Weihnachtszauber Ebingen
: Feuerzangenbowle im Doppelpack

Pyramide weg, zweite Bühne hin. Beim Weihnachtsmarkt in Albstadt-Ebingen wird es einige Änderungen geben. Das kulinarische Angebot wird breiter.
Von
Sebastian Buck
Albstadt
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Weihnachtsmarkt Ebingen: Die große Besuchermenge beim Weihnachtsmarkt in Ebingen.

Beim Weihnachtsmarkt in Ebingen drängten sich im Vorjahr die Besucher. Das soll auch in diesem Jahr so sein.

Vera Bender
  • Weihnachtsmarkt in Albstadt-Ebingen wird zum "Weihnachtszauber" umbenannt.
  • Neuerungen: Zweite Bühne und 100 Liter Feuerzangenbowle.
  • 60 Marktstände, breiteres kulinarisches Angebot, inkl. internationaler Küche.
  • Adventskalender startet am 1. Dezember mit Preisen von lokalen Geschäften.
  • Pyramide wird wegen Kosten gestrichen, aber Musik- und Kinderprogramm ausgebaut.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Lange hin ist es nicht mehr, dann steigt er wieder. Der Weihnachtsmarkt in Ebingen. Wobei er im Jahr 2024 nicht mehr Weihnachtsmarkt, sondern Weihnachtszauber heißt. Und der hüllt die Ebinger Markt- und Bahnhofstraße vom 13. bis 15. Dezember in eine glitzernde Atmosphäre voller Überraschungen. Die Hauptbühne ist auf dem Kurt-Georg-Kiesinger-Platz zu finden, eine zweite ist beim Bürgerturmplatz eingepreist. Hier planen die Veranstalter ein Winter-Open-Air-Kino unter freiem Himmel. Gezeigt wird der Filmklassiker „Feuerzangenbowle“ – passend dazu gibt es natürlich das selbige Getränk. Und das nicht zu knapp: 100 Liter hat man für den ersten Aufschlag der Neuerung bestellt, berichtet Albstadts Citymanager Ulrich Daum. Organisatorisch wird der Weihnachtszauber in diesem Jahr erstmals vom Citymanagement betreut, das sei nur am Rande erwähnt.

„Wir werden viel mit Licht arbeiten“, kündigt Daum an. Zudem sind 100 Bäume in der Ebinger Innenstadt verteilt, zu Teilen in kleinen Wäldchen gruppiert. Aber neben dem Drumherum ist natürlich das Programm entscheidend und das Angebot an sich. Um die 60 Weihnachtsmarktstände sind in diesem Jahr angekündigt. Vornehmlich, das ist wohl auch in diesem Jahr so, fokussiert sich das auf die kulinarischen Angebote. Wobei selbige breiter gefächert sein werden, wie der Citymanager sagt. Einige schmackhafte Beispiele: Bratapfellikör, Waffeln, klassischer Glühwein oder Bratwurst. Aber auch Schupfnudeln, Räucherforellen oder Wildschweingulasch werden feilgeboten. Auch asiatische und sogar syrische Küche sind zu finden. Gut zehn Stände gibt es dann noch im Bereich Kunstgewerbe. Nicht einfach sei das, in diesem Bereich passende Marktbeschicker zu finden. „Die Stände mit Handyhüllen wollte ich eben vermeiden“, sagt Ulrich Daum dazu. Christine Seizinger, die verantwortlich für das ZIZ-Programm (zukunftsfähige Innenstädte und Zentren) ist, findet: „Wir haben einen guten Mix.“ Eben auch Musik und ein Kinderprogramm.

Malkurse für die Kinder

Letzteres findet im KulTurm statt. Der soll in eine „zauberhafte Mal- und Weihnachtsbastelstube“ verwandelt werden, wie es in der offiziellen Ankündigung heißt. Am Freitag, 13. Dezember, ist von 13 bis 21 Uhr Programm geboten, ab 17 Uhr macht die Musikschule ihren Auftakt. Tags drauf gibt es ebenfalls Programm von 13 bis 21 Uhr. Darunter zwei Malkurse für verschiedene Altersgruppen, von 13 bis 15 Uhr (für Kinder von zwei bis vier Jahren) und von 15.30 bis 18 Uhr (für Kinder ab fünf Jahren). Am Sonntag ist dann das Marionettentheater um 13, 15 und 17 Uhr zu Gast für die kleinen Weihnachtsmarktbesucher.

Aber natürlich gibt es neben Glühwein- und Essensständen auch für die großen Besucher genügend abwechslungsreiches Programm. Neben der Feuerzangenbowle, die direkt am Freitagabend ab 19.30 Uhr gezeigt – und ausgeschenkt – wird, ist ein weiteres Highlight der Auftritt der Band „Südlich von Stuttgart“ am Samstag von 17 bis 21 Uhr. Übrigens: Dass die Dauer des Kinderprogramms an diesem Tag ebenfalls bis in den späten Abend geht, ist kein Zufall, sondern genau so geplant.

Kein Geld mehr für die Pyramide

Fehlt noch ein Blick auf die Kultur. Natürlich bietet der Ebinger Weihnachtszauber auch wieder eine Bühne für die örtlichen Vereine, Musiker und Orchester an, wie Martin Roscher vom Albstädter Kulturamt erklärt. Eine genaue finale Liste gibt es noch nicht, die wird aber in den nächsten Tagen finalisiert und im Internet veröffentlicht. „Wir haben auch die Weihnachts-Krippe wieder aufgestellt“, so Roscher. Ein kleiner Wermutstropfen ist sicherlich das Verschwinden der Pyramide. Zehn bis 15 Jahre habe es die bestimmt gegeben, erinnert sich Roscher, doch das passe nicht mehr in die Zeit. Vor allem aber nicht mehr in den finanziellen Spielraum der Stadt: „Das hat 30.000 Euro gekostet, es gibt so viele Auflagen. Uns blutet allen das Herz, aber wir schauen nach vorne.“ Vor allem aus musikalischer Sicht gebe es in diesem Jahr mehr zu erleben als noch in den Vorjahren, weiß Roscher. Dem Ebinger Weihnachtszauber steht also nichts mehr im Wege. Neuerungen gibt es hingegen genug. Die sollten am Ende auch über den Verlust der liebgewonnenen Pyramide hinwegtrösten.

Adventskalender als Zusatz

Zusätzlich zum Weihnachtsmarkt startet bereits am 1. Dezember der Adventskalender, der ebenfalls vom Albstädter Citymanagement organisiert wird. Die teilnehmenden Geschäfte und kulturellen Organisationen steuern etwaige Preise bei. Wer mitmachen möchte, muss sich eine Glückszahl besorgen – in den Geschäften oder auch im Netz –, sich registrieren und die Glückszahl auch aktivieren. Mit Glück erhält man dann einen Preis. Die Glückszahlen sind online unter www.ebinger-weihnachtszauber.de, im Citymanagement Albstadt (Marktstr. 56), in der Touristinfo sowie in allen teilnehmenden Geschäften erhältlich. Ausgelost werden die Preise täglich und die Gewinner entsprechend informiert. Die Gewinner der Hauptpreise der Tage 22. bis 24. Dezember werden live vor dem Rathaus am Heiligen Abend gezogen und überreicht.