Industrie
: Christian Ribatzky ist neuer Chef der IG BAU für den Zollernalbkreis

Christian Ribatzky ist der neue Bezirksvorsitzende der IG BAU im Zollernalbkreis. Der gelernte Maurer- und Betonbaumeister startet mit konkreten Forderungen an die Politik.
Von
swp
Zollernalbkreis
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Christian Ribatzky ist neuer Chef der IG BAU für den Zollernalbkreis.

Christian Ribatzky ist neuer Chef der IG BAU für den Zollernalbkreis.

Ralf Bojago
  • Christian Ribatzky ist neuer IG-BAU-Bezirksvorsitzender Südwürttemberg.
  • Zuständig für Bau, Reinigung, Land- und Forstwirtschaft im Zollernalbkreis.
  • Im Kreis: 1850 im Bauhauptgewerbe, 780 in Gebäudereinigung.
  • Fordert mehr Bundeshilfe für Wohnungsbau und stärkere Tarifbindung.
  • Lehnt Kürzungen, 8-Stunden-Tag-Abschaffung, höheres Rentenalter ab.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Wechsel an der Spitze der IG BAU in der Region: Christian Ribatzky ist zum Vorsitzenden des Bezirksverbands Südwürttemberg der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) gewählt worden. Damit kümmert sich der 48-Jährige ab sofort vier Jahre lang um die Interessen von Bauarbeitern, Reinigungskräften und von Beschäftigten in der Land- und Forstwirtschaft. Nach Angaben der Arbeitsagentur arbeiten im Zollernalbkreis alleine rund 1850 Menschen im Bauhauptgewerbe und 780 in der Gebäudereinigung. Auch Christian Ribatzky ist vom Fach: Er ist gelernter Maurer- und Betonbaumeister. Als neuer Bezirksvorsitzender der IG BAU Südwürttemberg übernimmt Christian Ribatzky die Nachfolge von Uwe Müller. Das teilt die IG BAU in einer Pressemitteilung mit.

Beschäftigte sollen sich für ihre Interessen einsetzen

„Ob auf der Baustelle, im Garten- und Landschaftsbau, in der Reinigungsfirma, im Maler- oder Dachdeckerbetrieb – gerade am Arbeitsplatz kommt es darauf an, dass die Menschen an einem Strang ziehen. Gute Löhne und gute Arbeitsbedingungen fallen nicht vom Himmel“, sagt Christian Ribatzky. Der Gewerkschafter appelliere an die Beschäftigten in der Region, sich für ihre Interessen einzusetzen. Das sei besonders in unsicheren Zeiten wichtig. Dabei stehe die IG BAU Südwürttemberg auch zukünftig fest an der Seite der Beschäftigten. „Das gilt nicht nur, wenn es um faire Bezahlung, gute Job-Bedingungen oder die Mitsprache im Betrieb geht, sondern gerade auch dann, wenn es Zoff mit dem Chef gibt“, so Ribatzky.

„Ordentliche, sichere und gerechte Rente“ müsse her

Der neu gewählte Bezirksvorsitzende kündigt an, dass sich die IG BAU auch weiterhin in politische Debatten einmischen werde: „Viele Vorhaben der Berliner Koalition haben direkte Auswirkungen für unsere Region und die Beschäftigten. Ein typisches Beispiel ist hier der Wohnungsbau. Da geht es um bezahlbare Wohnungen und um mehr Sozialwohnungen. Hier ist dringend mehr Unterstützung vom Bund notwendig.“ Auch für die Stärkung der Tarifbindung fordert Ribatzky ein klares Signal von der Bundesregierung: „Der Tariflohn sollte endlich zur Regel werden. Denn davon würden auch die Beschäftigten in der Region profitieren.“

Ein klares „Stoppschild“ fordert Christian Ribatzky für die Versuche, insbesondere den arbeitenden Menschen immer neue Belastungen aufzubürden. „Ob Kürzungen bei der Lohnfortzahlung, die Abschaffung des 8-Stunden-Tags oder eine Erhöhung des Renteneintrittsalters – so dreiste Forderungen sind respektlos und gehen völlig an der Realität der Beschäftigten vorbei. So ist etwa gerade auf dem Bau und im Handwerk schon heute für viele die Rente mit 65, 66 oder 67 nicht erreichbar“, so Ribatzky. Statt über soziale Einschnitte und den Abbau des Sozialstaats zu diskutieren, seien sinnvolle Reformvorschläge notwendig. Vor allem eine „ordentliche, sichere und gerechte Rente“ müsse her.