Ortsbegehung Meßstetten
: Millionenprojekt Bueloch fast vollendet – neue Ideen gibt es schon

Der Gemeinderat verschaffte sich beim Ortsbegang einen Überblick über die letzten Bauabschnitte im Bueloch. Außerdem standen der Kindergartenanbau und ein möglicher Trimm-Dich-Pfad im Fokus.
Von
swp
Meßstetten
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Ortsbegang Meßstetten: Die Kernstadt-Vertreter des Gemeinderates begutachten zusammen mit Bürgermeister Frank Schroft und weiteren Vertretern der Stadtverwaltung den Baufortschritt in der Gottlieb-Daimler-Straße.

Ortsbegang Meßstetten: Die Kernstadt-Vertreter des Gemeinderates begutachten zusammen mit Bürgermeister Frank Schroft und weiteren Vertretern der Stadtverwaltung den Baufortschritt in der Gottlieb-Daimler-Straße.

Stadt Meßstetten/Volker Bitzer
  • Stadterneuerung Bueloch erreicht nach rund zehn Jahren die Schlussetappe – Millionen investiert.
  • In der Gottlieb-Daimler-Straße liegt der Ausbau im Plan, zwei Projekte sind leicht verzögert.
  • Kindergarten Bueloch: Anbau mit zwei Gruppen entsteht, Ersatzgarten ist bereits eingerichtet.
  • Bodenplatte wurde in der zweiten Juliwoche betoniert, Holzbau folgt im August/September.
  • Idee aus dem Rat: Trimm-Dich-Pfad auf dem Weichenwang, Arbeitsgruppen prüfen zudem Flächennutzung.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die umfangreiche Stadterneuerung „Bueloch“ hat nach rund zehn Jahren die Schlussetappe erreicht. Nicht ohne Stolz marschierten die Kernstadt-Vertreter des Meßstetter Gemeinderates beim Ortsbegang mit der Verwaltungsspitze durch die Straßen.

Viele Millionen nahm die Stadt Meßstetten laut städtischer Pressemitteilung in die Hand, um das Wohngebiet rundum zu modernisieren. Allein für den Bereich Straßen- und Tiefbau beläuft sich die Gesamtinvestition „Sanierung Bueloch“ für die öffentliche Hand auf sechseinhalb Millionen Euro – drei Millionen davon für die Straßenraumgestaltung. Zuschüsse fließen in Höhe von 1,8 Millionen Euro.

Unerwarteter Fund in der Erde

Der Ortsgang führte die Teilnehmer über die schotterige Baustellenstraße, vorbei am Spielfeld, das bald ganz anders aussehen wird, und hinauf zum Kindergarten, wo derzeit der Anbau realisiert wird. Um die Gesamtzahl städtischer Kindergartenplätze zu erhöhen, entstehen dort zwei neue Gruppen beziehungsweise 40 weitere Plätze.

Während die „Gottlieb-Daimler-Straße“ voll im Zeitplan liegt, gibt es bei den beiden anderen Projekten geringfügige Verzögerungen. Die fallen aber nicht groß ins Gewicht. Wegen personeller Engpässe bei der Baufirma beginnen die Arbeiten, später als geplant, erst am 20. Juli, sollen aber dennoch vor dem Winter fertig sein.

Wegen der Baustelle fehlt nun der Garten im Kindergarten Bueloch. Damit die Jungs und Mädchen aber trotzdem draußen spielen können, hat der städtische Bauhof kurzerhand das angrenzende Grundstück in einen temporären Spielplatz umgewandelt.

Wegen der Baustelle fehlt nun der Garten im Kindergarten Bueloch. Damit die Jungs und Mädchen aber trotzdem draußen spielen können, hat der städtische Bauhof kurzerhand das angrenzende Grundstück in einen temporären Spielplatz umgewandelt.

