25 deutsche Filialen schließen
: Wie geht es mit den Kik-Läden im Zollernalbkreis weiter?

Der Textildiscounter Kik betreibt mehr als 2300 Filialen in Deutschland – sieben davon im Zollernalbkreis. Das Unternehmen prüft, welche Läden wirtschaftlich sind.
Von
Benjamin Roth
Zollernalbkreis
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Logo des Textildiscounters Kik: ARCHIV - 01.02.2019, Nordrhein-Westfalen, Hamm: «Herzlich Willkommen» steht über der Eingangstür einer neuen Filiale des Textildiscounters Kik. Am Donnerstag hat der langjährige Chef Patrick Zahn überraschend seine Tätigkeit als CEO beendet. (zu dpa: «Langjähriger Kik-Chef Zahn verlässt Textildiscounter») Foto: Guido Kirchner/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Der Textildiscounters KiK hat angekündigt, zum Ende des ersten Quartals 2026 25 Filialen bundesweit zu schließen.

Guido Kirchner/dpa
  • KiK schließt bis Ende Q1 2026 europaweit 50 Filialen, davon 25 in Deutschland.
  • Unklar, ob Standorte im Zollernalbkreis betroffen sind; Planung läuft.
  • Im Kreis gibt es sieben KiK-Filialen: Albstadt (Ebingen, Lautlingen), Balingen, Bisingen, Burladingen, Geislingen, Hechingen.
  • Trotz Schließungen: neun Neueröffnungen in Europa, eine neue Filiale in Deutschland.
  • KiK prüft Wirtschaftlichkeit; Weiterbeschäftigung meist möglich dank dichtem Netz.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der Textil- und Non-Food-Discounter Kik ist im Zollernalbkreis mit seinen Filialen durchaus breit aufgestellt. Das Unternehmen mit Sitz im nordrhein-westfälischen Bönen betreibt zwei Geschäfte in Albstadt, darunter eines in Ebingen und eines in Lautlingen, sowie je eine Filiale in Balingen, Bisingen, Burladingen, Geislingen und Hechingen.

Ob auch alle sieben Ableger der Kette im Kreis über das erste Quartal 2026 hinaus erhalten bleiben, ist unklar. Denn: Das Unternehmen befindet sich derzeit im „Prozess einer langfristigen Portfoliobereinigung“, wie eine KiK-Sprecherin auf Anfrage unserer Redaktion bestätigt. Dieser Prozess habe bereits vergangenes Jahr begonnen und habe zum Ziel, das Unternehmen „nachhaltig und zukunftssicher aufzustellen“. Die Folge: Es wird europaweit zu Filialschließungen kommen. KiK spricht von rund 50 Filialen in Europa, davon 25 in Deutschland.

Ob unter den 25 Filialen auch welche aus dem Zollernalbkreis sind, lässt die KiK-Pressestelle auf Nachfrage offen. Zu einzelnen Standorten wolle man sich derzeit nicht äußern. Aktuell sei zudem nicht klar, wann endgültig feststeht, welche Standorte weichen müssen. KiK befinde sich noch im Planungs- und Koordinierungsprozess. Auf Nachfrage heißt es nur: „Grundsätzlich überprüfen wir regelmäßig die Wirtschaftlichkeit unserer Standorte und untersuchen, wo wir unsere Käuferschaft bestmöglich erreichen.“

2300 KIK-Filialen in Deutschland

Zur Einordnung: KiK betreibt in ganz Deutschland über 2300 Filialen. Neben den 25 Geschäften, die geschlossen werden sollen, sei geplant, im selben Zeitraum neun Standorte in Europa neu zu eröffnen. In Deutschland werde es eine neue Filiale geben, heißt es aus der KiK-Pressestelle weiter. Die Mitarbeiter müssen sich indes wohl keine Sorgen um einen Jobverlust machen: „Aufgrund unseres dichten Filialnetzes und unserer starken Präsenz in der Fläche können wir in der Regel Möglichkeiten zur Weiterbeschäftigung bieten“, informiert das Unternehmen.

Vom zurückhaltenden Kaufverhalten der Kunden bleibt aber auch KiK nicht verschont. Grundsätzlich hätten sich die Rahmenbedingungen für Handelsunternehmen in den vergangenen Jahren verändert. Stichworte: veränderte Wettbewerbsdynamiken, ein härter umkämpftes Marktumfeld, eine anhaltende Inflation sowie beeinträchtigte Lieferketten. Um das Unternehmen für die Zukunft zu rüsten, habe man den Prozess zur Portfoliobereinigung in Gang gesetzt.