Orchester Albstadt: Städtisches Orchester mit 222 Jahren absolut hitverdächtig
Das Städtische Orchester wird heuer 222 Jahre alt. Zwar kein ganz rundes Jubiläum, aber eine Zahl, die es aus Sicht des Vereins verdient, das Jahr über mit verschiedenen Veranstaltungen zu feiern.
In deren Reigen war das Herbstkonzert am Samstagabend in der Ebinger Festhalle das absolute Highlight, quasi der musikalische Höhepunkt als Sahnehäubchen obendrauf. Der Dank des ersten Vorsitzenden Dieter Dörrer ging in seinen Begrüßungsworten an Oberbürgermeister Roland Tralmer für die Unterstützung der Stadt durch die Vereinsförderung. „Ohne diese wie auch dem Sponsoring der Banken wäre unsere Vereins– und Jugendarbeit so nicht machbar“, meinte Dieter Dörrer.
„222 Jahre Städtisches Orchester, 222 Jahre Blasmusik in Ebingen. Im Vordergrund des Herbstkonzertes soll die Freude am Musizieren aus den vergangenen Jahrzehnten stehen“, so der Vereinschef.
Schnapszahlen beim Verein
Den musikalischen Reigen eröffneten gekonnt die elf Youngsters unter der Leitung von Dirigent Attila Hepp mit drei Stücken. Mit dabei und mit viel Applaus bedacht auch „Pirates of the Caribbean“. Die Moderation, wie auch die beim Jugendorchester, übernahmen in charmanter Art Valentina Gerovac und Milena Nölke.
Hohes Niveau des Nachwuchses
Auf welch hohem musikalischen Niveau der Nachwuchs ist, stellte das 25–köpfige Jugendorchester eindrucksvoll unter Beweis. Begonnen wurde mit rhythmischer Energie mit der Filmmusik „Freedom“ von Jonathan M. Batiste. „Mein Name ist Bond, James Bond“, wer kennt nicht diesen Satz? Mit höchster Konzentration spielte die Jugend nach einem Paukenschlag ausdrucksstark das Medley „The Music of James Bond“. Welchem die Geschichte vom König der Löwen mit „The Lion King“, ebenfalls als bestens interpretiertem Medley, folgte. Dirigent Attila Hepp strahlte zufrieden ob der Leistung des Jugendorchesters. Der Applaus war lange und anerkennend. „Natürlich haben wir eine Zugabe vorbereitet“, meinte Valentina Gerovac, was mit „Coldplay Classics“ der gleichnamigen Band abschließender Höhepunkt war. Das Große Orchester mit rund 60 Aktiven erwies sich als großer und ausdrucksstarker Klangkörper mit einem engagierten Leiter Attila Hepp. Eindrucksvoll eröffnet wurde mit dem Konzertmarsch „Everest“ von Jacob de Haan. Vor der Pause folgte „Belvedere“ von Jan de Haan als großes musikalisches Werk und einem Solopart für Trompete, den Manuel Dörrer überzeugend darbot. Belohnt wurde es mit lautstarkem Applaus.
Der zweite Teil begann mit „Thor: The Dark World“ als höchst kraftvoller und anspruchsvoller Soundtrack, welchen der große Klangkörper hervorragend meisterte. Durch das Programm des Großen Orchesters führte mit ausführlichen Informationen Andrea Glück. Rhythmisch war der Eröffnungsteil von „Unity in Harmony“ von Dirk Keijzer, der von einem getragenen Mittelteil in ein überwältigendes Finale überging.
Nicht nur Solisten überzeugen
Einen Abstecher nach Japan in das Land der aufgehenden Sonne machte das Städtische Orchester mit „The Seventh Night of July“. Im sich anschließenden Rockklassiker „Classical Gas“ standen die Solisten Bernd Vosseler und Juliane Spiegelhalter mit ihren Alt–Saxofonen im Fokus. Mit dem bekannten „Deep Purple Medley“ der britischen Rockband setzte das Große Orchester ein abschließendes Glanzlicht auf ein begeisterndes und abwechslungsreiches Herbstkonzert. Im Mittelpunkt die Solisten Norbert Hirt, Bariton–Saxofon, und die Posaunisten Peter Buck und Eva–Maria Hirt.
Tolles Erlebnis für alle
Zu den stehenden Ovationen meinte Vorsitzender Dieter Dörrer: „Was für ein großes Erlebnis, Ihr seid ein tolles Orchester, ich bin stolz auf Euch.“ Sein Dank ging auch die Adresse von Dirigent Attila Hepp für dessen großes Engagement. Als wunderbare Zugabe spielte das Orchester „80er Kult(tour)“ mit bekannten Ohrwürmern.
Da zu Beginn der Vereinsgeschichte ein Friedensfest stand, solle, so Dieter Dörrer, auch im 222. Jahr Frieden die Menschen verbinden. Gemeinsam bestritten deshalb alle Musiker des Vereins das große Finale mit „Nessaja“.


