Sanierung in Laufen: Tunnel bleibt länger gesperrt

Noch immer gesperrt ist der Tunnel bei Laufen: Die Bauarbeiten laufen seit Oktober 2024.
Julia Gern- Der Tunnel in Laufen bleibt bis April 2026 gesperrt – geplante Freigabe verzögert sich.
- Austausch alter Technik und Einbau moderner Hardware und Software notwendig.
- Neue Sicherheitstests und eine Vollübung mit Rettungskräften im März 2026 geplant.
- Neuverkabelung über 64 km, LED-Beleuchtung, Notrufkabinen und Tunnelfunk installiert.
- Zusätzliche Maßnahmen: Löschwasserleitung, Druckerhöhungsanlage und Havariebecken.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Im Zuge der Tunnelsanierung sind ein kompletter Austausch der alten Betriebstechnik und eine Neuausstattung mit aktuellen Hardware- und Softwarekomponenten erforderlich. Die ursprünglich vorhandene Technik stammt im Wesentlichen aus dem Jahr 2001.
Ein Austausch dieser Technik würde eine Sperrung des Tunnels erforderlich machen. Damit der Tunnel allerdings bei einer späteren Nachrüstung nicht erneut gesperrt werden muss, habe sich das Regierungspräsidium Tübingen entschlossen, gleich neue zukunftsfähige Hardware- und Softwarekomponenten einzubauen, schreibt die Behörde in ihrer Pressemitteilung.
Freigabe nicht vor April
Nach Lieferung und Einbau dieser Elemente beginnen die eigentlichen Sicherheitstests des Tunnels. Erfolgreich durchgeführte Sicherheitstests sind Voraussetzung, um die erforderliche Vollübung mit den zuständigen Rettungskräften zu ermöglichen. Erst dann ist die Freigabe des Tunnels möglich. Hintergrund ist, dass sich die Rettungskräfte nach einer durchgeführten Vollübung bei einem realen Ereignis schnell vor Ort orientieren können, um so die Rettungskette reibungslos ineinandergreifen zu lassen.
Die Betriebstechnik entwickelt sich kontinuierlich weiter. Diese Änderungen werden jetzt berücksichtigt, dadurch musste jedoch der geplante Ablauf zeitlich angepasst werden. Dadurch verschiebt sich die ursprünglich für Ende Januar/Anfang Februar dieses Jahres geplante Freigabe des Tunnels. Ziel des Regierungspräsidiums Tübingen ist es, die Vollübung mit den Rettungskräften im März 2026 durchzuführen, sodass bei einem erfolgreichen Verlauf nach derzeitigem Stand eine Freigabe des Tunnels im April 2026 erfolgen könnte. Die bisherige Umleitung bleibt bestehen.
Insgesamt 64 Kilometer Kabel
Die neu eingebaute Betriebstechnik im Tunnel Laufen umfasst eine Neuverkabelung im Umfang von etwa 64 Kilometern, den Einbau von neuer stromsparender LED-Beleuchtung, Notrufkabinen, Fluchttüren, Fluchtwegkennzeichnungen, Kameras, Lautsprechern und Leiteinrichtungen. Um Strom einzusparen, sind Fotovoltaik-Elemente auf der Balinger Seite für die Tunnelbeleuchtung aufgebaut worden. Für den Brandfall, der über ein neues, in der Decke eingebautes Branddetektionskabel erkannt wird, sind insgesamt vier Strahlventilatoren eingebaut. Diese werden bei Bedarf dafür verwendet, die Luftgeschwindigkeit im Tunnel zu steuern, die Luft reinzuhalten und klare Sichtverhältnisse zu schaffen. Die Ansteuerung erfolgt über diverse Messungen der Sichttrübung, der Luftströmung und des CO-Gehalts im Tunnel.
Für die Rettungskräfte wird zudem ein Tunnelfunk installiert. Um ausreichend Löschwasser im Tunnel zur Verfügung zu haben, erfolgt die Verlegung einer Löschwasserleitung im Tunnel mit fünf Überflurhydranten und der Einbau einer Druckerhöhungsanlage. Um bei einem Stromausfall eine Notbeleuchtung im Tunnel zu gewährleisten, sind Batterien zur Sicherstellung einer ausreichenden Beleuchtung eingebaut.
Auf der Westseite wurde das vorhandene Betriebsgebäude um ein Stockwerk erhöht und ein Havariebecken zum Auffangen des kontaminierten Löschwassers im Brandfall geschaffen. Im Vorfeld der Tunnelportale werden Wechselverkehrszeichen aufgebaut, die die Verkehrsteilnehmer frühzeitig auf bestehende Gefahrensituationen hinweisen und die Verkehrsführung vorgeben.
