SWP+SWP+Asylbewerber
: Keine Gewissheit für Harry O.

Der Nigerianer hat sich in vier Jahren in Deutschland eine Existenz aufgebaut. Vor Gericht muss er seine Homosexualität nachweisen.
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Von Christoph Knauthe
Senden/Sigmaringen
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Als Harry O. im Jahr 2015 seinen Asylantrag stellte, begann für ihn eine jahrelange Zitterpartie. Nach eigenen Angaben ist er homosexuell, was in Nigeria schnell gefährlich werden könne. Seine eigene Familie habe ihn mit 24 Hieben ausgepeitscht, als seine Homosexualität ans Licht gekommen war. Inzwischen hat der 44-Jährige eine Wohnung in Senden und arbeitet in einem Seniorenheim. Jüngst erlitt er jedoch einen Rückschlag: Sein Asylantrag wurde vom Verwaltungsgericht Sigmaringen abgelehnt.