Innovation in Albstadt: 624.520 Euro für Technologiewerkstatt - Unternehmen vor Ort profitieren

Übergabe in Stuttgart: Eine Abordnung der Technologiewerkstatt um Albstadts Innovationsmanager Daniel Spitzbarth (Mitte) erhält von Landeswirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (Dritte von links) den Förderbescheid.
Spitzbarth- Albstadt erhält 624.520 Euro für die Technologiewerkstatt – Ziel sind mehr Bildungsangebote.
- Der Future Skills Campus richtet sich an Firmen und zeigt Schlüsseltechnologien wie KI und Robotik.
- Hard- und Software werden angeschafft, die Medientechnik wird erneuert; Laufzeit 36 Monate.
- Zunächst werden regionale Unternehmen eingeladen, Interesse zu melden, Vorstellung Ende Juni geplant.
- Hohe Nachfrage belegt den Bedarf: Veranstaltungen waren ausgebucht, Pilotprojekte bestätigten das.
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Das Land Baden-Württemberg hat jüngst elf Vorhaben zum Ausbau und zur Modernisierung der kommunalen Innovationsinfrastruktur mit rund 9,4 Millionen Euro gefördert. Von den Geldern profitiert auch die Stadt Albstadt mit der Technologiewerkstatt. 624.520 Euro fließen in das Projekt „Leistungszentrum & Future Skills Campus für innovative Unternehmen und regionale Fachkräfteentwicklung“ in der Tailfinger Einrichtung. In der vergangenen Woche wurde der Förderbescheid in Stuttgart an eine Abordnung aus der Technologiewerkstatt um Albstadts Innovationsmanager Daniel Spitzbarth übergeben.
Mit den Fördergeldern soll das Bildungsangebot der Technologiewerkstatt weiter ausgebaut werden, wie Daniel Spitzbarth im Gespräch mit unserer Redaktion erklärt. Der Future Skills Campus der Technologiewerkstatt sei gezielt für Unternehmen konzipiert, um diesen einen Überblick über verschiedene Schlüsseltechnologien der Zukunft zu geben. Stichworte: kollaborative Arbeitsräume, Robotik- und Automatisierungslabore, KI-Lernumgebungen und immersive XR-Entwicklungsräume.
Bildungsangebote werden ausgeweitet
Sprich: Die Fördersumme von deutlich über einer halben Million Euro zielt insbesondere darauf ab, kleinen und mittelständischen Unternehmen einen niedrigschwelligen Zugang zu Schlüsseltechnologien zu bieten, um so Innovationszyklen zu verkürzen und Transformationsprozesse in der Wirtschaft zu unterstützen. Angesprochen sind zunächst Unternehmen aus dem Raum Albstadt und dem Zollernalbkreis, die sich in der Technologiewerkstatt über Technologien wie Robotik und Co. informieren können.
Bildungsangebote gibt es in der Technologiewerkstatt bisher insbesondere für Schüler, darunter CAD-Projekte bis hin zu Programmier-AGs: „Mit Schülern arbeiten wir inzwischen seit rund zwölf Jahren zusammen“, betont Albstadts Innovationsmanager. Mit der Förderung könne nun das Bildungsangebot auch für Unternehmen ausgeweitet werden.
Hard- und Software wird angeschafft
Dafür rüstet die Technologiewerkstatt mit den Fördermitteln ihre Infrastruktur auf. Hard- und Software werden teils neu angeschafft, die Medientechnik aktualisiert. Die Förderung ist auf einen Zeitraum von 36 Monaten begrenzt. Im ersten Schritt will die Technologiewerkstatt Unternehmenspartner anschreiben, ob diese Interesse an den neuen Bildungsangeboten haben. Zudem ist eine Vorstellung der neuen Angebote im Rahmen des „Lichtenbol-Feschd's“ Ende Juni auf Stiegel geplant. Unternehmensvertreter dürfen bei Interesse auch direkt an die Technologiewerkstatt herantreten.
Der Bedarf an solchen Bildungsangeboten für kleine und mittelständische Unternehmen in der Region sei da, ist sich Daniel Spitzbarth sicher. Pilotprojekte hätten dies bestätigt. Auch die Nachfrage nach den jüngsten Veranstaltungen im Rahmen der Technologieakademie sei groß gewesen. Im April sprach beispielsweise Alexander Blass von Neura Robotics zum Thema humanoide Robotik; der Tagungsraum in der Technologiewerkstatt war ausgebucht. Die nächste Veranstaltung am Donnerstag, 21. Mai, ab 18 Uhr mit Andreas Kraut, CEO von Bizerba, widmet sich dem Thema „Vom Produktionsprozess zum intelligenten Einkaufserlebnis“. Erneut wird ein großer Publikumszuspruch erwartet.
Land unterstützt Strukturwandel
Mit dem jüngsten Förderprogramm hat die Technologiewerkstatt vom Förderaufruf des Landes „Stärkung Regionaler Innovationssysteme (RIS) durch Ausbau und Modernisierung kommunaler Innovationsinfrastrukturen“ profitiert. Die Fördergelder stammen aus Mitteln des Landes und des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Die wohl auch künftige Landeswirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut betont in einer Pressemitteilung: „Die Vorhaben zeigen eindrucksvoll: In den Regionen Baden-Württembergs steckt enormes Potenzial. Mit den bewilligten Projekten stärken wir die Innovationsinfrastruktur als Rückgrat für Start-ups sowie junge und etablierte Unternehmen. Jene Unternehmen, auf die wir beim Strukturwandel und bei der Entwicklung neuer Technologien bauen.“ Und weiter: „Wir setzen unsere wirtschaftspolitischen Instrumente genau dort an, wo sie effizient sind: vor Ort.“

