Migration in Meßstetten
: Doppelt so viele Flüchtlinge wie bisher

Meßstetten muss weitere Menschen unterbringen und mietet dafür das Erdgeschoss im Gebäude 33 auf dem Geißbühl an. Renovierungsarbeiten wurden im Vorfeld bereits erledigt.
Von
swp
Meßstetten
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Gebäude 33

Das Gebäude 33 auf dem Geißbühl soll für die Unterbringung von Flüchtlingen genutzt werden.

Volker Bitzer/Stadtverwaltung
  • Meßstetten muss weitere 24 Flüchtlinge unterbringen, aktuell sind es 14 Personen.
  • Am 19. November kommen 13 junge Männer aus verschiedenen Ländern dazu.
  • Das Erdgeschoss von Gebäude 33 auf dem Geißbühl wird umgebaut, bietet Platz für 20 Menschen.
  • Die Kosten für Mobiliar und Einrichtung betragen etwa 10.000 Euro.
  • Städtische Kapazitäten zur Flüchtlingsunterbringung sind vollständig ausgelastet.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Das Ankunftszentrum Ukraine in Meßstetten ist Geschichte. Nicht aber die Unterbringung von Flüchtlingen, die vom Landkreis den einzelnen Städten und Gemeinden zugewiesen werden. Laut Verteilschlüssel, der bestimmt, wie viele Flüchtlinge jede Kommune aufnehmen muss, muss Meßstetten demnächst 24 Flüchtlingen eine Unterkunft bieten. Aktuell sind es 14 Personen, die im Stadtgebiet ein Domizil haben. Diese Zahl wird sich in wenigen Wochen beinahe verdoppeln. 13 weitere Flüchtlinge, allesamt junge Männer zwischen 18 und 36 Jahren, kommen am 19. November nach Meßstetten. Sie stammen aus Afghanistan, Indien, Guinea, Somalia und der Türkei – bei etlichen ist die Herkunft ungeklärt.

Junge Männer mit unklarer Herkunft

Um diese Menschen unterzubringen, aber auch für die Zukunft gewappnet zu sein, wenn möglicherweise die Flüchtlingsströme wieder zunehmen und weitere Unterkünfte benötigt werden, hat die Stadt Meßstetten vorgesorgt. Das Erdgeschoss im „Gebäude 33“ auf dem Geißbühl, vor den Toren des einstigen Kasernenareals und jetzigen IIGP-Geländes, wird angemietet und teilweise zum Wohnheim umfunktioniert.

Dabei ist ein Großteil des Umbaus im Gebäude bereits erledigt. Denn ursprünglich wollte der Landkreis dieses Haus selbst anmieten und als Flüchtlingsunterkunft herrichten. Entsprechend ließ die Kreisverwaltung die gesamte untere Etage renovieren, Rohre verlegen und sogar die meisten sanitären Anlagen sind weitgehend installiert. Mit der Schließung des Ankunftszentrums und dessen Rückbau hat aber der Landkreis einen Rückzieher vom Gebäude 33 gemacht. Dessen Eigentümer ist mittlerweile der Zweckverband IIGP (Interkommunaler Industrie- und Gewerbepark).

Etage von Kreisverwaltung renoviert

Von diesem mietet nun die Stadt Meßstetten das Erdgeschoss an. Hier ist Platz für 20 Menschen, es gibt zudem mehrere Gemeinschaftsräume sowie Duschen und WC-Anlagen. Wie teuer die restlichen Umbauarbeiten für Meßstetten kommen, kann die Stadt momentan noch nicht beziffern. Die bisherigen Kosten für Mobiliar und Einrichtung belaufen sich auf rund 10.000 Euro.

Die anderen, am IIGP beteiligten Kommunen (Albstadt, Balingen, Obernheim und Nusplingen), haben laut Verbandsvorsitzendem Frank Schroft ihrerseits bislang kein Interesse an Räumlichkeiten im Gebäude 33 bekundet. Der Meßstetter Schultes betont auch, dass es bei einem Gebäude bleiben soll und diese Anmietung den weiteren IIGP-Planungen nicht im Wege stehe, zumal sich das Haus außerhalb des umzäunten Kasernenareals befindet. Und, das ist dem Rathauschef laut städtischer Pressmeldung ganz wichtig: „Mit der Herrichtung des Gebäudes verhindern wir, dass städtische Objekte, die durch Schulen und Vereine beansprucht werden, für die Flüchtlingsunterbringung herangezogen werden müssen“, so Frank Schroft. Schließlich sind alle städtischen Kapazitäten zur Unterbringung von Flüchtlingen aufgebraucht.

Platz für 20 Menschen

Die Stadt Meßstetten bekommt am 19. November weitere 13 Asylbewerber zugewiesen. Um diese unterzubringen und darüber hinaus für die Zukunft gewappnet zu sein, wird das Erdgeschoss in Gebäude 33 auf dem Geißbühl hergerichtet. Bis zu 20 Menschen haben dort Platz.