Landesnarrentreffen in Straßberg
: Event vereint das Beste aus beiden Welten

Ganz Straßberg steht am Wochenende des 25. und 26. Januar im Zeichen des Karnevals und der Fasnet. Tausende Besucher werden erwartet. Das Sicherheitskonzept hat es derweil in sich.
Von
swp
Straßberg
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Zunftmeister Volker Würzund Bürgermeister Markus Zeiser (Mitte, von links) nehmen beim letztjährigen Landesnarrentreffen die Verbandsfahne entgegen.

Zunftmeister Volker Würz und Bürgermeister Markus Zeiser (Mitte, von links) nehmen beim letztjährigen Landesnarrentreffen die Verbandsfahne entgegen.

Wolfgang Born (Archivbild)
  • Landesnarrentreffen in Straßberg am 25. und 26. Januar mit Tausenden Besuchern und 4500 Hästrägern.
  • Motto: „Wo Fasnet und Karneval sich verbinden“; feierlicher Auftakt mit Narrenbaumstellen.
  • Umzüge, Narrenmesse und Narrenparty geplant; hoher Sicherheitsstandard nach Magdeburger Anschlag.
  • Große Unterstützung der Dorfgemeinschaft und Zusammenarbeit mit Sicherheitsbehörden.
  • Fokus auf Tradition, Gemeinschaft, und Nachhaltigkeit.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Das 42. Landesnarrentreffen (LNT), organisiert vom Landesverband Württembergischer Karnevalsvereine (LWK) und den Schmeia-Hexa Straßberg, wird Tausende Besucher sowie rund 4500 Hästräger aus den 110 Mitgliedsvereinen anlocken. Unter dem Motto „Wo Fasnet und Karneval sich verbinden“ treffen in Straßberg zwei reiche Traditionen aufeinander: die karnevalistischen Wurzeln des LWK und die schwäbisch-alemannische Prägung der Region, wissen Volker Würz, Vorsitzender der Schmeia-Hexa und LWK-Präsident Steffen May in einer Pressemitteilung zu berichten.

Vielfältiges Programm und gelebte Tradition

Das LNT beginnt am Samstag, 25. Januar, mit dem feierlichen Stellen des Narrenbaums auf dem Rathausplatz. Dieses Ritual, ein fester Bestandteil der schwäbisch-alemannischen Fastnacht, markiert den offiziellen Auftakt des Treffens. Der anschließende Kinder- und Dorfumzug führt durch die Straßen der Gemeinde und endet im lebhaften Narrendorf rund um das Rathaus.

Musikalische und spirituelle Höhepunkte bietet die Narrenmesse um 16.30 Uhr in der Pfarrkirche St. Verena, begleitet von der hochklassigen Guggenmusik „Los Titzos“.  Der Abend verspricht mit einem abwechslungsreichen Programm in der Schmeienhalle und einer Narrenparty mit der Partyband „The Candys“ unvergessliche Stunden.

Am Sonntag wird das Programm mit dem Zunftmeisterempfang fortgesetzt. Neben herzlichen Grußworten und der traditionellen Narrensuppe wird dabei die Gemeinschaft der teilnehmenden Vereine gefeiert. Um 13.01 Uhr startet der große Umzug, der das Herzstück des Treffens bildet. Über 80 Gruppen aus ganz Württemberg präsentieren ihre prächtigen Häser, kunstvollen Wagen und farbenfrohen Darbietungen. Den Abschluss bildet die Fahnenübergabe an die Ausrichter des Treffens 2026.

Herausforderungen und Besonderheiten

Volker Würz, Vereinsvorsitzender der Schmeia-Hexa, beschreibt das LNT als einen „enormen Kraftakt“. Neben den organisatorischen Anforderungen gilt es, Sicherheitskonzepte nach aktuellem Standard umzusetzen. Vor allem nach dem Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt habe er nochmal am Sicherheitskonzept feilen müssen. Und das hat es in sich: Das Anti-Terror-Konzept umfasst zum Beispiel Straßensperrungen mit Big Packs, inspiriert vom Weihnachtsmarkt in Albstadt. Das bedeutet: Am Veranstaltungswochenende kommen keine Autos nach Straßberg hinein.

