Industriepark Meßstetten
: Vieles im Untergrund ist kaputt

Bevor es in Meßstetten mit dem IIGP so richtig losgeht, fallen zunächst Reparaturen im Untergrund an. Was am Kanalnetz alles defekt ist, wurde nun in der jüngsten Sitzung klar.
Von
Sebastian Buck
Meßstetten
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Schächte müssen im Plangebiet des IIGP in Meßstetten einige erneuert werden. Die Arbeiten kosten mehrere Hunderttausend Euro.

Schächte müssen im Plangebiet des IIGP in Meßstetten einige erneuert werden. Die Arbeiten kosten mehrere Hunderttausend Euro.

Sebastian Buck
  • Kanalnetz im IIGP Meßstetten stark beschädigt – 36 Schächte, 21 Haltungen betroffen.
  • Schäden: Risse, Wurzeleinwuchs, undichte Muffen, Rattenbefall und Alt-Reparaturen.
  • Reparaturen und Sanierungen auf 1000 Metern Kanalstrecke geplant – Kosten von 352.459 Euro.
  • Arbeiten starten in der südlichen Ecke des Plangebiets, durchgeführt von Firma „LineTec“.
  • Zweckverband vergibt Auftrag einstimmig – moderne Methoden ersetzen frühere Techniken.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

36 Schächte, 21 Haltungen und mehrere Hundert Meter Länge defekte Kanäle. Das ist die Bilanz der Kanaluntersuchungen im Verbandsgebiet des „Interkommunalen Industrie- und Gewerbeparks“ (IIGP) in Meßstetten. Im Jahr Oktober 2024 wurde die Befahrung mittels Kameras vorgenommen. Die Ergebnisse spiegeln sich nun in den oben genannten Zahlen wider, wie Sina Kiesel vom Büro Mayer Ingenieure in der jüngsten Sitzung des IIGP-Zweckverbandes erklärte. Stichwort Erklärung: „Eine Haltung ist die Strecke im Kanal von Schacht zu Schacht“, so die Expertin. Und von diesen Haltungen sind insgesamt etwas mehr als 1000 Meter betroffen – in unterschiedlichen Schweregraden. Zwölf Haltungen mit einer Gesamtlänge von zirka 595 Metern müssen repariert werden, neun mit einer Länge von gut 430 Metern saniert. Der Unterschied besteht darin, dass beim Reparieren nur punktuell kleinere Schäden behoben werden, während eine Sanierung „bei umfangreichen oder fortlaufenden Schäden“ erfolgt.

Von Ratten bis Wurzeleinwuchs alles dabei

Die dokumentierten Schadensbilder umfassen laut Sitzungsvorlage Oberflächenschäden, Muffenundichtigkeiten mit Wurzeleinwuchs, Quer- und Längsrisse, Ablagerungen sowie mangelhafte Alt-Reparaturen. Teils seien in Hohlräumen „Wohnzimmer für Ratten“ entstanden, bemerkt Kiesel, was freilich nicht sonderlich wünschenswert sei: „Das will man nicht.“ Die Reparaturen werden zudem heutzutage anders vorgenommen als das früher der Fall gewesen ist: „Heute macht man das nicht mehr mit Hammer und Meißel.“ Zu Beginn wird man sich auf die südliche Ecke des Plangebietes konzentrieren. Auch Schächte werden in Angriff genommen, die sind abgesunken oder haben Risse. Unterm Strich kostet die Sanierung der Kanalinfrastruktur 352.459 Euro und soll von der Firma „LineTec“ aus Walddorfhäslach übernommen werden. Die Verbandsversammlung des IIGP vergab die Arbeiten schlussendlich einstimmig.