Wohnungsbau Albstadt: Klimapfad: Die as-Wohnbau hat eine Strategie ausgetüftelt

Im Ottmartal in Albstadt hat die as-Wohnbau 45 Wohnungen gebaut. Ein Vorzeigeprojekt der Gesellschaft.
Sebastian Zahler | daskreativbuero.de (Archivbild)- Die as-Wohnbau Albstadt will bis 2040/2045 ihre Gebäude klimaneutral gestalten.
- 87 % der Wohnungen müssen dafür auf regenerative Heizungen umgestellt werden.
- Bislang werden 13 % der Wohnungen regenerativ beheizt, 725 Tonnen CO₂-Emissionen wurden 2024 gemessen.
- 34 Projekte sollen umgesetzt werden, darunter Heizungsumstellungen und der Ausbau von Photovoltaik.
- Investitionen von fast 13 Mio. Euro sind für den Weg zu „Null Treibhausgasemissionen“ geplant.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die as-Wohnbau Albstadt ist seit über 30 Jahren für den städtischen Wohnungsbau in der gesamten Stadt verantwortlich und wurde im Jahr 1920 als „Siedlungsverein Ebingen GmbH“ gegründet. Zunächst nur in Ebingen und später in allen Stadtteilen Albstadts sorgt die as-Wohnbau als kommunales Wohnungsbauunternehmen dafür, dass es bezahlbaren Wohnraum – vor allem auch für Familien – gibt. Es geht der Gesellschaft allerdings auch um Innovation und Klimaneutralität. „Um die deutschlandweit gesetzten Klimaziele zu erreichen, bleiben nur noch rund 20 Jahre Zeit, zur Erreichung der Ziele des Landes Baden-Württemberg sogar nur noch 15 Jahre“, weist die as Wohnbau in einer Pressemitteilung hin.
Der Gebäudesektor und insbesondere die gemeinwohlorientierte Wohnungswirtschaft stehen vor der großen Herausforderung, die Klimaziele, die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und die soziale Verantwortung miteinander zu vereinbaren. Gemeinsam mit dem Anbieter Ampeers Energy hat die as Wohnbau daher nun eine Klimastrategie, den sogenannten Klimapfad, entwickelt, mit der der Wohnungsbestand sukzessive und strategisch dekarbonisiert werden soll – Dekarbonisierung bedeutet, fossile Heizungen (mit Gas oder Heizöl betrieben) gegen regenerative Heizungen (vor allem mit Strom oder auch mit Biomasse betrieben) auszutauschen oder die Gebäude an regenerativ zu betreibende Fernwärmenetze anzuschließen.
Um dieses Ziel zu erreichen, sind, Stand heute, bis zum Ziel „Null Treibhausgasemissionen“ fast 13 Millionen Euro an Investitionen, vor allem in moderne, regenerative Heizungsanlagen durch die as- Wohnbau notwendig, teilt die Gesellschaft mit.
Vermeidung von 725 Tonnen Treibhausgas
„Momentan werden bereits 13 Prozent unserer Wohnungen regenerativ beheizt. 87 Prozent der Wohnungen müssen also bis 2040 beziehungsweise bis 2045 noch dekarbonisiert werden. Das sind 41 Gaszentralheizungen, eine Ölheizung und 47 Gas-Etagenheizungen. 725 Tonnen Treibhausgasemissionen stieß unser Wohnungsbestand 2024 aus, was circa 23 Kilogramm pro Quadratmeter Wohnfläche entspricht. Immerhin lagen wir durch die zahlreichen energetischen Gebäudesanierungen der letzten 25 Jahre damit sogar leicht unter dem Wert, der für die Erreichung des 1,5°C-Ziels notwendig gewesen wäre, nämlich 24 Kilogramm pro Quadratmeter. Um aber weiter erfolgreich auf dem Klimapfad zu bleiben und die 725 Tonnen Treibhausgas zu vermeiden, werden in den kommenden Jahren zahlreiche weitere Projekte notwendig sein“, gibt Geschäftsführer Stefan Broch bekannt.
Deshalb sind insgesamt 34 Projekte vorgesehen, die nun Jahr für Jahr in die Wirtschaftspläne Eingang finden, vorrangig der Austausch der Heizungen, aber auch der Ausbau von Photovoltaik. Also vom Heizungskeller bis zum Dach stehe. Bereits in diesem Jahr seien laut Mitteilung die ersten Projekte für die Umsetzung vorgesehen, die sich derzeit noch im Planungsstadium befinden.