Silvester im Zollernalbkreis: Rettungskräfte stoßen an ihre Grenzen

Die Feuerwehr musste einen Kellerbrand in Hechingen bekämpfen.
Stephanie Apelt- In der Silvesternacht gerieten Feuerwehr und Rettungskräfte im Zollernalbkreis an ihre Grenzen.
- Über 100 Notrufe, vor allem zwischen 23 und 2 Uhr, wurden bei der Leitstelle gemeldet.
- 18 Feuerwehreinsätze, darunter brennende Hecken in Balingen und Täbingen, wurden verzeichnet.
- Ein Mann verletzte sich schwer an einem Böller, Schäden von 10.000 Euro durch Feuerwerksbatterie.
- Polizei registrierte 450 Einsätze, viele wegen Ordnungsstörungen und Sachbeschädigungen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Einsatzkräfte im Zollernalbkreis kamen in der Silvesternacht kaum zur Ruhe. Mehr als 100 Notrufe gingen bei der Integrierten Leitstelle ein. Bei unzähligen Einsätzen mussten Brände gelöscht und Verletzte behandelt werden. Am Mittwochnachmittag zogen die Kreisbrandmeisterstelle und das DRK in einer gemeinsamen Stellungnahme Bilanz zur Silvesternacht.
Im Vergleich zu den ruhigeren Vorjahren hatten die vier Disponenten zwischen 18 und 8 Uhr alle Hände voll zu tun. Über 100 Notrufe gingen in diesem Zeitfenster ein, die Hälfte davon zwischen 23 und 2 Uhr.
Jahr startet mit 18 Einsätzen
„Gerade die erste Stunde im neuen Jahr hatte es in sich. Insgesamt 18 Feuerwehreinsätze waren zu verzeichnen“, heißt es in der Mitteilung. Brennende Hecken gab es in Balingen, Täbingen und in Streichen. Die Freiwillige Feuerwehr Winterlingen und Straßberg unterstützten den Rettungsdienst mit einem Hubrettungsgerät.
54 rettungsdienstliche Einsätze und zusätzliche 20 Krankentransporte dokumentierten die Mitarbeiter um DRK-Fachbereichsleiter Alwin Koch, der wie in den Vorjahren den Jahreswechsel in der Integrierten Leitstelle verbrachte.
Viele Stürze verzeichnet
In 30 Fällen rückten die Helfer vor Ort der lokalen DRK-Bereitschaften aus, um die Zeit zwischen Notfall und Eintreffen des Rettungsdienstes zu überbrücken. Der Rettungsdienst kam in dieser Nacht an seine Grenzen, heißt es in der Mitteilung. „Wir hatten auffällig viele Stürze, die in der Nacht versorgt werden mussten. Verbrennungen nach Böllerschüssen beschäftigten uns zudem“, so Alwin Koch.
Auch die Polizei zieht Bilanz: In der Nacht zum Jahreswechsel waren im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Reutlingen knapp 450 Einsätze zu verzeichnen. Überwiegend handelte es sich um Ordnungsstörungen, Auseinandersetzungen zwischen Personen, Sachbeschädigungen und Kleinbrände durch Feuerwerk, berichtet die Pressestelle des Präsidiums. Hierbei wurden zum Großteil Mülleimer, Altkleider aus einem Container, Hecken und gelbe Säcke in Brand gesteckt oder durch Silvesterfeuerwerk entzündet. Die Polizei nennt in ihrem Bericht auch drei Vorfälle im Zollernalbkreis.
Böller explodiert in der Hand
In Rosenfeld, in der Bickelsberger Straße, wurde durch einen Unbekannten ein Böller aus dem fahrenden Auto geworfen. Gegen 23.45 Uhr wurde hierbei ein 52-Jähriger durch den Feuerwerkskörper leicht verletzt. Zum Tatfahrzeug konnte lediglich gesagt werden, dass es sich um einen BMW mit Balinger-Zulassung gehandelt haben soll. Zeugen, die Hinweise zu diesem Vorfall machen können, werden gebeten, sich beim Polizeirevier Balingen unter (07433) 264631 zu melden.
Einen Großeinsatz der Feuerwehr und des Rettungsdienstes löste eine Feuerwerksbatterie in Hechingen in der Bahnhofstraße aus. Ein 22 Jahre alter Mann bemerkte gegen Mitternacht zunächst nicht, dass seine Feuerwerksbatterie das Kellerfenster des Gebäudes in Brand gesetzt hatte. So entstand ein Sachschaden in Höhe von zirka 10.000 Euro.
Gegen 0.42 Uhr wurde eine schwer verletzte Person in Bisingen gemeldet. Ein 38-Jähriger hatte nach eigenen Angaben einen Silvesterböller in der Hand gezündet, welcher unmittelbar losging und ihn hierbei schwer verletzte. Der Mann musste mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik gebracht werden.
