Müllabfuhr im Zollernalbkreis
: Mit diesen Fahrzeugen geht Bogenschütz 2026 an den Start

Das Müllchaos ist überwunden, das Grosselfinger Unternehmen steht in den Startlöchern. Jetzt wurde bekannt, mit welchen Fahrzeugen Bogenschütz unterwegs sein wird.
Von
swp/liri
Zollernalbkreis
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Landrat Günther Martin Pauli, Lisa Tillinger und Uwe Bogenschütz vor einem der neuen, kreativ gestalteten Müllfahrzeuge.

Landrat Günther Martin Pauli, Lisa Tillinger und Uwe Bogenschütz vor einem der neuen, kreativ gestalteten Müllfahrzeuge.

Sabrina Stotz
  • Bogenschütz übernimmt ab 2026 die Rest- und Biomüllabfuhr im Zollernalbkreis mit zehn neuen Fahrzeugen.
  • Die kreativ gestalteten Müllfahrzeuge tragen Motive mit Maskottchen „ZAKadu“ zur Mülltrennung.
  • Ab 2026 gelten neue Abfuhrtage und -rhythmen, Tonnen werden weiterhin alle 14 Tage geleert.
  • 2025 sorgte ein defektes Fahrzeug von Prezero für massive Probleme bei der Müllabfuhr.
  • Infos zu Abfuhrtagen gibt es im Abfallkalender, auf der Homepage und in der Abfall ZAK-App.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Im Zollernalbkreis sind künftig andere, kreativ gestaltete Müllfahrzeuge unterwegs. Das Unternehmen Bogenschütz Entsorgung und Recycling GmbH aus Grosselfingen, das zum 1. Januar 2026 die Abfuhr der Rest- und Biomülltonnen übernimmt, hat zehn neue Fahrzeuge gekauft. Der Landkreis informiert darüber in einer gesonderten Pressemitteilung.

Landrat Günther-Martin Pauli konnte sich gemeinsam mit Lisa Tillinger, Leiterin des Amtes für Abfallwirtschaft, einen ersten Eindruck von der Flotte verschaffen. Auf dem Betriebsgelände der Firma GK-Werbetechnik haben die Fahrzeuge den letzten Schliff erhalten: Verschiedene großflächige Motive sind auf jedem Lastwagen angebracht. Der freundliche „ZAKadu“, Maskottchen des Landkreises, informiert und sensibilisiert dabei auffällig, kreativ und gleichzeitig humorvoll zum Thema Abfall und Mülltrennung. Zum Beispiel: „Ich krieg noch einen Vogel … wenn du deinen Müll nicht trennst!“ Oder: „Gib mir den Rest. Aber bitte kein Bio oder Kunststoff!“ Der Landkreis hofft, dass die neuen Fahrzeuge dadurch zum Blickfang werden.

Der Rhythmus bleibt gleich

Wenn die Fahrzeuge im neuen Jahr im Einsatz sind, gelten in vielen Städten und Gemeinden neue Abfuhrtage für Rest- und Biomüll. „Geleert werden die Tonnen weiterhin 14-tägig am selben Tag – jedoch zu unterschiedlichen Zeiten und von zwei verschiedenen Fahrzeugen: Eines holt den Rest-, das andere den Biomüll“, erklärt Lisa Tillinger. Zukünftig kann es also vorkommen, dass zum Beispiel die Biotonne morgens und die Restmülltonne erst am späten Nachmittag geleert wird. „Außerdem werden die 1100-Liter-Restmüllbehälter zukünftig am selben Tag wie die 80- und 240-Liter-Tonnen geleert, was bisher nicht in allen Gemeinden der Fall war“, so Tillinger weiter.

Klare Botschaft des ZAKadu: „Gib mir den Rest. Aber bitte kein Bio oder Kunststoff!“

Klare Botschaft des ZAKadu: „Gib mir den Rest. Aber bitte kein Bio oder Kunststoff!“

Sabrina Stotz

Die Bürgerinnen und Bürger im Zollernalbkreis dürfte es freuen, wenn ihre Bio- und Restmüllabfälle künftig wieder zuverlässig abgeholt werden. 2025 markierte bekanntlich ein unrühmliches Jahr für die Kreisverwaltung, wenn auch unverschuldet: Ein ausgefallenes Fahrzeug des Unternehmens Prezero sorgte monatelang für geruchsintensive Ausnahmezustände, besonders im Sommer. Eine Reparatur zog sich wochenlang hin und ein Ersatz kam laut Prezero nicht infrage, weil das fehlende Müllfahrzeug auf den Zollernalbkreis zugeschnitten gewesen sein soll.

Und dann folgte der Shitstorm

In der Folge beschwerten sich täglich Hunderte Bürgerinnen und Bürger beim Abfallwirtschaftsamt. Stellenweise habe es 700 Anrufe pro Tag gegeben, hieß es seinerzeit aus der Kreisverwaltung. Dabei unternahm diese, was sie konnte: Die Grosselfinger Firma Bogenschütz, die ohnehin jetzt die Bio- und Restmüllabfuhr übernimmt, wurde um Unterstützung gebeten. Und tatsächlich sprang das Unternehmen ein – zumindest zeitweise und nach Verfügbarkeit. Die Kosten hierfür musste Prezero tragen. Aber auch Bogenschütz blieb von der Wut der Müllgeplagten nicht verschont.

Denn weil zu den Fahrzeugen von Prezero nun noch jene von Bogenschütz dazu kamen, dachte so mancher Bürger, dass Bogenschütz die Misere gleichermaßen zu verantworten habe wie die Firma aus Neckarsulm. Die Folge: Der Shitstorm schwappte zu Bogenschütz über – ganz zum Ärger der Geschäftsleitung in Grosselfingen, die alle Mühe damit hatte, die Lage zu entschärfen. Nach einem geschlagenen halben Jahr ständiger Terminverschiebungen und schimmelnder Biotonnen kehrte schließlich Ruhe ein – und der Zollernalbkreis konnte aufatmen. In der Hoffnung, dass sich die Odyssee mit dem Wechsel zu Bogenschütz nicht wiederholt.

Bei Fragen zu den neuen Abfuhrterminen steht das Amt für Abfallwirtschaft unter der Telefonnummer (07433) 92 13 21 für Auskünfte zur Verfügung. Informationen zu den neuen Abfuhrtagen der Rest- und Biomülltonnen sind außerdem im neuen Abfallkalender und auf der Homepage des Landratsamtes unter www.zollernalbkreis.de zu finden. Nutzer der Abfall ZAK-App erhalten in den ersten Wochen zudem automatisch entsprechende Hinweise.