Ortsbegang Tieringen: Lange Wunschliste für die Sanierung der Schlichemhalle

Kleinere Reparaturwünsche haben Ortsvorsteherin Isabella Merkt und ihr Gremium beim Eingang zum Tieringer Rathaus. Hier traf man sich zum Ortsbegang mit Vertretern der Stadtverwaltung.
Volker Bitzer/Stadt Meßstetten- Die Schlichemhalle in Tieringen soll schrittweise saniert werden – Fokus auf Umkleiden, Duschen, Küche.
- Wunschliste umfasst Bühnenanbau, Foyer-Umgestaltung und größere Toiletten – Kosten noch unklar.
- Zufahrtsbeleuchtung wird modernisiert – neue Lampen sollen dunkle Bereiche besser ausleuchten.
- Treppe Wagnerstraße: Verengung geplant, um Stabilität und Lebensdauer zu erhöhen.
- Kinderwagen-Rampen „Hinter Burg“ werden entfernt – Steigung als Hauptproblem.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Teilweise wie aus Kübeln schüttete es kürzlich beim Ortsbegang in Tieringen als die Delegation mit Bürgermeister Frank Schroft und Ortsvorsteherin Isabella Merkt den Treffpunkt am Rathaus verlassen hatte. Ganz und gar nicht unglücklich war man deshalb, als zügig die Tieringer Schlichemhalle angesteuert wurde, wo ein längerer Aufenthalt im Trockenen vorgesehen war. Die Turn- und Festhalle, wie viele dieser Art ein Bauwerk aus den 1970er-Jahren, war denn auch das Hauptaugenmerk beim Ortsbegang im Vorfeld der Haushaltsberatungen 2025.
Die Halle hat über ein halbes Jahrhundert auf dem Buckel und entsprechend hat der Zahn der Zeit daran genagt. Neben üblichen Unterhaltungsmaßnahmen, die nebenher gehen, haben die Tieringer laut einer städtischen Pressemitteilung aber die ein oder andere größere Reparatur im Blick und zudem eine – nicht kleine – Wunschliste zusammengestellt.
Schritt für Schritt
Darauf ist beispielsweise ein richtiger Bühnenanbau vermerkt. Bislang müssen Vereine und Co. bei Veranstaltungen immer eine mobile Bühne aufbauen. Die Sanierung der Umkleiden und insbesondere der Duschen wäre wünschenswert. Eine Erweiterung der Küche könnten sich Vereinsmitglieder und andere Nutzer ebenso gut vorstellen, wie eine Vergrößerung der Toiletten; die Umgestaltung des Foyers ebenfalls.
Es sind viele Punkte, die in eine Machbarkeitsstudie eingeflossen sind. Diese verfolgt die Hallenrenovierung nun modular, also gegliedert nach Einzelmaßnahmen, wie Stadtbaumeister Claus Fecker bei der Erörterung in der Halle erläuterte. Was die einzelnen Module kosten oder wie teuer gar eine Rundum-Sanierung zu Buche schlagen wird, das steht momentan noch aus. Die Kostenberechnungen werden rechtzeitig zu den Haushaltsberatungen im Herbst vorliegen. Die modulare Vorgehensweise helfe bei der Entscheidung, welche Maßnahme dringlich erledigt und welche vielleicht mittelfristig erneut diskutiert werden müsste, verdeutlichte der Schultes.
Es wird heller
Die Ausleuchtung der Zufahrt und Stellflächen vor der Schlichemhalle ist nicht mehr zeitgemäß. Die Leuchtkraft der fünf aufgestellten Lampen hat nachgelassen und reicht nicht aus, um die große Fläche ordentlich in Licht zu tauchen. Mit Blick auf die nahende, dunkle Jahreszeit wird hier eine schnelle Lösung durch den Bauhof angestrebt: Die Mannen sollen die Lampen durch neue ersetzen und zudem mit modernen, hellen Leuchtmittel versehen – Vorbild könnten hier die neuen Lampen auf dem Hossinger Dorfplatz sein.

Mit dem Charme vergangener Tage kommen die Lampen beim Außenbereich der Schlichemhalle daher. Weil sie aber vor allem zu wenig Leuchtkraft haben, sollen sie nun ausgetauscht werden.
Volker Bitzer/Stadt MeßstettenNoch weitere kleinere Aufgaben hat Bauhofleiter Michael Mayer beim Ortsbegang in sein Notizbuch geschrieben. So soll die Treppe von der Wagnerstraße zur Schlichemstraße, bei der einige Stufen wackeln und nicht mehr korrekt sitzen, komplett neu aufgebaut werden. Allerdings deutlich schmaler als die bisherigen rund dreieinhalb Meter. „Diese Breite benötigen wir nicht“, waren sich die Tieringer einig angesichts der Vorteile: So müssen künftig nicht mehr zwei Trittstufen nebeneinandergesetzt werden, um die Breite zu erreichen, sondern nur einzelne übereinander, was die Stabilität und Lebensdauer der gesamten Treppe erhöht und obendrein Kosten spart.
Rampen zu steil
Noch eine weitere Treppe hatten die Ortsvertreter im Blick; jene von der Wagnerstraße hinauf zur Straße „Hinter Burg“. An dieser sind angebrachte Auffahrrampen für Kinderwagen oder Rollstühle nicht mehr richtig fixiert. Allerdings werden diese gar nicht genutzt, wie die Tieringer wissen. Nicht zuletzt deshalb, weil sie durch die vorhandene Steigung zu steil sind. Der Bauhof wird die metallenen Rampen deshalb komplett entfernen.
Noch einige weitere Punkte standen auf der Agenda. Sie wurden unter anderem beim Besuch in der Matthias-Koch-Grundschule erörtert, als es um die dortige Sanierung der Toiletten und Wandschäden im Treppenhaus ebenso ging wie um den Verbindungsweg zum Feriendorf Tieringen.
