Konflikt in Albstadt
: Betroffene gründen Aktionsbündnis für den Erhalt der Schillerschule

Das Thema Schillerschule bleibt im Albstädter Diskurs präsent. Jetzt melden sich Bürgerinnen und Bürger mit einem Aktionsbündnis zu Wort.
Von
Lea Irion
Albstadt
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Die Schillerschule in Onstmettingen könnte bald geschlossen werden. Es ist eine Werkrealschule der Stadt Albstadt.

Die Schillerschule in Onstmettingen könnte bald geschlossen werden. Dagegen regt sich jetzt Widerstand.

Horst Schweizer
  • Bürger in Albstadt gründen Aktionsbündnis zum Erhalt der Schillerschule.
  • Schließung der Schule ab 2028/29 sorgt für Empörung.
  • Aktionsbündnis fordert Berücksichtigung möglicher Fördergelder.
  • Initiatoren betonen Bedeutung der Schule als sozialen Anker.
  • Aufruf zur Unterstützung aller Bürger, Vereine und Unternehmen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

„Als Onstmettinger sind wir entsetzt, dass uns diese wertvolle Bildungseinrichtung weggenommen werden soll“ – damit beginnt Michael Eichenauer seine Nachricht. Er ist Gründungsmitglied eines Aktionsbündnisses, das sich für den Erhalt der Schillerschule in Onstmettingen einsetzen will. Denn hierzu kochen in Albstadt seit Tagen die Emotionen hoch.

Zusammen mit Stefanie Löffler-Roth, Marcus Lehmann und Sven Bayer will Michael Eichenauer erreichen, dass die Grund- und Werkrealschule als Bildungseinrichtung weiterbesteht. Zur Erinnerung: In Onstmettingen sorgt die drohende Schließung der Schiller-Werkrealschule ab dem Schuljahr 2028/29 für große Empörung.

Man will sich „zu einer starken Stimme“ vereinen

Der Ortschaftsrat lehnt die Pläne entschieden ab, fühlt sich übergangen und kritisiert die späte Information durch die Stadtverwaltung. Eine Gebäudeoptimierungsgruppe hatte mehrere Sanierungs- und Umverteilungsvarianten geprüft, favorisiert jedoch eine Auflösung der Schule mit anschließender Verteilung der 221 Schülerinnen und Schüler auf andere Albstädter Schulen. Die emotional geführte Ortschaftsratssitzung und im Nachgang auch die Sitzung des Gemeinderats zeigte deutlich den Frust vor Ort – es gehe um mehr als nur ein Schulgebäude: um Vertrauen, Mitbestimmung und die Zukunft eines wichtigen sozialen Ankers im Stadtteil.

„Wir wollen den Kindern und Beschäftigten der Schillerschule eine starke Onstmettinger Stimme geben – denn unsere Kinder haben die bestmögliche Förderung im überschaubaren Rahmen unserer Schule verdient“, heißt es in der Nachricht. Es sei „ein Unding, dass die Schüler rein aus finanziellen Erwägungen ihr Umfeld verlieren sollen“.

„Wir brauchen die Unterstützung aller Onstmettinger“

Man sei darüber hinaus der Meinung, „dass mögliche Fördergelder nicht ausreichend in die vorgelegte Kostenberechnung einbezogen“ worden seien. Das Kultusministerium habe den Werkrealschulen nach Wegfall des Abschlusses diverse Möglichkeiten angeboten, um den Fortbestand zu sichern. „Mit stabilen Schülerzahlen ist es auch möglich, eine Hauptschule zu führen. Diese Überlegungen fanden in der Beschlussvorlage für den Gemeinderat auch keine Berücksichtigung“, finden die Initiatoren des Aktionsbündnisses.

Daher sei man der „vollen Überzeugung, dass es in der Verantwortung aller Bürgerinnen und Bürger ist“, die Schillerschule zu erhalten. Man wolle jetzt die nötigen Strukturen schaffen, um alles zu organisieren und dann „voll durchstarten“ zu können. Dann will das Bündnis alle einbeziehen, die von einer möglichen Schließung der Schillerschule betroffen sind: Ortschaftsrat, die Schule, Eltern, Schülerinnen und Schüler, Vereine, Unternehmen und alle weiteren Bürgerinnen und Bürger, die Interesse haben und sich für die Sache einsetzen wollen.

Die Nachricht schließt mit einem Appell der Initiatoren. „Wir brauchen die Unterstützung aller Onstmettinger und auch weit darüber hinaus. Steht mit uns gemeinsam auf für ein kinder- und familienfreundliches Onstmettingen!“

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