Laufevent in Albstadt
: Einzigartig in der Region

Mit großen Höhenunterschieden ging über 26 Kilometer der Lauf „Albside up the hill“ über die Bühne. 119 Teilnehmer aus fünf Ländern waren dabei.
Von
Horst Schweizer
Albstadt
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  • Das zweite Laufevent „Up the Hill“ des Vereins albside lockte 119 Teilnehmer aus fünf Ländern nach Margrethausen.⇥

    Das zweite Laufevent „Up the Hill“ des Vereins albside lockte 119 Teilnehmer aus fünf Ländern nach Margrethausen.⇥

    Horst Schweizer
  • Auch bei den Kinderläufen gab es sportliche Erfolge.

    Auch bei den Kinderläufen gab es sportliche Erfolge.

    Horst Schweizer
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Alles verlief problemlos und verletzungsfrei, wir wurden regelrecht mit Lob überschüttet für ganz tolle Strecken“, so das kurze und prägnante Fazit von Sven Schairer, dem ersten Vorsitzenden vom Sportverein albside. Deshalb habe die DRK Bergwacht Zollernalb, welche mit drei Fahrzeugen unterwegs war, und das DRK Pfeffingen am Samstag nicht tätig werden müssen.

Progymnasium in neuem Glanz

„Daher freuen wir uns heute schon auf das nächste Jahr“, blickt der engagierte Funktionär voraus. Und erinnert sich noch ebenso gerne an die erfolgreiche Premiere im Vorjahr, ebenfalls in Margrethausen. Sven Schairer erzählt, wie es dazu kam. „Wir haben doch eine wunderschöne Alb, aber um die Ecke gibt es solche Trailläufe nirgends, daher wollten wir den Versuch hier wagen“. Begonnen wurde mit einem fünf und zehn Kilometer „Up the Hill“ oder auf Deutsch „den Hügel hoch“.

„Wir hatten Veranstalterluft geschnuppert und wollten daher unsere Veranstaltung heuer ausbauen“, so Schairer. Somit kamen am Samstag zu den Fünf- und Zehnkilometer-Läufen, die in Richtung Pfeffingen gingen und für den Silberdistel-Albcup gewertet wurden, im Vorfeld Kinderläufe in verschiedenen Altersklassen auf einem Rundkurs über 350 Meter dazu. Ebenso als Hauptevent ein Wettkampf über 26 Kilometer in der Kategorie UTH25, dem eigentlichen Highlight. Da diese Strecke mit 1250 Höhenmeter einmalig für die Region ist, war die Resonanz hervorragend.

Auf und ab der Strecke

So gingen am Samstagnachmittag bei herrlichem Wetter um 13.30 Uhr, nachdem sie Ortsvorsteher Thomas Bolkart willkommen geheißen hatte, 119 Läuferinnen und Läufer aus fünf Ländern und 17 Nationen an den Start. Was dann folgte, war eine große Herausforderung. Von der Festhalle aus ging es hoch auf den Heersberg, über die Schalksburg hinunter ins Wannental, hinauf zum Böllat in Burgfelden, der Abstieg nach Zillhausen folgte, oben wartete wieder die Schalksburg, von dort ging es runter Richtung Laufen, über das Felsenmeer hoch auf den Heersberg, hinunter nach Lautlingen und über das Muliwegle wieder auf den Heersberg, bevor es mit dem fünften Abstieg zurück zum Ziel in Margrethausen ging. „Eine technisch sehr anspruchsvolle Strecke“, so Sven Schairer. Alle Teilnehmer mussten die vorgeschriebene Pflichtausrüstung dabei haben. Dazu gehörte ein Erste-Hilfe-Set, Rettungsdecke, ausreichend Flüssigkeit und dafür den eigenen Trinkbecher, um so wenig wie möglich an Müll zu hinterlassen. Die Streckenführung hatten die Teilnehmer, die überwiegend autonom unterwegs waren, ebenso dabei, überwiegend auf der Smartwatch oder dem Handy.

Zeitlimit bis zum Zieleinlauf

Verpflegungsstellen, bei welchen es auch ein Zeitlimit gab, waren in Burgfelden und Laufen, wo man nach 3,5 Stunden sein musste. Fünfeinhalb Stunden oder ein Zieleinlauf um 19 Uhr war für die Wertung vorgegeben. Am Vormittag meinte Sven Schairer, dass für ihn Vereinsmitglied und Lokalmatador Andreas Schindler Favorit wäre. Er sollte Recht behalten. Um in der Heimat dabei zu sein, sagte dieser den ursprünglich geplanten Trail am Lago Maggiore ab und siegte mit deutlichem Vorsprung in 2:09:36 Stunden. Mit im Teilnehmerfeld war auch Katja Kust aus Geislingen an der Steige. Sie laufe regelmäßig und nütze die Möglichkeit hier als letzten Trainingslauf für den „Albtraum“ in ihrem Heimatort über 115 Kilometer. Viele Läufer, die nach Margrethausen kamen, kennen sich. So gehört Christian Filk aus Riedlingen einer Läufergemeinschaft an, die auch mal die Zugspitze oder den Großglockner mache. „Daher sind wir froh, dass es auf der Alb so etwas gibt“.

Schöne Herausforderung

„Ich bin hier, weil ich schlecht nein sagen kann“, lacht Kevin Stegbauer aus Ludwigsburg. Er sei sozusagen noch Beginner und finde die Herausforderung schön, wenn man sich selbst überwinden könne. Zu den ältesten Startern gehörte Andreas Müller aus Ostrach. Der 63-Jährige bestreite alle vier Wochen einen Wettkampf, sei nach Margrethausen gekommen, „um mich warmzumachen für diese Saison“.

Albside, erst 2015 gegründet und derzeit 104 Mitglieder stark, war am Samstag mit 60 Helfern im Einsatz und kann den „Up the Hill“ als großen Erfolg verbuchen.

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Läuferinnen und Läufer aus fünf Ländern und mit 17 Nationalitäten gingen am Samstag beim Laufevent „Up the Hill“ in Margrethausen an den Start.