Die logistischen Herausforderungen sind daher nicht minder groß: Shuttleservice, Parkleitsysteme und die Einbindung der Deutschen Bahn sollen den Ansturm von unzähligen Besuchern bewältigen. „Die Zusammenarbeit mit Verband, Gemeinde und Sicherheitskräften ist hervorragend“, betonte Würz. Besonders stolz zeigt er sich auf die große Unterstützung aus der Dorfgemeinschaft: „In Straßberg ziehen alle an einem Strang, von den Anwohnern bis zur lokalen Politik.“

Ein verbindendes Motto

Steffen May, Präsident des LWK, hob die Bedeutung des Mottos „Wo Fasnet und Karneval sich verbinden“ hervor: „Das Treffen vereint das Beste aus beiden Welten: die karnevalistische Vielfalt des LWK und die tief verwurzelten Traditionen der schwäbisch-alemannischen Fastnacht. Gerade in der heutigen Zeit ist diese Verbindung ein wichtiges Zeichen der Gemeinschaft.“

Nach den Herausforderungen der Corona-Pandemie sei es umso erfreulicher, dass sich die Vereinslandschaft stabilisiere. „Das LNT zeigt, wie stark und lebendig die Tradition geblieben ist. Besonders junge Menschen und Kinder begeistern sich wieder vermehrt für das Brauchtum, sei es als Gardetänzer oder Hästräger“, so May.

Nachhaltigkeit und Gemeinschaft im Fokus

Ein harmonisches und friedliches Fest steht für die Veranstalter im Mittelpunkt. Die Umzugsordnung unterstreicht den respektvollen Umgang mit den Gästen und Anwohnern: Der Verzicht auf übermäßigen Alkoholkonsum und die Einhaltung von Sicherheitsvorschriften sind zentrale Anliegen. „Unser Ziel ist ein schönes Miteinander, das die Vielfalt und den Reichtum der Traditionen widerspiegelt“, erklärten Würz und May.

May lobt die Schmeia-Hexa für ihr Engagement. Die Unterstützung des Verbands war dabei essenziell, doch die Hauptlast trugen die lokalen Organisatoren. „Wir sehen uns oft als Dienstleister“, betont May. Vor allem durch die jahrelange Erfahrung könne der LWK seine Mitglieder unterstützen. Aktuell sei auch ein Leitfaden für Veranstaltungen in der Planung, bei dem auch die Erfahrungen von Volker Würz besonders wichtig sind.

May sieht in Straßberg den idealen Austragungsort: Die kurzen Wege, die enge Dorfgemeinschaft und die Hingabe der Helfer schaffen optimale Bedingungen. Er wünscht sich ein harmonisches, friedliches Fest und freut sich auf die vielfältigen Darbietungen, die Narren von nah und fern präsentieren werden. „Das Landesnarrentreffen ist ein lebendiger Beweis für die Kraft und die Zukunftsfähigkeit unserer Traditionen.“

Alle ziehen an einem Strang

Trotz aller Herausforderungen ist Würz überzeugt von der Zusammenarbeit mit Gemeinde, Verband und Sicherheitsbehörden, die er als „hervorragend“ beschreibt. Besonders stolz zeigt er sich auf die Unterstützung der Dorfgemeinschaft und die hohe Identifikation der Anwohner mit dem Event. „In Straßberg ziehen alle an einem Strang“, so Würz, der auch die Unterstützung des Bürgermeisters lobt.

Die Vorbereitungen seien im Zeitplan, und Würz blickt optimistisch auf das bevorstehende Festwochenende. „Es wird ein grandioses Ereignis, das nicht nur Straßberg, sondern die gesamte Region in den Fokus rückt.“