Wir sind halt Boscha-Hexa und fühlet uns im Häs sehr wohl“, lauten die ersten Zeilen des Boscha-Hexa-Lieds. Die Hästräger aus Heinstetten hatten am Samstag zum Nachtumzug geladen und zahlreiche Fasnachtbegeisterte, ob mit oder ohne Häs, waren der Einladung gefolgt. Zwei Jahre lang konnten die Hexen ihren beliebten Umzug coronabedingt nicht veranstalten. Nun aber gab es für die Besucher jede Menge Fasnachtgruppen zu sehen und zu hören. Etwa 1000 Narren von 22 unterschiedlichen Gruppen streiften durch die Nacht. In Empfang genommen wurden sie von der Vorsitzenden Stefanie Bodmer-Mrasek und ihrem Stellvertreter Marcus Dehner.

1000 Narren in Heinstetten

Die Zahl der unterschiedlichen Fasnachtfiguren ist mittlerweile unüberschaubar. Klar ist jedoch, dass jeder Verein sein eigenes Häs hat. Sind Masken dabei, sind diese nicht nur je nach Gruppe unterschiedlich, sondern auch individuell an den Träger oder die Trägerin angepasst. Die Boscha-Hex trägt beispielsweise eine handgeschnitzte Holzmaske mit Haaren aus Pferdeschweif. Darüber trägt sie ein Tuch mit der Aufschrift „Boscha-Hexa Heinstetten“. Mit dazu gehören die rot-schwarze Hexenbluse und der schwarze Rock, der mit Flicken besetzt ist sowie ein grüner Schurz mit bunter Borte. So streifen die Boscha-Hexen durch die Gassen.

Narrenbaumstellen in Hartheim

Oder feiern in den Hallen der Region. Denn neben dem Nachtumzug hatte auch die Michelezunft aus Hartheim am Wochenende eingeladen. Sie stellten ihren Narrenbaum auf und feierten anschließend in der Festhalle weiter. Der Narrenbaum signalisiert, jetzt haben die Narren das Sagen. So sind die Vereine noch einige Wochen in der Region unterwegs: Die Narrenvereinigung Hau-Giebel Heinstetten stellt am 21. Januar ihren Narrenbaum auf. Die Michelezunft lädt zudem am Samstag, 28. Januar, ab 14 Uhr zum Umzug im Ortskern ein. Am 4. Februar lädt die Glasbläserzunft Glashütte zum Narrenbaumstellen, Glasblasen und zum Zunftball an die Alpenblickhalle ein.