Saisonaler Aufschwung
: Arbeitslosigkeit sinkt im Zollernalbkreis leicht

Im Vergleich zum Vormonat sinkt die Zahl der Arbeitslosen um 1,3 Prozent. Der Vergleich zum Vorjahr zeichnet allerdings ein anderes Bild.
Von
swp
Zollernalbkreis
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Die Agentur für Arbeit in der Balinger Stingstraße.

Die Agentur für Arbeit veröffentlicht die Zahlen für den März.

Lea Irion
  • Arbeitslosigkeit sinkt im März saisonal – rund 170 weniger als im Februar.
  • Im Bezirk Balingen-Reutlingen sind 21.325 Menschen arbeitslos, Quote bleibt bei 4,4 Prozent.
  • Zugänge und Abgänge: 4780 meldeten sich arbeitslos, über 4950 beendeten ihre Arbeitslosigkeit.
  • Zum Vorjahr plus vier Prozent; schwache Konjunktur dämpft zudem die Nachfrage nach Personal.
  • Zollernalbkreis minus 1,3 Prozent, Sigmaringen stärkster Rückgang seit Februar – zwei Prozent.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Nach dem saisonal üblichen Anstieg der Arbeitslosigkeit zu Beginn des Jahres geht die Zahl der Arbeitslosen nach dem Rückgang im Februar auch im März wie jahreszeitlich zum Frühlingsanfang üblich weiter zurück und ist um rund 170 niedriger als im Vormonat. Zum Stichtag sind  im Zuständigkeitsbereich der Agentur für Arbeit Balingen-Reutlingen 21.325 Menschen arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote liegt wie schon im Februar bei 4,4 Prozent.

„Im März sinkt die Zahl der Arbeitslosen meistens leicht. Das hat vor allem saisonale Gründe“, erläutert Markus Nill, Chef der Agentur für Arbeit Balingen-Reutlingen, den aktuellen Trend auf dem heimischen Arbeitsmarkt. 4780 Menschen mussten sich im März zwar arbeitslos melden. Dagegen konnten aber mehr als 4950 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden, wenn auch teilweise nur vorübergehend. In den zurückliegenden vier Wochen ist die Zahl der Arbeitslosen dadurch um 0,8 Prozent gesunken.

Arbeitskräftenachfrage lässt nach

„Gemessen am Vorjahr ist die Arbeitslosigkeit aber vier Prozent höher, weil nach wie vor die schwache Konjunktur und die Strukturkrise der Wirtschaft den Arbeitsmarkt belasten. Immerhin ist der Anstieg aber deutlich geringer ausgefallen als in den Jahren zuvor“, so Nill.

Die wirtschaftliche Unsicherheit macht sich auch bei der Nachfrage nach Arbeitskräften bemerkbar. Im März wurden insgesamt rund 1020 Stellen neu gemeldet, über 18 Prozent weniger als im Monat zuvor. Der Bestand gemeldeter Stellen ist dadurch geringfügig niedriger als im Monat beziehungsweise im Jahr zuvor. Derzeit liegt er bei rund 5130 freien Stellen.

Entwicklung in den Landkreisen

Zur Agentur für Arbeit Balingen-Reutlingen gehören die Landkreise Reutlingen, Tübingen, Sigmaringen und Zollernalbkreis. In den zurückliegenden vier Wochen entwickelte sich die Arbeitslosigkeit in den Regionen zwar unterschiedlich, im Vergleich zum Vorjahr ist sie aber in allen Landkreisen gestiegen.

Im Landkreis Reutlingen waren im März 8130 Menschen arbeitslos, rund 80 weniger als vor einem Monat und knapp 200 beziehungsweise 4,9 Prozent mehr als vor einem Jahr. 3783 davon waren bei der Agentur für Arbeit gemeldet und 4347 beim Jobcenter Landkreis Reutlingen.

Die Arbeitslosigkeit im Landkreis Tübingen ist seit Februar um 45 Personen beziehungsweise 0,9 Prozent gestiegen. Im März waren in Tübingen 4965 Menschen arbeitslos gemeldet, 3,8 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die Agentur für Arbeit betreute davon 2515 Personen, das Jobcenter Landkreis Tübingen 2450.

Mit 2688 von der Agentur für Arbeit und 2608 vom Jobcenter Zollernalbkreis und damit insgesamt 5296 betreuten Personen ist die Arbeitslosigkeit im Zollernalbkreis 1,3 Prozent niedriger als vier Wochen zuvor und 4,8 Prozent höher als vor einem Jahr.

Günstiger war die Entwicklung im Landkreis Sigmaringen, der den prozentual stärksten Rückgang seit Februar um zwei Prozent und gemeinsam mit Tübingen den geringsten Anstieg zum Vorjahr um 3,8 Prozent verzeichnet. Von den 2934 Arbeitslosen werden 1606 von der Agentur für Arbeit und 1328 vom Jobcenter Landkreis Sigmaringen betreut.