Turnerbund Tailfingen
: Abtauchen für die Seesternchen

Am 12. und am 19. Juli finden im Hallenbad Langenwand die „Seesternchentage“ statt, an denen der Turnerbund Tailfingen mit Prüfern die Leistungsabzeichen abnimmt.
Von
Vera Bender
Albstadt
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Mehr Freude im Wasser durch mehr Schwimmsicherheit. Mit der richtigen Ausbildung kann man sich einige Schwimmabzeichen sichern.

dpa (Symbolfoto)
  • Turnerbund Tailfingen lädt zu „Seesternchentagen“ am 12. und 19. Juli ins Hallenbad Langenwand ein.
  • Kinder können dort Schwimmabzeichen ablegen – Prüferinnen und Prüfer sind vor Ort.
  • Stufen vom Seesternchen gelb bis Gold: Ziele sind Wassergewöhnung, Technik und sichere Ausdauer.
  • Große Nachfrage nach Kursen, da Schwimmen in der Schule oft nicht ausreicht – Wartelisten bestehen.
  • Unterstützung durch Stadt und Landessportschule, zudem Programm „SchwimmFidel“ für Wassergewöhnung.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Es gibt immer noch zu viele Nichtschwimmer – vor allem unter den Kindern und Jugendlichen, aber auch unter den Erwachsenen, erklärt Elke Renz vom Turnerbund Tailfingen. Der Verein bietet schon zahlreiche Schwimmkurse an, momentan elf an der Zahl, könnte aber durchaus noch mehr Kinder ausbilden, so gewaltig sei die Resonanz, berichtet die Leiterin der Geschäftsstelle in Tailfingen: „Der Run ist groß.“ Und sie weiß auch, woran das primär liegt.

„Der Bedarf ist hoch, weil man das Schwimmen in der Schule nicht mehr so richtig lernt“, so Elke Renz. Die Kapazitäten der Lehrer seien einfach nicht in entsprechendem Umfang vorhanden. Also versucht der Turnerbund die Ausbildung, so gut es geht, aufzufangen. Teil dieses Unterrichts sind die „Seesternchentage“, die der Turnerbund Tailfingen jährlich anbietet. Am 12. Juli und am 19. Juli lädt der Verein alle Kinder, die das erste oder das nächste Abzeichen im Schwimmen erlangen wollen, ins Schwimmbad Langenwand in der Vogelsangstraße 48/1 nach Tailfingen ein. Dort stehen dann erfahrene Prüferinnen und Prüfer bereit.

Farbenfrohe Abzeichen

Und dann gibt es allerlei Farben: gelb, grün, rot, blau, bronze, silber, gold. Wer sich nicht gerade mit der Schwimmausbildung von Kindern auskennt, versteht vielleicht im ersten Moment nicht so ganz, was das bedeuten soll. Letztlich läuft die Ausbildung in einzelnen Stufen ab. Wer die Augen unter Wasser öffnen und im Wasser schweben kann, der ist schon mal prädestiniert für das Seesternchen gelb, das einem für die erfolgreiche Wassergewöhnung verliehen wird. Es ist der erste Schritt, um sich im nassen Element sicher fortbewegen zu können.

Beim grünen Seesternchen geht es um das Ausatmen im Wasser, das Tauchen und das Springen ins tiefe Wasser, also um die Grundfertigkeiten. Ein weiterer Schritt ist dann das Seepferdchen, das Frühschwimmerabzeichen. Um dieses zu erhalten, muss man beispielsweise die Baderegeln kennen, vom Beckenrand springen und anschließend 25 Meter schwimmen und zudem einen Gegenstand aus schultertiefem Wasser herausholen. Ein erster großer Meilenstein ist also erreicht. Aber das heißt noch lange nicht, dass man sicher schwimmen kann.

Also heißt es in der Basisausbildung zum Seesternchen in der Farbe Rot, dass man ins tiefe Wasser und in einer Schwimmart 100 Meter zurücklegen muss. Beim Seesternchen blau geht es dann tatsächlich ums sichere Schwimmen, wenn die Zeit eine Rolle spielt, was auch beim Deutschen Schwimmabzeichen in Bronze der Fall ist. Nur dass dann auch noch der Wechsel der Schwimmart und das Tauchen hinzukommen. Wer all das beherrscht, kann sich noch für die Leistungsabzeichen rüsten: Hai, Silber und Gold. Die Zeitmessung, die Ausdauer und die Tiefe spielen dabei eine immer größere Rolle.

Angst vor dem Wasser nehmen

Zu den Seesternchentagen können ganz bewusst auch Kinder mit ihrer Begleitung kommen, die anderswo das Schwimmen gelernt haben. Eben nicht beim Turnerbund Tailfingen, wo Schwimmlehrerin Rumyana Lapcheva-Bartels inzwischen sogar sonntags Kurse anbietet, um die Warteliste zu verkleinern. Auf dieser stehen derzeit 20 Kinder – früher waren es regelmäßig zwischen 40 und 50 Kindern. Die Kinder bleiben auch länger in den verschiedenen Kursen, weil sie eben ein Abzeichen nach dem nächsten anstreben, was ja auch sinnvoll ist. „Irgendwann ist dann aber das Hallenbad nicht mehr verfügbar“, erklärt Elke Renz die Konsequenz. Es können nicht unendlich viele Kurse angeboten werden, zumal ja auch noch Schulklassen berücksichtigt werden müssen.

„Zum Glück haben wir noch die Landessportschule. Sonst wäre vieles nicht machbar“, freut sich Elke Renz. Auch dort können nämlich Schwimmkurse durchgeführt werden. Und auch von Seiten der Stadt erfahre man beim Turnerbund große Unterstützung. Von dort aus werden beispielsweise Einladungen an die Kindergartenkinder, Vorschüler und Schüler versendet. Was ebenfalls sehr gut ankomme, sei die Aktion „SchwimmFidel“, so Elke Renz. Angeboten vom Deutschen Schwimmverband gibt es in Kooperation mit Kindergärten ein Förderprogramm, das den Kindern die Angst vor dem Wasser nehmen soll. Bei zehn Terminen geht es zusammen mit einem Elternteil um die Wassergewöhnung, wobei aber nur vier Einheiten im Wasser stattfinden, erklärt die Leiterin der Geschäfststelle. Der Rest besteht aus Trockenübungen und spielerische Aktivitäten. Letztlich mit dem Ziel, die Kleinen in die Schwimmkurse zu bringen.

Seesternchentage am 12. und 19. Juli

Große Initiative für mehr Sicherheit am und im Wasser. Im Schwimmbad Langenwand Vogelsangstr. 48/1 in 72461 Albstadt, jeweils von 10 bis 16 Uhr. Es stehen ehrenamtliche Prüferinnen und Prüfer bereit, um die Schwimmabzeichen abzunehmen.