Stadt Meßstetten/Volker Bitzer

In der zweiten Juliwoche wurde für den Kindergartenanbau die Bodenplatte betoniert – ein wenig später als vorgesehen. Das lag daran, dass beim Aushub Auffüllmaterial zutage trat, mit dem man – trotz eines erfolgten geologischen Gutachtens – nicht gerechnet hatte, das nun aber bei der Entsorgung säuberlich getrennt werden muss. Statt wie vorgesehen im Juli geht es mit den Zimmerer- und Holzbauarbeiten daher erst im August/September weiter.

Ersatzgarten für die Kinder

Obwohl durch den Anbau und die ausgedehnte Baustelle mitsamt an- und abfahrenden Fahrzeugen der Garten wegfällt, müssen die Kinder nicht aufs Spielen und Herumtollen unter freiem Himmel verzichten. Der städtische Bauhof hat kurzerhand das städtische Areal mit Wäldchen südlich des Kindergartens in einen Ersatzgarten mit Holzhackschnitzel und Spielgeräten umgewandelt.

Im April/Mai 2027 soll der Anbau an den bestehenden Kindergarten Bueloch und dessen sukzessive Umgestaltung im Innenbereich abgeschlossen sein; die Gestaltung der Außenanlagen schließt sich danach an. Ein kompletter Interims-Kindergarten, so erklärte Stadtbaumeister Claus Fecker, wird nicht benötigt.

Trimm-Dich-Pfad auf dem Weichenwang

Eine Meßstetter Renaissance erleben könnte ein altbekannter Sporttrend aus den 1970er-Jahren. Die „Trimm-Dich-Bewegung“ war damals aus der Schweiz nach Deutschland geschwappt und hatte landesweit Trimm-Dich-Pfade wie Pilze aus dem Boden schießen lassen.

Von der CDU-Fraktion kam nun die Idee, einen solchen Trimm-Dich-Pfad in Meßstetten wieder zu etablieren, auf dem Weichenwang. Der Rundkurs, so eine Vorstellung, könnte mit dem Skulpturenpanoramaweg kombiniert werden. Eine Arbeitsgruppe mit Steffen Berger (CDU), Matthias Schwarz (Freie Wählervereinigung) und Oliver Rentschler (Bürgerliste) wird sich konkret Gedanken machen und ihre Vorstellungen dann im Gemeinderat vorstellen.

Die Bodenplatte für den Anbau an den Kindergarten Bueloch ist gegossen. Als Nächstes geht es im August/September an die Zimmerer- und Holzbauarbeiten.

Die Bodenplatte für den Anbau an den Kindergarten Bueloch ist gegossen. Als Nächstes geht es im August/September an die Zimmerer- und Holzbauarbeiten.

Stadt Meßstetten/Volker Bitzer

Eine zweite Arbeitsgruppe, bestehend aus Thomas Holl (Freie Wählervereinigung), Ernst Berger (CDU) und Alfred Sauter (Bürgerliste), wird sich überlegen, wie der Platz zwischen Hülbgässle und Lindenstraße als grüner Aufenthaltsbereich genutzt werden kann. Hier stand bis vor drei Jahren das Gebäude „Hauptstraße 24“. Seit dessen Abriss ist die Fläche ungenutzt, aber in städtischer Hand. Grundsätzlich soll hier an einer Wohnbebauung festgehalten werden. Bis es soweit ist, so eine Anregung beim Ortsbegang, könnte man dieses Areal ohne großen finanziellen Aufwand aufwerten und für die Bürger in einen Ort mit Aufenthaltsqualität verwandeln.

Trinkwasserbrunnen für alle

Weitere Themen, die aufkamen, waren etwa der Schotterparkplatz Weichenwang, der bei Starkregen Probleme bereitet, das Wasserspiel auf dem Blumersberg, das repariert werden musste, ein möglicher öffentlicher Trinkwasserbrunnen in Rathausnähe und eine Sitzgelegenheit beim Wasserturm. Auch zur Situation der Schülerbetreuung, zu den Schülerzahlen generell sowie zum aktuellen Status beim Klimaschutzkonzept stellten die Räte Nachfragen. Das wird in der Septembersitzung im Rat auf der Tagesordnung stehen.