Romance-Scamming im Zollernalbkreis
: Seniorin mit Betrugsmasche um Geld gebracht

Was als netter Kontakt in einem Internet-Chat begann, hat für eine Frau aus einer Gemeinde im Zollernalbkreis mit dem Verlust von mehreren tausend Euro geendet.
Von
swp
Zollernalbkreis
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Love- oder Romance-Scamming: ARCHIV - 28.03.2017, NA, Berlin: ILLUSTRATION - Eine Frau tippt auf einem Smartphone. (zu dpa: «Millionenschäden durch falsche Liebesversprechen im Netz») Foto: Sebastian Gollnow/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Eine Frau im Zollernalbkreis wurde Opfer des sogenannten Love- oder Romance-Scamming. Die Polizei klärt auf und warnt vor dieser Masche.

Sebastian Gollnow/dpa (Symbolbild)

Im konkreten Fall nahm der Täter über eine Social-Media-Plattform Kontakt mit der späteren Geschädigten auf und erschlich sich durch geschickte Kommunikation über mehrere Wochen hinweg das Vertrauen der Frau. Durch den Austausch persönlicher Daten wurde der Kontakt auf die Messaging-App „WhatsApp“ ausgeweitet, berichtet die Polizei.

Im weiteren Verlauf gaukelte der Mann der Frau die frei erfundene Geschichte vor, er würde in Katar arbeiten und dort als Lohn mit Gold bezahlt werden. Er belog die Frau mit dem Problem, dass dort das Gold nicht zu Geld umgetauscht werden könne und er deshalb ausreisen wolle. Dazu bat der Kriminelle die Frau um die Leihgabe eines vierstelligen Eurobetrags.

Es fängt harmlos an

Die Frau glaubte den Schilderungen ihres so nett wirkenden Bekannten und zahlte den Betrag per Banküberweisung. Erst nach weiteren Geldforderungen für angebliche Gold-Transportkosten wurde der Betrug erkannt und Strafanzeige erstattet.

Die Polizei warnt in ihrer Mitteilung dringend vor dieser wiederkehrenden Betrugsmasche: Ein kurzer Chat oder eine nette Mail von einem Unbekannten – das sogenannte Love- oder Romance-Scamming fängt harmlos an. Die Betrüger suchen auf Online-Partnerbörsen oder in sozialen Netzwerken wie Instagram oder Facebook nach Opfern und durchforsten dort die Mitgliederlisten. Eine kurze Online-Einladung zum Chat dient vielen als Erstkontakt. Um beim potenziellen Opfer interessant und attraktiv zu wirken, legen sich Romance-Scammer ungewöhnliche Lebensgeschichten zu – und sie hinterlassen immer einen seriösen Eindruck.

Polizei gibt Tipps

Scamm-Männer geben sich oft als Ingenieure, Architekten, Soziologen, Computerspezialisten oder auch als US-Soldaten aus. Auf den Fotos des Scammer-Profils bekommen weibliche Opfer eine attraktive weiße Person präsentiert – die Bilder sind gestohlen. Und auch wenn der „Neue“ vorgibt, in Amerika, Arabien oder Asien zu leben, so befindet er sich oftmals in einem ganz anderen Land. Davon merken die Opfer allerdings nichts, denn diese Chat-Bekanntschaften sprechen perfekt Englisch oder benutzen Übersetzungstools für ihre Mails.

Ausführliche polizeiliche Präventionstipps gibt es unter dem Link: https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/scamming/