Wetterbericht Zollernalbkreis
: April setzt Trocken-Trend fort

„Der April macht, was er will“ – dem Monat wird weitläufig sprunghaftes Wetter nachgesagt. An der Wetterstation in Heselwangen wurden diese Launen nicht beobachtet. Stattdessen aber etwas anderes.
Von
Karl-Heinz Jetter
Balingen
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Wetter in Bremen: ARCHIV - 18.03.2025, Bremen: Die Sonne scheint hinter einer blühenden Magnolie. (zu dpa: «Sommerwetter am Tag der Arbeit erwartet») Foto: Sina Schuldt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Der April zeigte sich von seiner sonnigen Seite.

Sina Schuldt/dpa (Symbolbild)
  • April war warm, sonnig und trocken in Zollernalbkreis; 10°C, 24.5L Regen, 260.3 Sonnenstunden.
  • Anfang April brachte Kaltluft Frosttage mit Temperaturen bis -6°C.
  • Mitte April stieg Temperatur auf 23.6°C, etwas Regen fiel.
  • Ostermontag brachte erstes Gewitter mit 1.2L Regen.
  • April endete sonnig und warm mit 24.2°C und 13.8 Sonnenstunden.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Gleich den Vormonaten Februar und März fiel der diesjährige April zu warm, sehr sonnig, aber auch viel zu trocken aus. Im Gesamten betrachtet war der April ein lieblicher Frühlingsmonat, in dem es grünte und blühte und ohne die Launen eines Aprilwetters. Der April endete mit frühsommerlichen Temperaturen.

Zur Einordnung: Im Vergleichszeitraum (1991 bis 2020) war es bei uns im April durchschnittlich 8,8 Grad warm, an Niederschlag in Form von Regen oder Schnee fielen durchschnittlich 58 Liter pro Quadratmeter und die Sonne schien im Mittel 182,5 Stunden. Der diesjährige April brachte es dagegen bei uns auf eine Mitteltemperatur von 10 Grad Celsius, nur 24,5 Liter Niederschlag und 260,3 Sonnenscheinstunden.

Es wird eisig

In der ersten Aprilwoche wurde auch unser Raum von Hoch „Noemi“, welches über der Nordsee thronte, mit ruhigem und sonnigem Wetter versorgt. Doch die erste Woche war noch nicht vorbei, als Kaltluft aus arktischen Gefilden bis weit in den Süden vorstieß und die Temperatur vom 5. auf den 6. April in wenigen Stunden von über 20 Grad Celsius auf unter 10 Grad abstürzen ließ. Schal und Mantel waren wieder angesagt, denn nun war vom 6. bis zum 9. jeder Tag ein Frosttag, an dem jeweils die Temperatur auf null Grad und darunter absackte.

Der tiefste Wert, und dies auch im ganzen Monat, wurde in der Nacht zum 7. April mit minus 6 Grad am Boden (in fünf Zentimetern Höhe) und minus 4,3 Grad in der Luft (zwei Meter über dem Boden) registriert. Tagsüber wurden in dieser Zeit bei reichlichem Sonnenschein zwischen 10 und 15 Grad erreicht. Regen, geschweige denn Schnee, führte dieser Kaltluftvorstoß aber keinen mit. Im ersten Monatsdrittel war der April noch um 0,4 Grad zu kalt, konnte aber schon 115 Sonnenscheinstunden (63 Prozent des Monatssolls) vorweisen. Die Natur wartete in dieser Zeit aber vergeblich auf die zum Grünen und Blühen notwendige Feuchtigkeit. Nach einem schon viel zu trockenen März setzte sich die Trockenheit fort – nicht ein Tropfen Regen fiel in den ersten zehn Apriltagen.

Thermometer klettert

Mit Beginn des zweiten Monatsdrittels ging es mit der Temperatur wieder steil nach oben und am 12. April wurde der vorläufige Spitzenwert von 23,6 Grad erreicht. Einen Tag später – sehnlichst erwartet – der erste Regen im Monat. Zwar waren es nur 5,4 Liter pro Quadratmeter, doch mit dem Regen in den Folgetagen kamen immerhin 10,5 Liter zusammen – eine große Gießkanne voll für jeden Quadratmeter an der Messstelle.

Der Karfreitag war mehr trüb als klar, und als Tageshöchsttemperatur wurden gerade mal 8,5 Grad erreicht. An Karsamstag schien ungebremst die Sonne 12,6 Stunden lang, und nach einer kalten Nacht mit nochmals Frost von minus 0,9 Grad kletterte dann die Temperatur tagsüber doch auf plus 19,7 Grad. Der Ostersonntag, 20. April, war dann wieder mehr bedeckt und verhalten in der Temperatur, plus 17 Grad und 5,8 Stunden Sonnenschein. Am Ostermontag streifte uns ein erstes Gewitter in diesem Jahr, aus dessen Wolken gerade mal 1,2 Liter pro Quadratmeter (l/m²) Regen fielen. Regenreichster Tag im ganzen Monat wurde der 23. April mit doch 9,5 l/m². Und mit dem leichten Regen an den beiden Folgetagen war die Monatsniederschlagssumme von 24,5 Litern pro Quadratmeter erreicht, was 42,2 Prozent der durchschnittlichen Summe von 58 Litern entspricht.

Fortdauernde Trockenheit

In den letzten vier Tagen des Monats wurde es immer sonniger und wärmer. Hoch „Quendolin“ sorgte in dieser Zeit nicht nur für ein niederschlagsfreies, sondern auch für ein sehr „verdunstungsfreundliches“ Strahlungswetter: Sonne von früh bis spät, aber auch über den Monatswechsel hinweg für fortdauernde Trockenheit. Der April endete mit dem sonnigsten und wärmsten Tag des Monats: plus 24,2 Grad Celsius und 13,8 Stunden Sonnenschein. Alle angeführten Werte wurden in Balingen-Heselwangen, 573 Meter über dem Meeresspiegel registriert.