Krieg in der Ukraine: Albstädter knüpfen Tarnnetze und stärken ukrainischen Widerstand
Vor wenigen Wochen war der traurige Jahrestag des Beginns des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine. Während Wladimir Putin und seine Armee damals noch daran scheiterten, die Großstadt Charkiw einzunehmen, soll er mittlerweile einen neuen Angriff auf den Nordosten der Ukraine planen, schreibt unter anderem die Wochenzeitung „Die Zeit“. Für die Ukrainer ist kein Ende der Schrecken des Krieges in Sicht und damit auch kein Ende ihres Kampfes. Dabei erhalten sie Unterstützung aus Albstadt.
Quilting Ladies knüpfen Tarnnetze
Der Verein „Quilting Ladies“ hat dieser Tage gemeinsam mit ukrainischen Frauen Tarnnetze hergestellt. Aus alten Fußballnetzen, die nicht länger gebraucht werden, und aus Bändern knüpften sie diese Netze, die beispielsweise Ausrüstung und Fahrzeuge des ukrainischen Militärs vor russischer Überwachung schützen sollen. „Wir knüpfen einen friedlichen Beitrag zum Schutze der Soldaten in den Schützengräben oder für die Autos“, fasst es Marianne Roth von den Quilting Ladies zusammen. Die Idee dahinter stammt von der Albstädterin, die nicht nur bei den Quilting Ladies aktiv ist, sondern im Gemeinderat als SPD–Fraktionsvorsitzende sowie im Albstädter Integrationsbüro.
„Unsere ukrainischen Freundinnen sind mit Herzblut dabei“, fügt Roth hinzu. „Wir Quilting Ladies haben einen Offenen Handarbeitstreff jeden Monat und da haben wir angefangen zu knüpfen. Jetzt knüpfen wir auch am Samstag in der Bücherei und wir haben alle so viel Spaß dabei, und es ist ein friedlicher Beitrag zu dem überflüssigen Krieg.“
Solange dieser Beitrag aus Albstadt benötigt wird, wollen die Quilting Ladies weitermachen und freuen sich über ausgediente Netze und Stoffe, die dafür verwendet werden können. Es sollten daher keine bunten Stoffe sein oder mit Motiv. In die Ukraine kommen die fertigen Tarnnetze mit Tobias Bartsch und Cornelia Oess. Wie berichtet, haben die beiden Albstädter bisher sechsmal Hilfslieferungen in die Ukraine gebracht, darunter zahlreiche Spenden aus Albstadt und der Region.





