Spieler aus Meßstetten berichtet
: „Die Letzten sind um 2.30 Uhr raus“ – dann folgte der Angriff

Der FV Meßstetten feiert am Freitagabend den Klassenerhalt in der Kreisliga A. Spät in der Nacht werden Sportheim und Autos von unbekannten Vandalen attackiert.
Von
Sebastian Buck
Meßstetten
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Autoscheiben wurden demoliert vor dem Meßstetter Sportheim. Auch an letztgenanntem selbst zerstörten unbekannte Täter die Scheiben.

Autoscheiben wurden demoliert vor dem Meßstetter Sportheim. Auch an letztgenanntem selbst zerstörten unbekannte Täter die Scheiben.

privat
  • FV Meßstetten stieg in die Kreisliga A4 auf.
  • Sportheim und Autos wurden von Vandalen attackiert.
  • Schaden: mehrere tausend Euro.
  • Täter zerstörten vier Autos und drei Scheiben am Sportheim.
  • Polizei sucht Zeugen: 07432/9550.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Meßstettens Marco Sauter war noch tief in der Nacht vor Ort, als es passierte. „Fünf Leute waren noch da“, berichtet der Spieler des FV Meßstetten im Gespräch mit der SÜDWEST PRESSE. Seine Mannschaftskameraden und er hatten am Abend zuvor Großes geleistet und hatten sich den Klassenerhalt in der Kreisliga A gesichert. Die SGM Meßstetten/Tieringen hatte sich gegen die zweite Mannschaft der Spielgemeinschaft aus Schwenningen/Stetten a.k.M/Frohnstetten mit 2:1 durchgesetzt. Der Erfolg auf dem Rasen des Alb-Stadions in Albstadt wurde am Abend natürlich gebührend im heimischen Sportheim gefeiert – bis tief in die Nacht.

Doch bislang unbekannte Täter vergönnten den Meßstetter Kickern den Erfolg offenbar nicht. Denn vier Autoscheiben wurden eingeschlagen, zudem drei Scheiben am Sportheim selbst. Die Polizei verkündet später via Pressemeldung Folgendes zu diesem Sachverhalt: Ein unbekannter Täter hätte in der Zeit „von Samstagnacht 1 bis 3 Uhr mindestens vier abgestellte Pkw beschädigt. An den geparkten Fahrzeugen in der Schelmenwasenstraße wurden die Heckscheiben mit einem unbekannten Gegenstand eingeschlagen. Weiter beschädigte ein Täter drei Scheiben am dortigen Sportheim ebenfalls mit einem unbekannten Werkzeug. Der Gesamtschaden beläuft sich hierbei auf mehrere tausend Euro.“ Marco Sauter kann, nach Rücksprache mit anderen Teamkollegen, den Zeitraum sogar noch deutlicher eingrenzen. „Die Letzten vor uns sind um 2.30 Uhr raus, da war noch alles in Ordnung.“ Eine gute halbe Stunde später hätte man dann die Schäden festgestellt.

Mutmaßlich gezielte Attacke

Dass es sich um eine gezielte Attacke auf die SGM Meßstetten/Tieringen handelt, daran hat der Spieler keine Zweifel. Denn andere Autos, die in der Schelmenwasenstraße abgestellt gewesen seien, blieben unbeschädigt und von den bisher unbekannten Tunichtguten verschont. Vermutungen, wer hinter der rüden Krawallaktion stecken könnte, hat man beim Verein keine. Feindseligkeiten in diesem Ausmaß? Das sei bis hierher der erste solche Fall, erklärt Sauter.

Der Schaden sei freilich mehr als ärgerlich. Immerhin: Das Sportheim ist aktuell ohne Pächter, wird höchstens für geschlossene Gesellschaften vermietet, die Beeinträchtigungen sind also nicht über die Maßen gravierend. Vom hohen Sachschaden natürlich abgesehen. Gehört haben die Kicker, die zur Tatzeit noch im Sportheim waren, indes nichts. Die Musik war laut aufgedreht, selbst die demolierten Scheiben direkt am Sportheim hatte keiner bemerkt, bis man vor die Tür trat. Vielleicht auch besser so, denn Sauter vermutet, dass die Vandalen mit dieser Aktion die verbliebenen Fußballer hätten nach draußen locken wollen. Doch all das, weiß auch der aufgestiegene Fußballer, sei Spekulation, nun müsse man eben abwarten, was die Polizei ermittle.

Polizei sucht weiterhin Zeugen

Bislang noch nichts, wie eine Nachfrage beim zuständigen Präsidium in Reutlingen ergibt. Man habe weder Zeugenhinweise noch sonstige neue Erkenntnisse zu vermelden, berichtet Pressesprecher Michael Schaal auf Anfrage. Die Ordnungshüter suchen also weiterhin nach Hinweisen – die nimmt das Polizeirevier Albstadt unter der Telefonnummer 07432/9550 entgegen.