Nach Explosion in Albstadt: „Wir wissen momentan gar nichts“ – Schwager meldet sich mit Video

Nach der Explosion stehen Kerzen am Unglücksort. Der Schwager der Familie, die ums Leben kam, hat sich mit einem Video zu Wort gemeldet.
Jannik Nölke/dpa, Monticciolo Salvatore/Facebook- Explosion in Albstadt-Tailfingen zerstört Wohnhaus – drei Menschen sterben, junge Familie betroffen.
- Angehöriger der Opfer veröffentlicht Video, bittet um Verzicht auf Spekulationen zur Unglücksursache.
- Ursache der Explosion laut Bürgermeister und Angehörigem vermutlich Gasexplosion – Ermittlungen laufen.
- Gerüchte über Albstadtwerke weisen diese zurück, keine Gasgeruchsmeldung vor Unglück bekannt.
- Dank an über 200 Einsatzkräfte, Video auf Facebook über 17.000 Aufrufe – auch in Italienisch verfügbar.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
In Albstadt-Tailfingen explodiert ein Wohnhaus, eine junge Familie kommt bei dem Einsturz ums Leben. Die Spurensuche nach dem tragischen Unglück in der Josefstraße dauert an. Weil bereits Gerüchte kursieren, hat ein Angehöriger ein Video auf Facebook veröffentlicht. Er bittet darum, keine Spekulationen zur Ursache zu verbreiten, da diese bisher noch nicht geklärt werden konnte. „Wir wissen aktuell gar nichts, wir wissen nur, dass es drei Tote gab“, sagt er – und, dass es eine Gasexplosion gewesen sei. Das sagte auch der Albstädter Bürgermeister in der Pressekonferenz nach dem Unglück. Der Schwager des verstorbenen 33-Jährigen und seiner 30 Jahre alten Frau betont im Video: „Wir wissen nicht, ob es ein Fehler der Albstadtwerke war.“
In den Sozialen Medien kursieren Gerüchte, die Vorwürfe gegen die Albstadtwerke wiegen schwer: Die Stadtwerke seien über ein Gasleck in dem später explodierten Gebäude informiert gewesen, heißt es in den Kommentaren unter einem Facebookpost. Auch der Schwager erzählt in dem Video, die Familie hätte zuvor einen Gasgeruch im Haus gemeldet. Diese Anschuldigung wurde von den Stadtwerken zurückgewiesen: „Die im Raum stehenden Aussagen zu einer erfolgten Gasgeruchsmeldung nehmen wir sehr ernst. Nach unseren derzeitigen Erkenntnissen lag uns im Vorfeld des Unglücks keine Meldung über einen Gasgeruch vor.“
Tralmer: „An Gerüchten ist nichts dran“
Der Abstädter Oberbürgermeister Roland Tralmer (CDU) bestätigte diese Aussage gegenüber dem SWR: „Dass von der betroffenen Familie wenige Tage vor dem Unglück bei den Stadtwerken angerufen worden sei und angeblich Gasaustritt moniert wurde, habe ich selbstverständlich überprüft und da ist nichts dran“, so Tralmer in einem Interview mit dem Sender.
Das über fünfminütige Statement auf dem Facebookprofil des Angehörigen ist am 10. Januar einmal auf Deutsch, einmal auf Italienisch veröffentlicht worden. Die deutsche Version des Videos hat mittlerweile mehr als 17.000 Aufrufe. Der Angehörige bedankt sich darin auch bei den zahlreichen Helfern – insgesamt waren mehr als 200 Einsatzkräfte von Feuerwehr, DRK, Polizei und THW vor Ort.

