Sicherheit in Albstadt: Welche Stellen in der Stadt sollten besser beleuchtet werden?

In Albstadt wird geprüft, an welchen Stellen mehr Licht für mehr Sicherheit sorgen könnte.
dpa/Rolf VennenberndZu dunkel, zu kalt, zu grell – die Stadt Albstadt stellt sukzessive ihre Straßenbeleuchtung auf stromsparende LED-Technik um und erntet dafür Lob, aber auch Kritik. Das thematisierte CDU-Stadtrat Olaf Baldauf in der jüngsten Sitzung des Technischen Ausschusses. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger seien auf ihn zukommen. Während es in Margrethausen Lob gab, sei es in der Schloßstraße in Tailfingen zu dunkel und in der Schwabstraße in Onstmettingen sei das Licht zu kalt. Bürgermeister Udo Hollauer erhielt ebenfalls Briefe einiger Anlieger: Am Hallenbad und der Bitzer Steige in Ebingen sei es ebenfalls zu hell.
Ausleuchtung dunkler Stellen in der Stadt
„Uns geht es vornehmlich um das Thema Ausleuchtung“, erklärte Hollauer. Gesetzliche Vorgaben zur Beleuchtung von öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen finden sich in unterschiedlichen Gesetzen. Verkehrszeichen, -einrichtungen und Fußgängerüberwege müssen jedoch beleuchtet werden.
Anfang Januar erklärte die Stadt, dass sie für die Umrüstung weiterer rund 1300 Leuchten auf LED-Technik eine Förderung aus Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz erhalten hat. Damit konnte bereits die Hälfte der Straßenbeleuchtung umgerüstet und damit Strom und Kohlenstoffdioxid eingespart werden. Insgesamt gibt es in Albstadt etwa 14 000 Leuchten.
Insektenschutz bei neuen Leuchten
Neben den Einsparmöglichkeiten muss sich die Stadt auch mit dem Thema Insektenschutz befassen. Bis 2030 müssen alle bestehenden Straßenlaternen in Baden-Württemberg insektenfreundlich sein. Neu errichtete Laternen müssen diese Anforderungen schon jetzt erfüllen. Das bedeutet beispielsweise möglichst warmweißes Licht mit geringem Blauanteil, zeit- oder sensorgesteuerten Abschaltvorrichtungen oder Dimmfunktion, staubdichte Konstruktion des Leuchtengehäuses, um das Eindringen von Insekten zu verhindern sowie UV-absorbierenden Leuchtenabdeckungen.
Zudem geht es weiter in Sachen „Helligkeit und Sicherheit“. Wie berichtet, lässt die Stadt prüfen, an welchen Orten eine verstärkte Beleuchtung hilfreich sei. Vor allem in Ebingen, Tailfingen und Truchtelfingen bedürfe es erhöhter Aufmerksamkeit, erklärte Oberbürgermeister Roland Tralmer im Dezember. Man müsse „Angsträume“ der Einwohner berücksichtigen.
Alle Ortsvorsteher wurden daher angeschrieben, solche Räume zu nennen. Deren Auswertungen liegen mittlerweile vor. Die Albstadtwerke prüfen nun die Machbarkeit und erstellen eine Kostenkalkulation, so Udo Hollauer in der Sitzung.
