Meßstetten erneuert Fuhrpark: Lieber neu anschaffen statt ständig reparieren

Bauhof-Leiter Michael Mayer und Bürgermeister Frank Schroft vor den neuen Helfern.
Stadt Meßstetten, Volker BitzerDer Winter in Meßstetten kann kommen. Denn seit einigen Tagen hat der städtische Bauhof einen nagelneuen Unimog U423 für 230 000 Euro, der auch für den Räumdienst eingesetzt wird. Neu im kommunalen Fuhrpark sind aber noch zwei weitere Fahrzeuge: ein VW Transporter und ein Iseki Kleintraktor.
Der riesige Unimog geht in der Bauhofgarage bis fast unter das Dach. Immer größer wurden diese „Universal Motorgeräte“ (dafür steht das Akronym Unimog) im Laufe der Zeit und die heutige Generation dieses beliebten und vielseitigen „Arbeitstieres“ ist mit den ersten kaum noch vergleichbar. Der neue Meßstetter Unimog trägt passend zur Modellbezeichnung das Kennzeichen BL U 423 und ist — wie gewohnt — lackiert im RAL–Farbton 2011, Insider sprechen gemeinhin nur von „kommunalorange“.
Das 230 PS starke Gefährt ersetzt einen U300–Unimog aus dem Jahre 2010, der nach 7000 Betriebsstunden und 115 000 Kilometer auf Meßstetter Straßen in den Vor–Ruhestand geht. Er wird verkauft und hängt woanders vermutlich noch ein paar Jahre dran.
Unimog ist ein vielseitiges Arbeitstier
Der U423 wird in Meßstetten, wie seine drei anderen Unimog-„Kollegen“, vielfältige Aufgaben über das gesamte Jahr übernehmen: Er hat eine Kipp–Pritsche, kann einen Wassertank mit Gießarm aufnehmen, ebenso ein Kanalspülgerät. Im Winter wandelt er sich zum Schneepflug mit Streuer oder zur Schneefräse. Gekauft wurde er bei der Firma Knoblauch in Immendingen, zu deren Angebotspreis in Höhe von 229 551 Euro.
Erst vor einer Woche hat sich der neue VW Pritschen–Transporter in den Bauhof–Fuhrpark eingereiht. „Der Lack ist kaum trocken“, scherzt Bauhof–Leiter Michael Mayer am vergangenen Freitag, als er den Transporter mit Doppelkabine Bürgermeister Frank Schroft vorstellt. Auch dieses Fahrzeug ersetzt ein älteres. Der Vorgänger aus dem Jahr 2008 hatte 160 000 Kilometer auf dem Buckel, wurde aber, wie generell beim Meßstetter Bauhof Usus, genutzt, solange es nur ging. Schwäbische Rentabilität nennt man das. Das begrüßt auch der Gemeinderat, der alle Neubeschaffungen genehmigt hatte.
Traktor für Tieringen und Oberdigisheim
Der neue Transporter, ebenfalls mit Pritsche, hat nun eine Doppelkabine mit sechs vollwertigen Sitzen, das ist doppelt so viel wie beim alten. Geliefert wurde er von BHG Albstadt, die mit 41 880 Euro das günstigste Angebot abgegeben hatte.
Der Dritte im Bunde der neuen Bauhof–Flotte ist ein Kleintraktor der Marke Iseki. Nicht im kommunalorangefarbenen Look, sondern im satten Blau wird er künftig in Tieringen und Oberdigisheim Dienst tun.
Natürlich handelt es sich auch beim Kleinen um eine Ersatzbeschaffung, ist der Vorgänger–Traktor doch bereits 16 Jahre alt und durch den Einsatz mit Salz im Winterdienst zeigt er nach 4100 Betriebsstunden sehr starke Gebrauchsspuren. „Außerdem war er zum Schluss sehr reparaturanfällig, sodass auch das ziemliche Kosten verursachte“, erklärt Michael Mayer.
Der 40 PS starke Dieseltraktor hat Allrad und kommt im Winterdienst mit Schneepflug und Streuer zum Einsatz; für die Sommerarbeiten wird er beispielsweise mit Mähwerk und Anhänger ausgestattet.
Geliefert wurde der Iseki TH 5420 für etwas über 53 000 Euro von der Straßberger Firma Rudolf Dreher.


