Vandalismus in Albstadt: Zerstörte Poller könnten Einsatzkräfte am Durchkommen hindern

Weder Krankenwagen noch Feuerwehr oder Polizei könnten den Radweg zwischen Laufen und Lautlingen für einen schnellen Einsatz nutzen, um nicht die Umleitungsstrecke nehmen zu müssen, wenn der Weg durch Beschädigungen unpassierbar wird.
Fernando Gutierrez-Juarez/dpa-Zentralbild/dpa (Symbolbild)- Vandalismus auf Rad- und Wirtschaftsweg zwischen Laufen und Lautlingen blockiert Poller.
- Poller wurden mit Beton ausgegossen, die Anlage ist nicht mehr funktionsfähig.
- Weg ist wichtige Route für Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst – Einsätze verzögern sich.
- Stadt Albstadt hatte den Weg wegen B 463-Fahrbahnerneuerung gesperrt, Zugang per Schließanlage.
- Stadt erstattet Anzeige gegen Unbekannt und warnt vor gefährlichen Folgen im Ernstfall.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Wie bereits durch das Regierungspräsidium mitgeteilt, wurde aufgrund der Fahrbahndeckenerneuerung der B 463 zwischen Albstadt-Lautlingen und Albstadt-Laufen der parallel zur Bundesstraße verlaufende Rad- und Wirtschaftsweg durch die Stadt Albstadt mittels Poller gesperrt, teilt jene mit. Damit wird der Radverkehr auf diesem Wegstück geschützt und der Schleichverkehr verhindert. Um die Einsatzfähigkeit der Rettungskräfte weiterhin zu gewährleisten, sind die Poller mit einer speziellen Schließanlage ausgestattet, die der Polizei, Feuerwehr und dem Rettungsdienst den Zugang ermöglicht.
Polleranlage mutwillig zerstört
Nun wurde festgestellt, dass Unbekannte eine Polleranlage mutwillig beschädigt haben. Eine Polleröffnung wurde mit Beton ausgegossen, sodass die Anlage nicht mehr funktionsfähig ist. Die Stadtverwaltung verurteile diese rücksichtlose Tat aufs Schärfste, heißt es in einer Pressemitteilung, eine Strafanzeige gegen Unbekannt werde erstattet.
Die Stadtverwaltung weist ausdrücklich darauf hin, dass Vandalismusschäden an dieser Anlage schwerwiegende Folgen haben können. Da der betroffene Weg eine wichtige Verbindungsroute für Rettungs- und Einsatzkräfte darstellt, führt eine Blockierung der Poller im Ernstfall zu massiven Beeinträchtigungen der Zufahrt. In zeitkritischen Situationen kann dies dazu führen, dass Hilfe verzögert eintrifft, wodurch Leben und Gesundheit von Menschen gefährdet werden.
Stadtbrandmeister war am Ort des Geschehens
Unsere Redaktion wollte Näheres wissen und hat bei Stadtbrandmeister Thomas Daus nachgefragt. Er hat auf einer „Testfahrt“ das mit Flüssigbeton ausgegossene Pollerloch selbst gesehen. Da es nämlich auch entlang des Radweges derzeit eine Baustelle gibt, wollte der Feuerwehrchef am Dienstag testen, ob der Weg bei einem Einsatz ungehindert von den verschiedenen Feuerwehrfahrzeugen befahren werden kann, was tatsächlich der Fall ist.
Schlüssel für die Polleranlage seien schon an alle Rettungskräfte verteilt worden. Doch bevor die entsprechenden Poller von der Straßenmeisterei eingesetzt werden konnten, wurde das ausgefräste Loch wieder von Unbekannten mit Beton gefüllt. Laut Kenntnisstand von Thomas Daus ist jenes aber bereits wieder ausgefräst worden, sodass nun alles wieder seine Ordnung hat. Der Weg werde tatsächlich nur im Notfall von den Rettungskräften genutzt, bestätigte der Stadtbrandmeister nochmals.
