Sie gehören genau zu diesen Menschen.“

Insgesamt gab es 22 Belobigungen und sieben Preise

Am Schluss machte der stellvertretende Schulleiter noch einmal bewusst, was die frischgebackenen Techniker nach ihren zwei oder drei Jahren an der PMH-Schule mitnehmen: „Erfahrungen, neue Fähigkeiten, Selbstvertrauen. Und Sie nehmen die Erkenntnis mit, dass Sie auch große Herausforderungen erfolgreich bewältigen können.“ Die Welt werde sich weiter verändern, „aber wer bereit ist zu lernen, wird Veränderung nicht fürchten müssen“.

Im Anschluss ging es klassenweise zur Verleihung der Zeugnisse – mit kurzen Ansprachen der jeweiligen Klassenlehrer und Klassensprecher. Wobei hier – entgegen dem Anteil an der Schülerschaft insgesamt – ein hohes Maß an „Frauenpower“ auffiel: Wie schon bei der Präsentation übernahmen auch hier vor allem Schülerinnen die Verantwortung. Zwei der drei Klassen hatten Klassensprecherinnen.​

Die Abschlusszeugnisse können sich wie immer sehen lassen. Es gab Klassenschnitte von 2,0 und 2,1. Insgesamt gab es 22 Belobigungen und sieben Preise, wobei die Hürden hier hoch sind: Preise gibt es bis inklusive 1,4, Belobigungen bis 1,8. Bei den Einzelleistungen stechen Lukas Miller mit 1,0, sowie Luis Lenhart und Aron Warsinsky mit 1,2 hervor.⇥swp

Preise und Belobigungen

Fachschule für Automatisierungstechnik/Mechatronik: Einen Preis erhielt: Dominik Rauch mit einem Gesamtschnitt von 1,3. Belobigungen gingen an: Sabrina Ludwig und Jannik Walter (1,5); Ozan Gencel und Stefan Hellstern (1,6); Luca Koch (1,7) und Alexander Haug (1,8).

Fachschule für Elektrotechnik: Einen Preis schaffte: Dennis Gunkel (1,3). Eine Belobigung erhielt: Alexander Hailfinger (1,6).

Fachschule für Maschinentechnik (Vollzeit): Einen Preis erhielten: Lukas Miller (1,0), Luis Lenhart (1,2) und Tim Helbig (1,4). Belobigungen gingen an: Fabian Ruf (1,6); Patrick Blum, Michael Brutzki, Philip Frommer und Leonie Harschagi (1,7); Bastian Balbach, Kevin Baumert, Max Heilig, Colin Schneider, David Sprengel und Kai Steinhilber (1,8).

Fachschule für Maschinentechnik (Teilzeit): Einen Preis erhielten: Aron Warsinsky (1,2) und Johannes Dahlheimer (1,3). Belobigungen gingen an: Hannes Schumacher (1,5), Andreas Krais (1,6), Marvin Riegger und Marvin Steimle-Rominger (1,8).